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Friedrich Leutholfs von Franckenberg Europäischer Herold, Oder Zuverläßige Beschreibung Derer Europäisch-Christlichen Käyserthums, Königreiche, freyer Staaten und Fürstenthümer; Nach ihren Natürlich- und Politischem Zustande, Kriegs- und Friedens- Religions- und weltlichen Verfaßungen : Biß auf dieses 1705 Heil-Jahr
Entstehung
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Vorrede an den Leser.

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mina und cacaloM seither heraus gegangen / dabcy aber der Ordnung undxr-esercn^, auch selbst derer nahmen und cbarZen halber/ soviel Mängel undmaceria zur jaioulie und Unannehmlichkeit zugleich mit zu befinden / daß esmehr vor eine beschwerliche/ als zu einem dancke anleitende erzehlung zu ach-ten gewesen seyn würde. Es verändern sich dergleichen dlnge bei) denen Höfen fasttäglich/ einersteigt/ der andere tritt ab/ und eindrittersiclletsichoffc zwischenein ; ein ander hat mit dem ersten compercntz und so weiter :c. darüber so vielTmul-mone5 erwachsen/ daß mancher Potentat selbst feine fast unüberwindlicheUrsachen vor sich stehet/ daß er keine beständige rang-und locaUanz-ordnungmachen kan und will. In dieses wüste/ wilde ineer sich zu stecken / ist destowe-niger eines xnvaci wcrck. Zn gemein ist nichts geschrieben / was man nichtselbst erforschet/ und erfahren/ oder aus bewährten nachrichtungen/ aa.z pu.hlicis, memoirez , relacinneu derer Gesandschassten oder Ivlinilirorum szublicorum,

oder auch denen besten lehrern der Reichs-Rechte und geschichts-fchreibcrn/diegleichsam schon vor mcister paßircn/ angemercketworden. UnddaS ist derstoff/woraus die Vorträge des Herolds erwachsen/ die nechst der warheit allemahldiecuramreipubiic^und den gewissen rels- gegen die Obern zum zweck gehabt.Die vergleich-oder zusammenhaltung des ersten cntwurffs des wercks mit demgegenwärtigen wird zeigen/ wie es fast in ein gantz neues Wesen und form durch-gehends versetzet worden/ daher man auch mit nicht »ngegründctem Rechte dennahmen und titul verändern und es vor ein gantz neues werck ausgehen lassenkönnen. Alldieweil aber das buch einmahl unter dem nahmen destLuropälsch«-»Gerolds und des Friedrich Leurholfs von Franckenbtt'g bekandt/ beliebet undgcsuchct worden; so hat man es dabcy bewenden zu lassen vor gut und dem an-derweiten vertriebe etwa diensamcr zu seyn befunden. Es wird der liebhaberdieser beschreibungen allhicr keine Ungewisse sabulÄmema oder zur fache ungeschick-te betrachtungcn/ sondern von einem Staat ingcmcin und dann insonderheitvon dem Heil. Römischen Reiche Teutschernzcion, dessen Mrgechrtestem Ober-Haupte und Regenten; von dessen unvergleichlicher Verfassung in geist-undweltlichen fachen/ so wohl bey dem policey- mib^r-und commercien-We-sen; bey allen Kaysern/ Chur-und Fürsten auch Gräflichen Häufern / denenFrey-und Reichs - Städten; dem allgemeinen und sonderbaren imcresse desReichs :c. der» macht und lorce, nicht minder auch die schwäche / der län-der zustand/ und die natürlichen stücke samt ihren arthafftigkeiten ; derer un-terthanen gewerbe / die revoiunones und pr^renlioncs/ und allenthalben so vielmerckwürdiges antreffen/ dergleichen und in dieser ordnung wohl schwerlich sonstin einem werck beysammen zu finden. Wiewol dennoch/ um die unanständigegrösse des wercks zu vermeiden/ noch auf viele alphabet an materie zurück blei-ben müssen/ welche mehrentheils ausgearbeitet verhandele/ deren aussetzung dochdie cob-ercntz der fachen nicht unterbrochen. Bey denen andern Königreichen/Frey-Staaten und louveramen Fürstenthümern hat man nicht weniger derenUrsprünge / die geschickte und thatcn derer Regenten / und die glückseligenwachsthümer oder auch verderbliche revoiurionc« biß aufdicse zeit eingebracht;dann die Zenealogien und geschlcchts-Verzeichnisse derer 5ouver-unen und die be«mcrckungen ihrer hohen Häuser mit erzehlct/ und hiernechst angeführet/ überwelche lander und provinzien sie herrschen/ auch durch was vor einen weg derhöchste Regent zum thron gedeihet/ wie er inau^unret werde/ aufwas masse je-der regieret/ wie frey und abioluc er zu befehlen/ oder wie weit er an die lunUa.memal. gesetzt des Staats sich zu halten schuldig. Wiederumhat man angezeigetdie Verfassung in geist-und weltlichen fachen/ die in-und änserbche imeretie,die beschaffenhctt des Handels und Wandels/ die macht zu wasscr und zu lande/

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