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B. Die Promotionen.
1. Die philosophische Facultät. 1. Die Handschriften. Das Verzeichnis der zahl-reichen Promovirten der philosophischen Facultät für die Jahre 1559—1634 findet sich zunächst biszum Jahre 1565 in dem im Archiv der philosophischen Facultät als Matricula facultatis philosophicaevol. II. bezeichneten Bande, der von mir bereits an anderer Stelle beschrieben worden ist. 1 ) Esbeginnt mit der Rückseite des Blattes 161. Die Eintragungen, die der halbjährlich wechselnde Decanzu machen hatte, wurden nach dem Schlüsse des Semesters entweder von dem Decan selbst oder inseinem Auftrag von einem Schreiber vorgenommen.
Gegen das Ende des Bandes hin finden sich sehr stattliche Semesterüberschriften in AntiquaKapitale, die regelmäßig von der Hand eines Schreibers von Beruf herrühren, doch hat man, voneiner In it ial e, zu W. 1559 abgesehen, auf künstlerischen Schmuck verzichtet. Eine dichterische Gabehat zur Ausstattung der Matrikel nur der Decan des W. 1562, Joachim Camerarius, beigesteuert:
„ Christe, fave studiis, nos quae exercemus, honestis,
Ut te dante bonae floreat artis honor,
Hinc aliqui utque tuis succrescant coetibus aptiServiat inque opera his nostra probata tibi!
Tempus vota precestjue pias desiderat, in quodTam crebri impendent tristia fata mali.
At tu nos defende! Tua est clementia sola,
Unde venire salus te miserente potest.“
Mit dem Winter 1565 endet der zweite Band der Matrikel der philosophischen Facultät.Die folgenden Eintragungen bis zum Jahre 1616 sind in dem dritten Bande enthalten. Dieser dritteBand, der ebenfalls im Archiv der philosophischen Facultät aufbewahrt wird und die Signatur |-trägt, ist in Holzdeckel, die mit starkgepreßtem Pergament überzogen worden sind, eingebunden. DiePressung des Pergaments zeigt zwischen Zierleisten Medaillons mit Köpfen von Gelehrten und ganzeFiguren, darstellend die Tugenden: Charitas, Spes, Fides, Fortitudo. Vorderdeckel und Hinterdeckelsind in der gleichen Weise behandelt, außerdem aber durch Metalleckbeschläge gegen Abnutzunggeschützt worden. Von den zwei Metallschließen, die der Band ursprünglich hatte, ist der untereabgerissen. Auf den Rücken des Bandes hat man in späterer Zeit ein rothes, oben und untenmit goldener Leiste geschmücktes Schild aufgeklebt, das die Inschrift zeigt: MATRICULA | FAC.PHIL. | VOL. IH. | AB Ao. 1566—1616.
Der Band besteht aus nicht numerirten Pergamentblättern von 32 cm. Höhe und 20 cm.Breite. Das erste Blatt trägt auf der Vorderseite die Inschrift, Matricula Facultatis PhilosophicaeTertia 1 . Auf der Rückseite des Blattes liest man eine Mittheilung über die Anlage des neuen Bandesder Facultätsmatrikel: „In nomine aeterni, unius et solius Dei , Patris, Filii, qui est dominus nosterJesus Christus, et Spiritus sancti, Arnen. Incipit liber tertius Decani comparatus impensis Communi-tatis studii optimarum disciplinarum atque artium, cum iterum Decanus esset M. Hieronymus ZynausDipsensis anno Christi, Ac orijQog generis humani, millesimo quingentesimo sexagesimo sexto semestriaestivo. Indicati autem sunt consortes et collegae tum temporis gubernationis publicae studiorumoptimarum disciplinarum atque artium, quorum nomina sunt haec, ut sequitur:“ Es folgen alsdanndie Kamen der dem Lehrkörper der philosophischen Facultät angehörigeu Professoren.
’) Die Matrikel der Universität Leipzig (Leipzig 1897) II. p. XLV.