84 Des Europäischen Herolds erste Haupt - Handlung
und Teutschen Reich Kayser Maximilianus I che der billige Vorzug vor allen andern Kaysw Hessen vonwohl beobachtet / wenn er sich zu anfange des thümern/ Königreichen/ Fürstenthümern und Reichen d?Reichs-abschiedes zu Trier und Cölln 6e anno Frey - Staaten der welt / weil es unter^ allen15,2 also tituliret: QXr Marimilian von Reichen der Ltztregierenden welt das ältesteGottes gnaden/erwehlrer Röm.Rayftr/ und daher das geehrteste ist / sogar / daß auchzu allen zelten mehrer des Reichs/in einem Kayser die prXcellentz vor allen KaysernGermanien?c. Röntg. Und wiewohl sich und Königen / und dero Gesandten ohne eini-Rom nebstZtalien derbotmäßigkeitderRöm. gem streit zukommt und würcklich gegönnetKayser nach und nach <le kä6ko entzogen: So wird: Weiches die exempel der grossen Höfe /verbleibet doch das durch Kayser Ottonem er- wo viele Ambassadeurs ccmcurrixen / auch solangte recht vor wie nach in seiner krafft; gar des Pabsts und Türckischen Kaysers be-also daß sich die Kayser wegen solcher haben- zeugen/ und zwar nicht unbillich : denn wo istden ansprüche des tituls eines Romischen Kay- ein Potentat in der welt / welcher so machti-sers keincsweges begeben können/zu geschwei- gen und ansehnlichen/ ja einigen gekröntengen/ daß ihnen selbiger auch noch heute zu ta- Häuptern^ und den Königen gleich geschätztengevon allen Potentaten in Europa beygeleget Chur-Fürsten und Fürsten zu befehlen habe/ob einRo- wi^d. Alldieweil ihrer viel gezweifelt haben/ als der Römische Kayser? Ihre Majestät hä-misch Reich ob ein heiliges Römisches Reich Temscher den über vorige Vorzüge noch diesen vortheilNatioÄy? Kation sey / andere es gar leugnen wollen/ so und pra-ro^tiv vor allen Potentaten/ daß sie' ist vor allen dingen nöthig zu behaupten/ daß nicht nur wegen gewisser wichtigen lehnschaff-in dem Teutschen Kayserthum das Römische tenchie Könige in Spanien/ Schweden undReich begriffen/setzen zuvor aus/daß das Rö- Dänemarck / auch nunmehro Polen undmische Reich die vierdte von dem Propheten Preußen / zu Vasallen haben / sondern JhroDaniel gcoffenbahrte Monarchie sey/ welche auch die Könige in Böhmen wegen des Kö-unter Kayser Augusto bey des welt-HeylandeS nigreichs selbst Pflicht leisten müssen,geburt den höchsten gipffel der macht und glück- Diesen Vorzug gestehen dem Rom. Kayserseligkeit erlanget hatte/ ftither aber nach und fast alle andere Nationen; inmassen ihn dennnach schwacher worden/ sich dann und wann auch so gar der Türckische Kayser Achmet ilwieder erholet. Daß das Römische Kayser- an Kayser Matthiaßen also geschrieben : Austhum auf derstadtRom und zugehörigen Pro- den Potentaten "ZEsu den fürnchmften:vintzien gehafftet/kan niemand läugnen/es muß Zwischen den geschlechten IEsu erwehl- 'auch eingeräumet werden / daß die Orientali- tcn fürnehtnssen ^errn aller chnsillchettschen Kayser den titu! lmperator universallz ver- völcker / zc. Denn unerachtet sich die Fran-lass'n. Die noch verhandenen Verträge zwi- Hosen solcher allgemeinen gewohnheit unterwa-schen den Griechischen und Teutschen Kaysern len widersetzet haben/ so ist doch sothanes ehr-bezeugen es nicht weniger so unwidersprechlich/ geitzige unterwinden vielmehr auszulachen /als auch der >en2tuz fopulu^ue kumanus in sei- als zu widerlegen. Mehr beyfall verdienetnem unterthänigsten schreiben an Kayser Eon- das von Pabst sulio Ii A. 1504 aufgerichteteradm lli in des Blfchoffs zu Freysingen OttenS Leremomale komanum. darinnen folgendeerstem buche von Kayser Friedrichs l leben/ ordnung beobachtet worden: (i)Der Rom.Cap. 27/ und die anrede dieses Kayfers an die Kayser/(;) der Rom. König/ (z) der König instadr Rom / bey itztgedachtem Bischoffe: klon Franckreich / (4 der König in Spanien/ (s)csllit nobis nuclum Imperium, sagen Ihr. K. der König in Arragonien/ (6) der König inMaj. virtute lug ami6bum venit, orimmenta sua Portugal/ (7) der König in Cngelland/ welcheriecum traxit. principem tuum, militem meum aber mit den vorigen dreyen um den Vorzugfeci, l'ecpie cleinceps uscjue in piXsentiarum in streitet/(8) dLl'KöMg lN Sl'cilien/ weicher Mitmeam clit-onem triZNstucji» I^e^itimus pollellor dem in Portugal streitet / (9) der Konig inium, eripirit czm8, ll potclk,cl3vam c!e mann »er- Schottland / welcher mit den beyden vorigencul,8. Und also bewäbret sich/ daß das Römi- streitet / (lO) der König in Ungarn /(II) dersche Reich aus die Temschcn kommen. Was König in Navarra / (12) der König in Cy-massen die folgenden Kayftr den rest des Römi- pern/(iz) der König in Böhmen/(14) der Kö-schen Reichs in Italien zu behaupten gesuchet/ nig in Polen / (is) der König in Däne-und wie nicht alles gäntzlich entzogen/ und nur marck.
der bloße titul den Teutschen übrig gelassen sey/ Was die prsccellentz-irrungen anlanget/ soist im erstell Haupt-theile nur kurtz vorhin ge- sich an der Türckischen Pforte zwischen den Fr«nckmch.meldet worden / und wird unten ein mehres Kayserlichen und Frantzöischen Gesandten Her-folgen/es hat solches auch der berühmte Eon- vor gethan/ so seynd selbige mehrentheils da-ring ausgesühret in seinein buche von gräntzen her gestoßen' daß dieKayserlicheGesandschaf-des Reichs l. I c. IQ j. 2 c. 19 ie^cz. Dieses ten daselbst hin nicht von dem R. ReicheRömische Reich ist ein unzcrtheilbar wesen/ Teutscher Nation/ welches anders nicht dennvhngcachtet offtmalS mehr als eine person pro mitzuthun gesamter Chur-Fürsten und Stän-mcllvilo es besessen/ und ob es gleich anders aä- de geschehen könte / sondern wegen des Kö-muMiiret worden von den Fränckischen/ an- nigreichs Hungarn und der Oesterreichischendersvonden eigentlich sogenannten Teutschen Erblande abgeschicketundaccreämretgewesen/
Kaysern; da hergegen das Teutsche/ Fräncki- denen die Cron Franckreich nach dem rang/ der
sche/Burgundische und dergleichen Königreiche auff Concilien und anderen zusammenkünff-
hiebevor mit einwilligung der Stände theilbar ten üblich ist/nicht zu weichen pfleget. Soist
gewssen. ^ auch bekandt / wie artig Hertzog Friedrich zu
Und gebühret diesem allerherrlichsten Nei- Holstein / Kayser Ferdinands n Gesandter/
bey