82- Des Europäischen Herolds erste Haupt-Handlung
die ausgewechselte form vor genehm gehalten/ jahr^/ in meynung durch S. KönLZl. Majest»
und die ratlkcation innerhalb 6 Wochen/ von in Spanien vermachendes baldiges absterben
dato anzurechnen/ oderehender/ so esseynkan/ unddahero zu entstehenden neuen krieges von
beyderscits ausgewechselt werden soll. ^ seinem versprechen ftcy zu werden / welches
ux Zu deren urkund und bekrafftigung ihm aber fehl schlug / und muste es diettipu.
haben so wohl die Kayserl. als König!. Lx- ürten gräntz - platze endlich schände Halden
traorcknari - Abgesandten^ und ?lenip0tLMl2rü ausanttvorten.^ Als nun hierauff A. 5700
nebst der Churfürsten/ Fürsten und Ständen der König in Spanien Carl ü mit tode ab-
des Reichs zu diesem actu abgeordnete Ge- gieng/und dessen mit vielen practiquen erkün-
vollmachtigte/ diese friedens - tractcuen eigen- steltes testament der Cron Franckreich die ket-
händig unterschrieben / und mit dero petschaff- ten gleichsam in die Hände lieferte/ womit so
ten verwahret; so geschehen in dem pallast Ryß- wo! Teutschlandes/ als auch anderer Staaten
wich in Holland denzoOctobr. 1697. fteyheit gefesselt werden sötte / sähe man an
Reichs feiten gar bald / wie das NyßwickischeErfolq des Es hat aber dieser mit so vielem blut und friedens-verbindniß unmüglich bestehen könte/6^^ erworbene friede bey allen Neichs-Stän- zumahl da Chur-Cölln zu heimlichen tractatenden nicht gleiches vergnügen erwecket. Denn mit Franckreich und einnehmung der so genau-zu geschweige»/ daß Straßburg in Frantzöi- ten Burgundischen kreiß-trouppm in das Ertz-schen Händen zurück bliebe und zu feindlichen Stifft Cölln und Visthun! Lüttich sich verlei-emfällen fast alle augenblick gelegenheit gab/ ten lassen. Welches denn S. Kayserl. Ma- Neuer km?hingegen alle andere dißeit des Rheinlkroms jest. bewog/ nicht allein mit unterschiedenen^ wnckrettituirte örter und festungen denen veyden getreuen Reichs-kreißen und Ständen in ge-Rheinischen / benebst denen Fränckischen/ naue sttocistioa zu treten/ sondern auch mitSchwäbischen und Bayerischen kreisen die Engelland undHolland eine off-unddefensiv-al-verlangte Vormauer und sicherhelt nicht ver- liance einzugehen/und den krieg bekandtermas-fihaffen kunten/ wie vorhin erwehnet worden/ sen gegen Franckreich zu äsclunren / der zwarso gereichte auch selbiger den Protestirenden mit glücklicher eroberung der hauptftstunginsonderheit wegen der im 4 artic. angehängten Landau im Nieder - Elsaß und Kayserswerthhöchst-prTjuäiclrlichen clausul: Daß die Rö- am Unter-Rhein einen guten ansang nahm;znisch - katholische religiott in denen sol- allein da ieder nun meynte/ es würde die cam-cher gestalt abgetretenen örtern in dem pagne noch einen weit alorieusern ausgang ge-stände/ wie sie ieyo ist/ bleiben solte/ zu winnen/machteChur-Bayern durch unvermu-großem nachtheil und anstoß/ welches auch die theteÜberrumpelung derRelchs-städte/ Aug-meistenProtestirende Stände veranlage mit spurg / Ulm/ Regenspurg und MemmingenAnterschreibung des ftiedens an sich zu halten/ alle genommene meiures rückgangig / denenanerwogen sonst dem Westfälischen frieden/ Frantzosen aber Muth oberhalb Briestich denwelchen man doch zum fundamentdes jetzigen Rhein zu paßiren / und der starcken verwah-geleget / so viel die ckssolitionem in tacris an- rung auff dem Schwartzwalde ungeachtet tngienge/ eine höchstverderbliche breche gemacht Schwaven einzubrechen und leäsm belli aldawürde. Nachdem aber die dißfalls de- auffzurichten. Zwar haben die hohen Alliir-nöthigte sMttentz von feiten der Herren biecka- ten m Geldern und dem Stiffte Lüttich gu-wrn ermangeln wolle/ blieb es nur bey bloßen te progretten gehabt/ die Uneinigkeit der Gene-lamenten und ^monttrgtionen/ und musten die ralen und der durch Frantzöifthe ivtriZucs der-jenigen/ welche der gefahr am nächsten lagen/ hetzten bürgerschafften empörungen aber ha-sich nichts destowemger zur unterschrifft be- den den Niederländischen Staat ziemlich inquemen. Was vor schöne früchte daraus er- sich selbst verschwächet / und am Spcper-bachwachsen / bezeugen so viele denen in der Unter- war man vorm jähre so unglücklich/ daß nichtPfaltz/ dem Stifft Worms/ und anderwerts nur die Teutschen eine grosse Niederlage erlit-wohnenden Protestirenden untmhanen zuge- ten fondern auch die so kostbarlich erworbenefügte religions-drangsalen/ um deren remeäi- ststung Landau wieder in des feindes bänderung das Evangelische corpo aufdem Reichs- verfiele. In übrigen muß man von GOTTtage zwar bewegliche inttsntz gethan/ biß dato den kräfftigsteu beystand in diesem abgenö-aber keine hulffe erlanget. Ausser dlesem thigten krieg erwarten / und denselben erbit-xiguirtesichFranckreichwenigdemietztgeschlos- ten/ daß er dereinst nach seiner aliweisen vor-senen frieden punäuel nachzukommen/ sondern ficht das Teutsche Reick)/ so wol in religions-verschob die evscuation der einzuräumenden als Staats-affairen/zu einer erwünschtenfestungen/sonderlich Breysachs/über drittehalb ruhe bringen wolle!
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