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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
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64 Des Europäischen Herolds erste HSUpt-Handlung

ysge,, in Apulien und Cnlabrien/ und Für- scr Friedrich / insgemein Rothdart genannt/stm zu Caput? äccknret/ und ihn zu des (denn stin söhn Philipp und sein enckel K.Frie-stt hls vaMn gemacht/ ist nicht zu erharren: drich u wurde von den Jtaliänern eben auchdieses aber nicht zu leugnen/ daß nachdem er also genennet) ein heroischer Fürst hatte dases vahin gebracht/ daß einTeutscher/ als Her- glück die Reichs - schädliche jalousie zwischentzog / diese Fürstenthümer lehns-weise aämim- denen beyden machtigstenNationen wegzurau-Pabst machtlkl-iren^sollen / er dem Pabst lnnocentio so viel men / und Teutschland wie auch nachgehendsKönige, eingerammt/ daß er samt dem Kayser bey Italien ziemlich in ruhe zu setzen/und dem Kay-darreichung der sahne in dem beleihungs- serlichen respect wieder auffzuhelffen; maßenmit angreiffen dörffen/und also das 6vmi. es nicht ein geringes merckmal der allerhöch-nimn cZjre«5lum zur gesammtschafft herkommen sten prXemlnentz war/ daß er Hertzog Uladis-lassen. Mit Hertzog Wolff in Bayern/ des- laum zum Könige in Böhmen creiret/ und die-sen parthie sich die Guelfen/ und den Kayser sts Königreich gleichsam von neuem conlbtm-als den Herrn von Wiblingen/ ret. So war er auch in straffen scharff/ wieder K. Com seiner geburts-stadt in Schwaben / nanme/ist die rebellirende städte Verona/ Meyland/radem sicherer/ und geben es auch die folgende be- Rom/ Spoleto; nicht weniger auch der Pfaltz-gebenheiten / daß ihnen die heiligen vater al- Graff bey Rhein/ und die Longobarder zu ih-len Vorschub gethan / und weil sie dlePäbjk- rem schaden erfahren,liche regierung wider die Kayserlichen / oder Wider Pabst Adrianum IV und Alexan-spottweise so genannten Gibelliner alles eifers dern in hat er mit heeres-macht behauptet/ daßverthcidigten/ sie Zelotas fidei genannt. Und das Römische Reich kein kirchen-lehn/ sondernhaben diese deede fa^iones Italien fast über der Kayser ein souverainer Herr/ welcher nie-2ov jnhre gctrennet/ und viel brennen/ wand als GOTT unterworffen/und des heil,rauben/ morden und ander unglück ange- Rom. Reichs Standen feine würde zu danckenrichtet. hätte; hergegcn der Pabst ein Bischoff/ undM'stlicye So viel macht hatte Kayser Conrad nicht/ feiner als der von GOtt geordneten obrigkeitdein anfangenden übel zu steuren/ war auch unterthan wäre. Dieser streit währete beyÄerhand. nicht von solcher klugheit der Päbstlichen list/ 24 jähren/ darüberderKayser 6 heer-zügemund aus der falle zu entgehen: der larven wa- Italien thun nmste. Er war aber auch derren zu vielerley/und dieStaats-mäntel so wun- letzte / welcher den Kayserlichen respect und ho-derlich und manierlich angeleget/ daß es aller- heit des Teutschen Reichs in Italien undVings schwer war das warhaffte interesse vor Lombardei) mit ziemlichem Nachdruck behau-dem scheinwercke zu erkennen/ und das erkann- Wt.

te gegen die wtrigues zu handhaben; bevorab Darinnen geschiehst diesem großmüthlgenda man die herren-knechte in gewiffensftsscln Helden unrecht / daß man vorgiebt/er habe sich bie süsse ge,H^ehüge ms wie sclaven herum führete. Die Pabste hat- bey der eonferentz zu Venedig/ dahin er austPetell wtt'Md em mit! Zither 50 jähren wahrgenommen/ daß die gegebene Parole seines Printzen/ welcher nach" 'kek zum Heerzuge ins gelobte land wider die Sarace- der unglücklichen see-schlacht von dem HertzogePM. um/ wozu sie König Philippen I in Franckreich daselbst Sebastian Ziano gefangengenommenzu ihrem und seinem Staats-MM auch über- worden/sich erhoben / dem Pabst mit demsus-redet/ ein trefflich mitte! wären / den großen ft auff seinen Kayserl. halß treten / und zumHerren ausserhalb was zu schaffen zu geben/ viel triumph - licde ob solcher sklavischen lubmilk-tapffere soldaten auff die schlachtbanck zu füh- on den text aus dem 91 psalm von untere-ren/ die geschlechter zu ruiniren/ ihre güter und tung der löwen und ottern über sich aussingenxmtrimoMs an sich zu bringen / und ihres gefal- lassen; Denn es in der that geschehen zu seynlens den Päbstlichen vomin.it zu befestigen/ noch nicht gebührend erwiesen. Es glaubt esund in die gantze welt auszubreiten. Die auch anietzo fast niemand mehr/ nachdem P.meisten leute waren von den pfaffen/ welche Alexanders brieff und die publica derftl-das creutz Christi und ablaß vor die heiligen bigen zeit bekandt worden.Will man aber die-landes-soldaten predigten/ so luperkwös ge- sesmolZÜtcrverstehen/so istjanichtzuläugnen/macht / daß sie als rasende denen Päbstlichen daß der kluge Kayser wohl wahrgenommen/

Legaten zuliefen/ und ihr haab und gut / leib wie unmöglich bey damaligen conjunHurenund leben gegen die zcAnttng mit dem creutze gewesen / der Christenheit den gewünschtenÄ Dieser Schwärm bethörte auch ruhestand anders als durch hinlassung derexpe-iitio» K.Conraden / daß er mit einer armee von Reichs «und Kayserlichen patrimonial-mteres-dahm. izOooomann infanterieund 7OOOO mann ca- len und bestätigung dessen / was die vorfah-vallerie in Syrien eilete/ und zwar mittels ren schon vergeben gehabt/ wieder zubringen/schwerdschlags durch die Saracenen brach / und dannenhero aus commis-ration gegen dasdoch aber seine meisten leute vcrlohre/und un- unter der kriegs - last seuffzende Vaterlandverrichteter dinge zurück gehen muste/ nach- freylich geschehen lassen müssen/ daß der Kay-mals aber A. 1152 verstürbe. Im übrigen ist serlichen autorität gleichsam auff den hals ge-dieses Kaysers schreiben denckwürdig/ so er A. treten/und ein und anderes hohes Regal entzo-1146 an Johannem Comnenum / Kaysern zu gen worden. Denn er hielte vor unverantwort-Constantinope!/ abgehen lasten/ und darinnen lich / seine armee länger widerjdie Christen zudie Ämchs - Societat beyder Kayserthümcr be- führen/ zumal/ nachdem sein Widersacher/ Her-stätiget worden/ dergestalt/ daß das Constan- tzog^Heinrich zu Sachsen/ zugenahmt derLöwe/tinopolitanische Reich als tochter das Römische gedämpffet/ihnder eifer wider den erb -ftindalsmuttcr ehren solte. und die ungläubigen mit seinen trouppen in pa-Seines bruders söhn und ReichsfolgerKay- lsMaam zu marchiren veranlaßt/ woselbst alles