z; 5 Des Europäischen Herolds erste Haupt-Handlung
und also mit titul und recht/ die Vorsitz-rechte Archen nach denen provinzien/deuPalriarchen/
und die vrcünstiones der ^etrcxolltenund UN- oder wie der canon e^selbst giebt/ den Bischoff Doch behält
tergebenen Bischöffe auch über sie und dero zu Constantinopel dem Römischen an die seile U Rom Bj,
sökionez die gerichtliche gemalt/ conleguenter und gleich setzten/ nur mit dem unterschiede/ vZrsi^
eine so grosse jurl^jAion hatten/ daß die Kay- daß der Römische ob cllAmtatem vsteris Köms
ser selber sich hernach dafür scheuen muffen/ und also alters halber dem Lpllcopo nov«
und kümmerlich ihre Hoheiten in und beydenen kom« vorgehen / keine prserogsuva potettan8
TeuMe kir-kirchen-fachen szlviret haben. Die Teutschea aber jenem damit verstattet seyn solte. 5lrl .Abst«.echal>e kirchen/ so viel als deren damahls des conttan- cius Pabst zu Rom war zwar so wenig als thrvn/"und seiner NachfolgerbesehlhabungUN- vamalus damit zu frieden/ und wolte seinen' terworffen gewesen / haben sich gleichwohl in thron/ wie man es aus ehrgeitz schon damahlseinem ziemlich auffrichtigen zustande und fccy- nennete/ auch über die Vtschöffe in Franck-N gMtheit erhalten und sich dem Päbstlichen stuhl reich und Teutschland aufschlagen / diese!- Fränckisch^
nicht unterworffen / wie hiervon und derer soll- den ordlmren/ relormixen und die Hoheit über
senden seculorum immerzu erhaltener Teut- sie führen. Unterdeffen/da die Pabste zum schbff«.
schen libertät/oder daß die kirchen des Christ- throne empor stiegen/ fielen die Gothen/
liehen wesens in Teutschlande nie völlig sich un- Francken/Vandaler/LongobardemSach-
ter das Pabstthum begeben oder unterziehen sen und andere Nordische und Teutsche völ-
lassen/der offt belobte Herr Schilter in sei- cter/ die nun/ da die Kayserliche macht mit der
nem wohlausgeführten trafst cle libertclte Lc. Residentz in Griechenland gewichen war/und
cleliarum (Zermania: mit grossem nutzen zu lesen. die bißher noch besessenen Römischen conczue-
Dahero wollen wir auch der sreyheit immerzu ten wieder von diesem joche befrcyet worden/
miterwehnen/ in dem wir anzeigen wollen/ wie in Italien und Gallien ein / und ob sie wohl
das Pabstthum gegen die Kayserliche ober-ge- anfangs als barbaren übel hauseten /
walt gestritten / und was die Päbste vor künste fchahe doch der Christlichen kirchen durch diese mn sich M
gebraucht/ das jus ^lajellaticum circa lacra de- Nationen ein solcher zugang / daß/ da sie den
nen Kaysern aus denen Händen zu spielen/ her- Christlichen glauben nach und nach ange-
gegen wie ciffrig oder laulich sich die Kay- nommen / sie in dem wercke selbst ein besser
sere verwahret haben / sich dieses kleinod nicht Christenthum führeten / als die altern Christen
aus Händen reisten zu lassen. derer orten und zu Rom nicht geführet hatten.
Wenn man die kennzeichen der wahren Zu beklagen war / daß ihrer viel zur ketzerey
kirchen und die merckmahle der abgefallenen des äru anfangs verführet worden / welches
kirchen aus denen Paulinischen schrifsten ge- doch unlängst hernach Röntg Clodoväus FränckW
gen einander hält / so wird man bald das lacit verbessern/ und die wahre lehre von des HErrn
und den bestand finden/ oder auch zugleich von Christi göttlicher und menschlicher narur in nmiKit
der apvttalia uttheilen können; wir wollen die Neustrien und Auftrasien biß an illyncum ^ r<i>gi»k»
taAa erzehlen/ so weit es zu unserm vorhaben pflantzen liesse / und hat Röntg Dagobert
in kurtzem dienlich seyn wird. aus Fränckischem stamme den rühm und das
Was Massen der Kayser donlkar,tmu8 merieum, daß er in Thüringen das sttffe zu
^germOri-^^ Kayserlichen sitz zu Constantinopel oder S.Peter hernach in Erfurt errichtet / und
«nt wollen Byzantz aussgeschlagen / ist anderwerts her die Christliche religion in diesem qvartier ein-
»or demPab- / dessen und der folgenden ebenmäßig geführet hat. Die Apostel derTeutschen/
Aezu Rom allda rekäirenden Kayser fürnehmste Hof- so weit selbige nunmehr zu des Christenthunis
haben. Prediger / Beichtväter und Patriarchen nun pflantzung sich gebrauchen lassen/ sind S. Se-
wolten denen Römischen nicht weichen / weni- verinus/ S.Rupereus/ S. Rrlianus / in
ger samt ihren unterhabenden und umrten Schwaben Columbanus / in der Schweitz
Ertz-und Bischöffen dem Römischen die ober- S. Gallus / in Sachsen p)lttlbrordus und
ste stelle bey denen conclliis und synocli8> be- Luiclbertuz und lange hernach S. Vomfa-
nebens der jurisäiAion und pnncipat gestatten, cius.
Daher waren auch die Griechischen l^rres mit So sehr nun die Päbste zu Rom ihren Pri- PMeMn
tti-ronymu. ^liel Lateinischen so offt cliscrepZ'n. und ttiero- mat und ober-thron zu erhöhen bcfiißen wa- barke! "ul'tk
n nnr die nymuz vermeynte gnugsame Ursache zu haben ren/ und durch'olle^irung derer appellationen alle weit.
^Äby?o- epistola acl ^larcellam, die kirche zu Rom die an sich aus aller Welt ihre juri8cl,ötton zu erwei-
ntlche'bure' Vabplontsche hure zu nennen / und die of- tern suchten/ je weniger waren die Kayserc zu
fenbarung S.Johannis zu seinem behuff zu Constantinopel bemühet / ihre jura ^isjettsnca
sllexiren. Es bliebe auch die Mißbilligung gegen sie zu behaupten. Was die Orientaii-
der Päbstlichen greuel nicht bey pnvae leuten sche kirche noch that / das war es fast alles,
oder Bischöffen noch frommen lehrern der kir- Sie komen aber doch nicht verwehren / daß
chen/ sondern es liessen die drey Kayser Valen- nicht in einigen concllm, bevorab dem eb.-!-
^^"^"tinianus, Valenz und (-ratianu8 wider den Zeitz ceäonenll A. 451 von 15O Bischöffen einge-
Rom. der clerisey zu Rom ein gesetz ausgehen / wel- räumet wurde/ daß der Pabst jure bumana öl vvltvg.
ches sehr notabel und das XVI ist lu. cle politico die prX50A3tiv vor allen andern chrlst-
Lpilcop.öc cler. cocl. I'keocl. welches hernach lichen Bischöffen haben solte. Doch blieben
von Vslentiniano u, Ibeo6olio und ^rcsclio in dem Patriarchen zu Constantinopel noch alle-
lib. 27 6e Lp. öc cl. Oä. Ib. bestätiget wurde, weil jurs T^ualla vorbehalten. Welche clau-
Und diese allzu grosse ehre und geldgejy lulareiervatoriaaber derzanckapffel war/wor-
bewog die Kayserliche Majestät und die l>stre8 über diese beyden grosse geistlichen und alle ihre
conciln ^onkantinopolitani ^eneral-5 Z8l, Nachfolger so gar biß auf die verketzerung ei-
daß sie/ bey einer anderweiten abtheilung derer nes gegen den andern gestritten haben. Es
musten