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1 (1909) Die Immatrikulationen vom Wintersemester 1559 bis zum Sommersemester 1634
Entstehung
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S. 1598 Decan Georg Cremer. Dazu das Wappen des Decans. Schild, quadrirt. Imersten und vierten Feld sechszackiger weißer Stern auf blauem, im zweiten und dritten Feldgrüner Pinienzapfen auf weißem Grunde. Auf dem Hehn wachsend ein Mann in blauem Gewände, injeder Hand einen sechszackigen goldnen Stern haltend. Die Wappendecken weiß und blau.

Die folgenden Eintragungen zeigen in erhöhtem Maße das Bestreben nach reicher Aus-schmückung. Nicht nur sind die Ueberschriften in schöner Antiqua Kapitale, zum Theil mit rotheroder goldner Farbe, geschrieben, sondern es sind auch wiederholt, wie schon früher im W. 1592 undW. 1594, die Semestereintragungen durch drei rothe Linien eingefaßt worden.

W. 1605 Decan Andreas Eminenius. Dazu Wappen des Decans. Schild blau, getheiltdurch silbernen, mit drei rothen Rosen belegten Balken. Im oberen Felde wachsendes, links-gerichtetes Einhorn zwischen zwei goldnen siebenstrahligen Sternen, im unteren ein achtstraldigergoldner Stern. Auf dem gekrönten Helm wachsendes, linksgerichtetes goldnes Einhorn, die Wappen-decken rechts roth und silber, links blau und gold. Das Wappen auf violettem Grund in reichem, vonzwei weiblichen Figuren gehaltenem Renaissancerahmen. Darunter die Worte:Misericordias Do-mini cantabo. '

W. 1609 Decan Ambrosius Sonnewald. Dazu am Schluß poetische Beigabe:

Symbolum Imius Decani'.

Rebus in adversis mens sit tibi tota Leonis,

Lide Deo, namque hic jaciet meliora sequantur.

Im Unglück fuhr eyues Lewen Muhtt,

Trawe Gott. Es wirdt woll wieder gutt!

S. 1610 Decan Johannes Klinger. Dazu eine die ganze Seite einnehmende schwarze,hier und da mit goldnen Linien nachgezogene Federzeichnung. Unter einem hebräischen Citat einePalme, mit allerhand Gewürm an der Wurzel in ovaler Umrahmung. Darunter viereckige Cartouche.Darin die Inschrift:

Palma caput tollit celo ardua, cuius ad ima Chydri Rana loquax stabulantur et oppugnantproceres, quorum via consona recto est, Degeneres atque invida lingua.

Unter der Palme in rundem Schild die Initialen des Zeichners:S. M. L. C. studiosusLipsiensis

W. 1610 Decan Leonhard Agricola. Dazu Wappen des Decans. In rothem Schildwachsender Mann in weißem, grün aufgeschlagenem Gewand, mit schwarzem Hut, in der rechtenHand eine weiße Lilie haltend. Auf dem Helm zwei Büffelhörner, zwischen ihnenwachsend derMann wie im Schilde, aber ohne die Lilie, sich an die Hörner haltend. Aus den Hörnern wachsendweiße Lilien.

S. 1613 Decan Conrad Beyer. Dazu am Schlüsse der Eintragung der Vers:

Dignum laude virum Musa vetat mori.

Caelo Musa beat: caetera transeunt.

S. 1615 Decan Philipp Müller. Am Schlüsse der Eintragungen die Distichen:

Si mihi, Christe, faves, nil mundi caetera curo,

Non si me iubeas ire vel in nihilum.

Annihilata mihi nam reddes, sat scio, cordisTu, solatiolum deficimtis ms.

Mit dem S. 1616 schließt der dritte Band der philosophischen Matrikel.

Die folgenden Promotionsverzeichnisse der philosophischen Facultät finden sich in eineranderen dem Archiv der Facultät angehörigen Handschrift, bezeichnet Der Einband dieser Hand-schrift besteht aus starken, mit gepreßtem Pergament überzogenen Holzdeckeln, die auf der