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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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586
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586 Des Europäischen Herolds erste Haupt - Handlung

worden/die gemeinschafftliche lehen/ deren eine und edelgesteinen versetzte Bischoffs-mütze her-nicht geringe anzahl ist / zu verleihen/ auch am fürsteigen lasset. Der mittlere Fürstenber-Kayserlichen/ Fürstlich - Straßburgischen und Zische Helm trägt zu seinem schmucke auff ei-andern lehnhöfen die lehn im nahmen des ge- nem rothen sammet-küssen mit güldenen knöpf-samten hohen Hauses zu suchen habe. sen und qvasten einen grossen weissen ballen.Verfassung 3" jetztbesagtem paöko fzmiliX ist unter an- Aus dem dritten Heiligenbergischen gekrön-der pochst, «dern ferner versehen/ daß die Landgraf - und ten Helme steiget der kopff und hals eines weis-familit. herrschafften ausserhalb des geschlechts nicht sen bracken - Hundes Herfür mit roth ausge-sollen veraussert werden; daß die töchter mit schtagener zungen / an dessen ohre obbeschrie-heyrath - gut versehen/ und von aller erbschafft bener schwartze krumme sparn zu sehen. Diean lehn oder erbe ausgeschlossen/und nicht eher/ helmdecken sind zu beyden feiten weiß undals biß der Gräfl. stamm und mannliche nah- roch.

tye gantz ausgestorben/ zur erbfolge gelassen; Mit dem Abte zu Salmonsrveiler ist das Streitigkeitdas xa6kum von jederm Herrn nach abgeleg- Hauß Fürstenberg wegen der ober - Herr-rem 18 jähre des alters beschworen / und noch schafft gleich nach dem Werdenbergischen erb-darüber reverl'ales ausgestellet werden solten. fall ln älKerentz gerathen/ indem es prserencil.A. r699 aber ist zwischen denen Fürsten und ret/ weil das kloster in dem HeiligenbergischenGrasen ein ecleuterungs - paäum zu Dreß- eerricorio gelegen / so sey es mit aller forst - Ze-ven verabredet wordenz(i) die lande nicht wei- leits-und landgerichtlichen hohen und Niedernter zu theilen/ sondern das Primogenitur - recht obrigkeit demselben unterworffen. Hierwi-forthin zu üben/ (2) daß die Herren/ so geistli- der excipiret das stifft/ wieA. iizozur zeit des-che Ordens - leute werben wollen/ ein gewiß sen lünästion die Hertzoge in Schwaben samtstück geld gleichsam pro clote aus des regieren- der Grafschafft in Schwaben auch das Lintz-den Herrn rent-kammer bekommen sollen/dar- gow pleno äommü jure besessen/und waren dieunter doch die Ritter und canonici bey hohen Grafen von Heiiigenberg nur ihre Vicarü undstifftern/ale gnugsam proviäirte /nichtzu verste- temporarii ^uciice? Sc ^clminittratorex gewesen;hen / (z) handelt von «lotirung der töchter/und ja gesetzt/ daß auch dieselben das land als ein

Verbesserung der Deputaten bey anwachs der ksuöum innen gehabt/so habe dochK.Conrn-lande /(4 )von der vormundschasts-verordnung/ dus m mit deren gutem wissen und willen das

(5) (6) (7) von Seniorars - Verrichtungen der kloster noch mehr befreyet/ und der weltlichen

regierenden Häuser/ (8) von strafe unanstan- obrigkeit halber es von dem Lintzgow eximuet/

diger Heyrath; (9) regulirung/ wie hoch ein hingegen es nur einem Römischen König oder

Herr demandern in schuld-sachen zu conlsntt- Kayftr zu einer perpetmrlichen Reichs-vog-

ren/ und wie die schulden zu bezahlen; (10) rep A. 1142 übergeben / dahero wäre zwar

worüber ein Herr imer vivoz vel mortis caula der blutbann der Königl.Maj.alleine relerviret/

zu äispouiren habe/ (II)compromils über den in andern fallen habe das stifft die hohe und

irrungen im Hause/ (12) Verwahrung des niedere jurisckäion ungehindert auszuüben.

Fürst-undLandgräflichen üäeicommilli und der Da aber die Prälaten denen Herren Grafen

pzüorum. zu Fürstenberg den blutbann und andere aökus

Resideny. Das Hoflagerund die landes,regierung übertragen / so hat das Fürstl. Hauß de-

war vormahls zu mehrgemeldtem heiligen- ren exercuium.

berg/ jetzo aber residiren Ihr. Fürstl. Durchl. Ausser dem ist auch ehemahls eine pr-ten- ?r-«-n6«>»krafft dero tragenden hohen Stadthalter- Kon angestellet worden auff die Vurgundi-AiW^charge zu Dreßden/und lassen die landes-affai- sche herrschaffcen ölamont,clermont,cb2tte.hmschast«l.ren durch ihre geheimte und regierungs-Na- Iet,^ericoult,islö und ?all3vsm, denn weil Gr.the zu Heiligenberg Zäminilwren. Das erb- Wilhelm zu Fürstenberg Lonsm Hrn. clsu-begrabn iß der Fürstl. familie ist indem stauen- <lü von d?eu5cb2lksl rochrer zur gemahlin ge-kiester zu Nydenheim. habt/ wolte er besten bruder ^ilkelmo tucceck-Wapen. Das Fürstliche Fürstenbergische wnpen ren ; sintemah! aber das Hochfürstl. Haußbestehet aus einem goldfarbigen schilde/ wel- Würeenberg durch einen gewissen kauff sichcher rings herum mit weissen und blauen auff schon in die posseß sothaner herschafftengese-wolcken-art einwärts getheilten leisten umge- tzet / wurde es ihm schwer/ die erbschafft zu be-ben/ darinnen ein rother ausgebreiteter adler haupten/ dannenhero er sein recht an Ertz-Her-mit blauen schnabel und klauen schwebet/ wel- tzog Ferdinanden von Oesterreich/ und dieserches das Fürstenbergische stamm - schild weiter an Gabrieln von Salamanca Gra-Lst/ und soll der leistemrand von der Nlumene- fen von Ortenburg Übertruge/ welcher abertischen erbsichaffc/ die an das Fürstl. Hauß sich dessen nicht sonders zu erfreuen gehabt,gediehen / herrühren. Auff des adlers brüst Es hat das Fürstliche Hauß von alten zeiten Streit mitruhet ein Zediertes schildlein/ in dessen 1 und 4 die berechtigung der frepen schiffahre aus^"^'rothem quartiere ein so genanntes Zontannon dem Bodensee / und marck-gerechtigkeit beyoder dreyzipfliche weiße kirchen - sahne erschei- dem weiter Uldingen/welcher zwischen Uber-net/ bedeutet die Grafschafft Werdenberg/ lingm und Mersburg am Bodensee gelegen /durch das 2 und z silberfarbige schildlein ist und nach Costnitz und andere jenseits des seesschrägrechts ein schwartzer sparn schlangenweiß in der Schweitz liegende örter einen ziemlichgezogen/bemerckend die Grafschafft Heiligen- starcken korn-handel treibet/ welches aber Ihreberg. Auff dem haupt-stamm-schilde ruhen Fürstl. Gnaden der Bischoff zu Costniy indrey offene güldene turnier-helme/ deren erster streitund Hinderung ziehen wvllen; dahergegenzum werdenbergischen wapen gehöret/ und das Fürstliche Hauß die getreide- und wein-aus einer güldenen crone eine rothe mit gold sperr nacher Merseburg angeordnet/ darüber

vor