LXV
W. 1574 Decan Erhard Hertel. Dabei ein farbiges Bildwerk. Christus in gelbem Unter-gewand und rothem Mantel. Im Heiligenschein drei rothe Lilien. In der rechten Hand hält derErlöser ein rothes Buch, auf dem ein weißes Lannn, eine rothe Fahne haltend, ruht. Darunter:
„ Vivo tibi moriorquc tibi, tibi, Christe, resurgo,
Tu mea vita Deus, tu mea, Christe, salus. 11
Die Eintragungen der folgenden Semester zeigen eine reichere Ausstattung In den Uebcr-schrifteu kommen die Farben roth und gold vielfach zur Verwendung.
W. 1579 Decan Burchard Harbart. Ueber der Semesterüberschrift schwarze Feder-zeichnung, großes Y. Aus dem Winkel zwischen den beiden oberen Schrägbalken erhebt sich einePalme, in deren Krone sich ein Nest befindet. Darin ein Pelikan, seine Jungen nährend. Unter demBildwerke die Verse:
„ Quo magis accumulas onus, hoc mage surgit in altumPalma, cadit pressor, sidera pressa cadit.
Tu sidens dextrum serves latus, ardua quamvisSit via: nam Christi sanguine tutus ms.“
S. 1586 Decan Christoph Meurer. Dazu Meurers Wappen. 1 )
S. 1589 Decan Joachim Tanck. Dazu Wappen. Schild blau, darin die drei Grazien aufgrüner Wiese, Kränze auf dem Haupt und Blumen in der Hand. Auf dem mit grünem Kranzegeschmückten Helm offener Flug, getheilt gold und blau mit verwechselten Farben. Ueber demHelm goldene Sonne und schwarzer Mond, darunter blauer sechsstrahliger Stern. Das goldneFeld ist in beiden Flügeln mit je einem blauen sechsstrahligen Stern belegt. Die Wappendeckenblau, schwarz und gold. Neben dem Wappen die Worte: „Pvv ttecö ml nom“.
W. 1590 Decan Johannes Friedrich. Am Schlüsse des Semesters poetische Beigabe:
„Lux tulit una fere nobis haec munia iuxtimArtus febrili corripuitque lue.
Lux rursum una fere finivit utrumque gravamen,
Semestrem longa ambage secida moram.
Laetior aut veniat quondam mihi functio, prorsumAut valeat. Tabes tua quoque lenta, vale!
M. Ioan. Frid. Wolffeshusiusiietf E^dfirjvov nvQsrhv.“
W. 1595 Decan Georg Feige. Dazu Wappen des Decans. Grüner Baum in weißemSchild. Auf dem Helm grüner Baum, die Wappendeckeu weiß und roth. Am Schlüsse des Semestersdie Verse:
„Nusquam tuta fides, fraudis sunt omnia plena,
Dum ridet, fallit dumque ait, ille negat.
Dum laudat, damnat, dum porrigit, abstrahit, heus tu!
Si cui quid debes credere, crede parum.“
S. 1597 Decan Andreas Ziegler. Am Schlüsse der Eintragungen folgende Verse:
„Functio principio fuit haec laetissima, finemIngens cepit dolor et tr istissima febris.
Febri ope divina saevoque dolore repulso
In charam prudens patriam iubet ire senatus
W. 1597 Decan Michael Wirth. Dazu das Wirth’schc Wappen. 2 )
>) Siehe Seite XYI zu W. 1591.
2 ) Siehe Seite XYI zu W. 1574.
DIE IÜNGERE MATRIKEL D. UNIV. LEIPZIG I.