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vom heil. Römischen Reich.
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püancla jurizckNione lsboriret/ und dem Pabstwurde ja von König Carlen dem Kahlen diejurizcjiHion dUtck) Prorogation eröffnet / UNddes Pabstes und der Jtaliänischen Herren sr-bltrio anHeim gestellet/ welche aus national-hasse denen Deutschen doch nicht gut sind / undihnen noch unvergessen war/ was die ausDeutschland und der vaginä Lemium» nem-jjch aus Norden/ zu ihnen eingedrungeneGothische/ Wendische/Longobardische undandere völcker vor ravagen in Italien gema-chet hatten/ und was ihre Voreltern und vor-fahren dabey ausgestanden und eingebüßt.Es war auch die wohlthat und schütz/ welchensie von Kayser Carln dem Großen genossen/alkbereits vergessen : Denn diese art von völ-ckern pfleget ohne dem dasgure in fand/ das bö-se und den haß aber in ertz zu schreiben. Sokonte ihnen nichts erwünschtes vorkommen/als dieses/ daß sie das erb - recht der Carolin-gen und die primogemal - iuccellion zu ih-rer arbitrato und ins freye ausgesetzt beka-men/ undsie/ sunt i^rem Abgott/ Richter/wo nicht Herren/ über solchen wichtigenStaats - guMionen wurden : Denn ob siewohl diesen (^näiöatum Imperii vielleicht nichthöher-Mmireten/ als seine geschlechts-vettern/weil er doch auch aus Temschem geblüte undKayser Carls des Großen enckel war; so be-stünde doch ihre convenientz darinnen / daß siedie Kayserliche würde gleichsam wieder zurHand bekamen.
Einmahl war die krönung und Usurpationdes Königs und Kayser Carls eme solche Un-billigkeit / welche König Ludwig und dessenPrintzen nicht verschmertzen konten. Die-se vermochten aber wenig zu thun/ so lange derHerr vaeer lebte/ ausier daß sie in Frankreichfielen/ und alda sengeten und brenneten. Nachdessen tode A .876 griff mehr höchsterwehnterKönig Carl dessen Herrn söhn/ König Ludwigenin Germanien/an/ wurde aber bey Andernachgeschlagen/ und vor dessen bruder König Car-lemannen in Bayern/ und dessen einsall inItalien/ fürchtete er sich so sehr/daß er flöhe.Uber diesen handeln vergab ihm sein ^eäicus,ein Jude/mit gissce/daran er A-87? verstarb.Hierauff übertrug der Pabst die Kayserlichewürde an dessen Cron-Printzen/Ludwig denStammlendenWeil aber die stadt Romund die Jtalianische Reichs-Provintzien sichKönig Carlemanns waffen ergeben hatten/ sohat jener niemals mehr/als den titul/ erlanget/und konte Pabst Johannes weiter nichts zuseinem vortheil thun. Gestalt denn auch keinKönig in Frankreich seither mehr erhalten/als die Prätention, welche der bekandte Aube-ry zu unserer zeit empor heben / oder sich viel-mehr damit proliitu'.xen wollen.
Es ist nun zu vermelden/ daß RönigCar-lemann in der brüderlichen theilung sich al-so verglichen/ daß er Bayern/ PannonienundCrain/wie auch die Sclavischen/MahrischentlNdBöhmifchen Provintzen erworben. ^Kö-nig Ludwigen kamen Ost-Francken/ Thürin-gen/Sachsen/ Frießland und ein theil von Lo-tharingen zu. König Carl aber erhielte Ale-mannien und die jenseit Rheins gelegenen städ-te und gowen.
ierste Haupt-Handlung.
Es starben aber die beyden älteren Herrenbrüder ohne männliche erben ab; dahero ka-men alle Reiche und lande wieder unter einenzepter/ (denn das wenige / was einem unach-ten söhn gegeben wurde von Lotharingen/fielbald wieder zurücke) nemlichCarls des Fei-sten/dem noch dieses glücke zugegangen/ daßer seines Herrn vettern / K. Carls des Kahlen/beyder Printzen/ Ludwigs und Carlemanns/lande oder das West-Fränckische Reich auffeinwilligung oder vielmehr veranlassung dergesammten Stände in Franckreich fast abflu-te wie die seinigen regierete. Nur war das seinunstern/ daß die Päbste es durch >nt^u«s da-hin richteten/daß dieZtaliänische Herren wenigrespect vordem Kayser trugen und ihn fast garäepolitireten / absonderlich da seine leibes-undgemüths-kraffte zu dieser hochbeschwerlichenbürde unhinlanglich erfunden wurden/ auchdie aetion wider die Normanner seinerseitssehr unglücklich abließe/und die SaracenenItalien verheerten. Wannenhero ihn dieReichs - Stände zu rcligmren gezwungen/dadurch aber Teutschland uud Franckreichin einen zweiffelhafften zustand verstürtzetwurde.
Denn ob wohl einige dargegen höchstge-TeutsHialp.dachten König Carlmanns natürlichen sohp^^deArnolfen auffden Kayftrlichen thron setzten/durchHieltens doch andere / und sonderlich die Lom-krävck^bardischen Stände / mit Hertzog Berenaernvon Maul/ andere ferner mit Hertzog Gui-done zu Spoleto; darüber viel krieg undblut-vergiessen entstanden/ biß endlich Konig Ar-nolf die oberhand bekommen / und Anno 895vom Pabst to.rmolo die Kayserliche Cron er-halten / weil dieser sonst nicht vermeinte beste-hen zu können. Jedoch als er des vertriebe-nen Lviäoms gemahlin Agildruten auff demschlöffe zu Spoleto belagerte/stellete sie ihrenmundschecken an/ daß er dem Kayser mit gifftvergeben muste/ wovon derselbe dermaffcn ge-schwächet wurde/ daß ihn auff seinem rückwe-ge in Teutschland die würmer fraßen / welcheaus seinem leibe erwuchsen / worvon er A.899verstarb. Hierauff folgte ihm sein söhn R.
Ludwig das Rind genannt / bey dessen re-gierung die Hungarn Teutschland elendiglich und von dmverwüstet/ und diesem jungen Herrn so viel oc Hungarncuparion gegeben/daß er wenig an Italien den-^^ ^ 'cken können. An diesen erschrecklichen einfal-len war niemano mehr als K.Arnolf schuldig;indem er wider den abtrünnigen Hertzog in WelchesBöhmen und Mahren/Zwentcbold genannt/die Hungarn zu hülste geruffen/und ihnen da-lasset. ?durch den weg gezeiget/bey damahligen zerrüt-tungen und innerlichen kriegen des RömischenReichs in Teutschland einzufallen / und nachdem am Lech erhaltenen siege und Niederlage K.
Ludwigs/ Bayern/ Schwaben/ Sachsen undFrancken mit brand/ rauben und morden un-menschlich zu verheeren/also daß der überwun-dene Kayser gezwungen wurde / ihnen einenjährlichen tribut zu versprechen. Zudem wolteihn auch der Pabst vor keinen Käufer erkennen/weil er die krönung niclx von demselben gesuchethatte/ und dazumahl machten die TeutscbenStände einen Reichs-schluß/ daß der ienige/welchen sie erwedlet/ vor einen rechtmäßigenH 2 Kayser