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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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lichen Monarchischen regierung angerichtethat; wie solches der ErH-Bischoff von Spo-leto Marcus Antonius cle OvrnlMZ l>. zc. 2N. 86c cis kepubl. Lcclell 8alm3liu8, donrinZ,l .ekmgl'.n, ?etru8 cie ^larca und Herr (Gott-fried Arnold in seiner kirchen-Historie/ statt-lich darthun.

Zu auftichtung dieser bierarcbie, oder welt-lichen stnats der clerisey aber/ hat KayftrConstantln der große den ersten stein geleget/indem er denen Dijchöffen eine arr dergerichtbnrkeit/ die Lszitcopalem auMentiam,verliehe/ kirchen und große prächtige ge-bende nufsibauenließ/ sie herrlich 6otiree/und weltliche guter dahin zu schlagenversiattete.

Gleichwohl hat dieser Raxser die geist-liche obrigkeitliche gewalt exerciret/ unddie christliche religio» / zu welcher er zwar dasstaats-interesse zu fügen/sorge trug/wider dasHeydemhum rein zu erhalten und fortzupflan-hen/allen fleiß/ zumahl im anfange/ehe er sichden Arrianischen schwärm einnehmen lasten/angewandt/dessen exempel auch auf dem Rö-mischen synoöcz, wovon unten etwas mehrfolget/ der Pabst Hadrian und die cleriseydem Kayftr Carl» dem grossen fürgehalten/und dergleichen zu thun unterchänigst angera-then haben. Er und seine nachkommen amKayftrthume haben auch die lynoäsl - Ver-sammlungen Und concilia äirigiret/ Und ohn-zweistentlich aus kaiserlicher Majestä-tischer gewalt von der geistlichkeit/vonanstalcen iin kirchen wesen/ von kirchen-gütern und vermögen / von der lehre undreligion/ und der kirchen cklciplm und Ord-nungen äispvmret/ wie die rit. und gesetze indem Lociice Ibeoäc)liÄnc> und sulkinianXcz klarausweisen.

Es hielte dieser Kayftr Constaneinus Ma-gnus (deme die clerisey bey dem öaronio dasdenckmahl hinterlassen / daß sie ihn ?.eI,Zioni56c biclei ^uÄorem genennet) auch wider denOchtum ein cvncilium zu Arelat/ worzu diekirchen jenseit Rheins in Teutschland gehöre-ten/ und aus diesen Teutschen kirchen auch inbcancliu-zvien christliche lehrer zu anrichtung desChristenthums gesendet wurden.

Ais des H-ni ketzerey die kirche verunruhig-te / sind auf eben dieses Kaysers Verordnungund convczcation derer Blschösse aus allen or-ten in der Christenheit (deren anzahl aber sehrungewiß/ indem einige 2sc>?atre8, andere zi8/andere 2500 gezehlet haben) zu Nicaa zusam-men kommen / und hat der Kayftr selbst/ ober wohl noch ein cateckumenus und ungetanstegewesen / prXlickret; daß also weder des Bi-schoffs zu Rom Gesandten noch der zu Con-stantmopel das clireckorium geführet/ sondernes hat Eustachius den Vortrag gethan/ wel-cher Bischvff der kirchen zu Amiochia war.Gleichwohl hat die Römische kirche schon an-gefangen/ das Haupt empor zu heben/und arro-Airte sich Pabst Marcus/ derA.zzserweh-let wurde / den titul univerlslis kpilcvj)i. UndJulius l richtete sich zum obersten rjchcerüber dte Orientalischen und Occidentali-schcn kirchen auf/ darwidev jene aber sehr5'lotsltitten. Man muß sich wundern/ daß/Erste Haupt-Handlung.

wenn nur die politischen maximen angesehenwerden / die Kayftr zugelassen haben / daß die ^Kirchen-lehrer sogarwiedrige prmcipis gegen v-rbängnißihres Heylandes Reichs-gefttze und des Ctm- ^sten-staats Maximen geführet/ und aus dem Hm.geistlichen Wesen in die eitelkeiten der welt/augenlust/ fleischeslust und hoffärtiges leben/versallen sind / und dabey so viel neid und ver-ketzerungen unter einander geubet haben/ daßes Heyden kaum arger machen können/unddarüber die rechtgläubigen und frommen die-ner Christi von denen andern ihren mit-brü-dern / die sich zumahl bey Hofe groß zu machengewust/ das meiste leiden müssen. Ob dieUrsachen dieser grossen conniven? darinnen be-standen/daß die heydnischen Kayftr denenPriestern grosse sreyheit gelassen / und die be-kehrten Kayftr selbige als xranä moäe ins Chri-stenthum brachten/ gegen des Heylandes llehre:

Vos -zutcm non üc öcc. stehet dahin. (2) such-ten sie bey dem volcke die liebe/ welches nun-mehro grösten theils zur Christlichen religioneingetreten war/ solche hulde aber konten sieam besten bewerben und behalten/ wann sieder clerisey viel ehre und gewalt gaben; (3)und dieses brachte hingegen wiederum sovielzuwege/ daß die nun immer durch der Kaysergnade emporsteigende geistlichkeit den Kay-sern ungewöhnliche lobsprüche gab / auch ihrttheils schändliche chaten unterdruckte oder ge-ringer machte. Was man eonttantmobeygeleget/ist oben beschrieben/ und wann diecgnvnilirung damahls üblich gewesen / würdeer so fort unter die zahl der lebendigen Heiligengefttzet worden ftyn; die übertät wolte dochdanck und veranlaß aufmehrere gefthencke ha-ben. Die grösten theils erdichtete/ gleichwohlaber biß auf unsere zeiten daurende pnvileZiaund clonZtlonc8 wiesen/ wie man sich mit demungerechten mamon freunde zu machen wüste.

Wie aber dieser sonst schlimme und laster. K Misiatt-haffte Kayftr das Reich aus seiner krafft und ^cvl)iitten2 durch die theilung ins Orientalische cden tm^

und Occidentalische gefttzet und zur abnähme R?ch?fthrgewaltig befördert hat; also hat er auch dem schädlich/Christenthum in seinem innerlichen werth undccmlilken? grossen schaden gethan / indem eram allermeisten auf das äußerliche spendiret/und das lautere Christenthum in ein fast heyd-nisches weftn/ pracht und Üppigkeit verwan-delt. Mermassen die inäulZentz gegen den hoch-müthigen clerum hernach die gvelle gewesenist/ woraus so viel erschreckliches unbeil übetden kirchen-und civil-stuat ausgeflossen.

Wegen der geistlichen oberaussicht edcr auchsuborclinatian ist vorher etwas angezeiget wor-den/ und daraus wohl zu erkennen/ daß dieeinsetzung derer Bischöffe in dem cleZenerirtenzustande und der extsniivn auf ihre Zraciu8,ge- M^x^walt über andere/gerichlbarkeit und derglei- ?chen unfertige Handel/ keines weges Wn8 ä;.vini fty. Und fienge es nun an immer ärgerund die cstKeclrX ciiüin^uiret zu werden/da ein lmlNnnic'c^

R^>ilco^u8 primse catkecir-e» ^!etro^o!itg und

^rckiepilcopu8 vor einerlei) würde gehaltenwurden. Und nahmen daher die nahmen dererPrimaten/ Lxarcken und derer Patriarchenmehr zu /welche auch nach denen Reichs-gefttzenPpp pp mW