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Des Europäischen Herolds erste Haupt - Handlung
abgeschickt/ andere stamm-gliederzuErtz-undBistthümern/ auch Abteyen erwehlet worden;im weltlichen stände aber sich bey Kaysernund Königen dem heil. Rom. Reich und Ertz-hause Oesterreich zu kriegs - und ftiedens -zeiten alöObrist'hofmeister/ geheimte Räthe/Reichs-Hofraths - Präsidenten/ Obriste Feld-Hauptleute/ Feld-Marschallen und Generalsauffeine solche art verdient gemacht/derglei-chen man sonst bey sehr wenig Graflichen fa-milien findet. Nahmentlich aber entsprun-ge daher Gr. Friedrich/ein söhn Graf Wolf-gangs/ und Elisabethen gebohrner Gräfinvon Solms ; und ein enckel Graf Conradsund Elisabethen gebohrner Gräfin von Lu-pfen/ geb.A. 1496. Sein älterer bruder warGraf Wilhelm geb.A. 1491/ des Schwäbi-schen bundes oberster Hauptmann oder Ge-neral von der infanterie. Er starb A. 1549/ohne daß er von seiner gemahlin Fr. Bönen/Hn.Llsuäii VON d^eukcbgtell und^sricourt toch-ter/kinder verlassen. Es ist fast denckwürdig/daß diese Gräfliche Herren brüdere noch vorder berühmten schlacht bey Paphey an demPo miteinander confenret/ wie ihre Herren/Kayser Carl v, dem Gr. Wilhelm gedienet/und König Frany in Franckreich/ verglichenwerden kömen / welches wenn es geschehenwogen/ viel blutige kriege und nun in die fastzweyhundert jahr gedaurete feindschafften hät-ten bevorkommen werden können. Graf Frie-drich hat das glück gehabt/der stamm-vaterzu werden/gestalt er dann in seinem A. 1559 er-folgten todezweene Herren söhne hinterlassen/welche die beyden Hauptlinien/ die Blumber-gische und Werdenbergische/von sich alsanderweite gemeine stamm-väter entspringenlassen/und zwar so hat der älteste Herr söhn/Gr. Chnstoph/die Stühlingische/samt derMöskirchischen neben,linien gestifftet/ und dieherrschafften Blumberg an der Vaar/ unddie güter im Rinyinger-thal in seinen kinderndurch die theilung bekommen/ denn er verfiele zugeschwind nach seines Herrn vaters tode/ehe diebrüderliche landes - theilung zum stände ge-bracht werden können. Der jüngere Herrbruder/GrafIoachim/geb. isz8/hatin thei-lung der väterlichen lande die GrafschafftenWerdenberg und Heiligenberg überkom-men/ und ^.1598 seinen eintzigen sohn/Gr. Frie-drichen/zum successorn gehabt/in dessen Her-ren söhnen sich diese linie abermahl wieder ab-getheilet/indem Gr.Iacob Ludwig dieDo-ueschingische/sein Herr bruder aber/Gr.Egon/die Heiligenbergische linie erbauet. Gleich-wie aber Gr. Jacob Ludwigs ast mit seinemHerrn sohne/Gr. Frany Carln/welcher ausserder ehe in stiller ruhe sich zu schloß Werdenbergausgehalten/und seinem Herrn Vetter weilandFürst Hermann Egon seinen antheil landesgegen ein gewisses jahr-6sputat abgetreten/ver-dorret ist. Also hat hergegen Gr. Egon mitseiner gemahlin/ Fr. Annen Marien / gebohr-ner Fürstin zu Hohenzollern/einen hochge-segneten ebestand gehabt/und sonderlich bey sei-nem A. i6zs erfolgten tödtlichen hintritt sechsHerren nachgelassen/unter denen sonderlich be-rühmt worden / Gr. Ferdinand FriedrichEgon / gewesener Kayserl. Reichs - Hofrath
und trabanttn Hauptmann / dessen eintzigerHerr sohn/Herr Maximilian Joseph/ Ober-ster eines Schwäbischen kreiß-Regiments / A.1676 vor Philipsburg blieben. Dann HerrFrany Egon / gewesener Bischoff zu Straß-burg/:c. welcher A. 1682 todes verfahren/ undseinen Herrn bruder / den Cardinal Wilhel-men von Fürstenberg/ in diesem Bistthumezum successorn gehabt/wovon oben bey Straß-burg ein mehrers. Ferner Herr Graf Her-mann Egon/ weyland Churfürstl.Bayerischeroberster Hof-Marschall / welchen A. 1664diejetzige Röm.Kayserl.Maj. vor sich und seine ehe-lich gebohrne clescenäsmen/jedoch nur den älte-sten söhn jedesmahl/ nicht weniger auch dessenHerren gebrüdere auf ihre lebens- tage inReichs - Fürstenstand als gefürstere Land-Grafen zu Fürstenberg erhoben / und es beyder Reichs,Versammlung dahin vermittelt/ daßer noch selbigen jahres in das Fürstl. LolleZiumzu Regenspurg imroäuciret/ und ihme ein vo-tum virile zu führen verstattet worden. Mitdero gemahlin / Fr. Marien Francissen / ge-bohrnerGräfin zu FürstenbergStühlingen/ha-ben sie sich eilff Fürstlicher kinder zu erfreuen ge-habt/davon noch am leben/ undJhro in demauf den 10 Sept. 1674 eingefallenen tode nach-gefolget
Oer durchlauchtigste Fürst und Herr/M-Ml.Herr Anthon Egon/des hetl.Röm. ReichsFürst und gefürsteter Landgraf zu Für-stenberg/Graf zu Heiligenberg und Wer«denberg/Landgrafin derBaar und Stüh-lingen/Herr zu Hausen im Ringingerthal/auf Weitra/ Trochtelstngen undWceh-renwag / ^shr. Aonigl. Maj. in PolenStadthalter in dero Churfürstenthum zuSachsen und dazu iucorporirten auch an-dern landen/geb.den 2z Apr.i6s6/und vermäh-let A. 1677 zu Paris mit der damahligenmcziselIeäel.i^n^HerrN ^fohannvon I>lZN7,
Herrn von LraZnevil, 8. piac, (Ibartauvilier,Loi^ueville und ^ermeuouvüle, klaitre äes Ke-^uetez imParlementzuParis/Fr.tochter / vonwelcher Jhr.Hochfl. Durchl. gezeuget Princeß.Philippen Luxsen/geb.im May i68c>/eine ge-mahlin des prinyen von Isenghien seit A.i/OO/und Princeß. - -
Dero raren nieriten/ herrlicher verstandund vollkommene staats-wissenschafft bewegtenIhr. Königl. Majest. in Polen / daß sie Ihr.
Fürsil. Durchl. das Zouveino des Chur-Sachsen-landes A.1697 im Zun. anvertraue-ten/ dessen sie auch biß dato mit grosser sorg-salt/ und ungemeiner sppücaticm zum allge-meinen vergnügen sich höchstrühmlichst angele-gen ftyn lassen.
Die Fürstl. Fürstenbergische lande wer-F^stenbwden fast alle im Schwäbischen kreiß begriffen/ M land«.und erstrecken sich in der figur eines halbenmondes von der Mortenau und der Marck-grafschafft Baden an/ dem Schwartzwaldherunter / und reichen längs des Donau-strohms gegen Norden biß an dasFürstenthumZollern / und gegen mittag an das BistthumCostnitz und die Oesterreichische LandvogteySchwaben. Es hat aber das FürstenthumFurstenberg von dem alten schlösse dieses nah-mens in der Landgrafschafft B^nr zwischen
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