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1 (1909) Die Immatrikulationen vom Wintersemester 1559 bis zum Sommersemester 1634
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Facultät hatte mit Rücksicht darauf, daß der Candidat bereits Pfarrer war, die Befolgung derSatzungen außer Acht gelassen, erklärte aber, daß diese Ausnahme keinen Präcedenzfall bildensolle. Doch das Beispiel war einmal gegeben. Bereits bei der Magisterpromotion des W. 1626stellten sich drei Pfarrer ein, die gleich Göritz an demselben Tage zu Baccalarien und Magisternpromovirt wurden. Im W. 1627 folgte wieder ein Pfarrer, und seitdem bildete sich die Ausnahmezu einem häufig geübten Brauche um.

Eine andere Verletzung der Satzungen fand im S. 1622 statt. Obwohl der Promotion stetsdie Prüfung vorangehen und der Candidat anwesend sein mußte, wurde am 28. September JeremiasWeher aus Leipzig, der um nothwendiger Arbeiten willen an der Universität in Wittenberg zurück-gehalten wurde, weil ihm Leipziger Professoren das Zeugnis guter wissenschaftlicher Bildungausstellten,nullo examine praevio et absens zum Baccalar promovirt.Id quod ad exemplumtrahi inposterum nulla ratione debet fügt der Decan hinzu. Auch dieses Beispiel hat aber späterNachahmung gefunden.

Nicht immer wurde übrigens an den gewohnten Promotiousterminen festgehalten. Ganzabgesehen davon, daß wegen Mangels an Candidaten die Prüfung ausfiel, so bestimmte z. B. derKurfürst, daß im Jahre 1630 die feierliche Promotion der in den beiden Baccalariatsprüfungen desS. 1630 zugelassenen Candidaten zur Erhöhung der Festlichkeiten bei der Jubelfeier der Augs-burgischen Confession am 3. Juli gemeinsam vollzogen werde. Auch kriegerische Nöthe undansteckende Krankheiten haben wiederholt den Aufschub der Prüfungen und Promotionen zur Folgegehabt, z. B. im S. 1631, S. 1632, W. 1632 und W. 1633, oder wie im S. 1633 zur völligenEinstellung der Promotion gezwungen.

4. Die Zahl der Promotionen. Ueber die Zahl der jährlichen Promotionen in derphilosophischen Facultät giebt die IV. Tabelle am Schlüsse der Einleitung Aufschluß. Die Zahl derPromotionen in jedem Jahrfünft läßt sich aus folgender Uebersicht ersehen:

im Jahres-

im Jahres-

Semester

Mag.

durchschnitt

Bacc.

durchschnitt

W. 1559

S. 1564

63

12,6

108

21,6

W. 1564

S. 1569

52

10,4

131

26,2

W. 1569

S. 1574

105

21

153

30,6

W. 1574

S. 1579

106

21,2

161

32,2

W. 1579

S. 1584

96

19,2

183

36,6

W. 1584

S. 1589

79

15,8

165

33

W. 1589

S. 1594

87

17,4

128

25,6

W.1599

S. 1604

91

18,2

114

22,8

W.1604

S. 1609

114

22,8

157

31,4

W. 1609

S. 1614

111

22,2

164

32,8

W. 1614

S. 1619

108

21,6

164

32,8

W. 1619

S. 1624

165

33

206

41,2

W. 1624

S. 1629

115

23

225

45

W. 1629

S. 1634

123

24,6

125

25

Die Zahl der Baccalariatsprüfungen ist von W. 1559 S. 1584 im steten Wachsen begriffen,fällt alsdann bis S. 1604, steigt dann bis S. 1629, um im letzten Jahrfünft des hier behandeltenZeitraums wieder rasch zurückzugehen. Die Zahl der Magisterprüfungen steigt in den ersten Jahr-fünften bis S. 1579, geht dann bis S. 1589 zurück, steigt dann mit Ausnahme der zwei Jahrfünftcvon W. 1609 S. 1619 zur größten Höhe im Jahrfünft W. 1619 S. 1624, um dann wiederzu fallen. Rechnen wir die Baccalariats- und Magisterpromotionen zusammen, so bemerken wirein Steigen bis in das mit S. 1584 endende Jahrfünft von 171 auf 279 Promotionen, dann sinkt die

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