LIX
bis S. 1574 auf 430,6 steigt, im nächsten Jahrfünft erheblich fällt, dann wieder steigt und in demJahrfünft von AY. 1589 — S. 1594 sich nochmals bis 409,4 erhebt. Von IV. 1594 — S. 1614 schwanktdie Durchschnittsziffer der Inscriptionen im fünfjährigen Durchschnitt nicht erheblich, sinkt aber imW. 1604 — S. 1609 bis auf 321,2. Noch einmal in den fünf Jahren von AY. 1614 — S. 1619 erreichtdie jährliche Inscriptionsziffer im Durchschnitt die Zahl 373,2, um dann bis zum Ende der liierbehandelten Periode andauernd zu fallen.
Vergleichen wir die Ziffern der einzelnen Nationen, so sehen wir, daß die Angehörigen derWettiner Lande, die Meißner, durchweg die Führung übernommen haben. Sie bilden im Durchschnitt50 °/ 0 aller Inscribirten. Die kirchliche Spaltung hatte bewirkt, daß aus Oesterreich und Süddeutsch-land der Zuzug aushlieb. Die zahlreichen evangelischen Universitäten des Nordens thaten zugleichdem Besuch Leipzigs Abbruch.
Stellen wir die Zahlen derer, die unvereidigt geblieben sind und zum überwiegend größtenTheile — denn nur in einzelnen Fällen ist der Eintrag der späteren Vereidigung versehentlich ver-gessen worden — in Leipzig nicht zum Studium gelangt sind, nach Zeiträumen von je fünf Jahrenzusammen, so erhalten wir folgendes Bild:
Semester
Misn.
Sax.
Bav.
Pol.
Gesammt-
zahl
Jalires-
durclisclinitt
W.1561 —
S. 1564
75
21
2
17
115
23
W.1564 —
S. 1569
184
27
7
16
234
46,8
W.1569 —
S. 1574
287
42
9
9
347
69,4
W. 1574 —
S. 1579
226
46
10
29
311
62,2
AY. 1579 —
S. 1584
414
81
38
65
598
119,6
AY. 1584 —
S. 1589
479
142
32
88
741
148,2
W. 1589 —
S. 1594
552
215
31
80
878
157,6
AY. 1594 —
S. 1599
598
196
43
110
947
189,2
W. 1599 —
S. 1604
737
287
35
112
1171
234,2
W. 1604 —
S. 1609
702
344
52
165
1263
252,6
AY. 1609 —
S. 1614
793
397
37
171
1398
279,6
AY. 1614 —
S. 1619
944
483
64
243
1734
346,8
AY. 1619 —
S. 1624
1072
524
79
227
1902
380,4
W.1624 —
S. 1629
1260
327
66
267
1920
384
W.1629 —
S. 1634
1061
342
54
195
1652
310,4
Es erhellt daraus, daß in der Zeit von W. 1569 — S. 1574 die Zahl der Iniurati ein Maximumvon 69,4 im Jahresdurchschnitt erreichte, im nächsten Jahrfünft auf 62,2 hei, dann aber ununter-brochen bis zum Jahrfünft von W. 1624 — S. 1629 stieg, wo im Durchschnitt jährlich 384 Personeneingezeichnet wurden, die mit wenig Ausnahmen unvereidigt blieben. Ein Rückgang der Zahl der NonIurati trat im folgenden Jahrfünft ein. Immerhin wurden von solchen Non Iurati im Durchschnitt nochjährlich 310,4 in die Matrikel eingezeichnet.
Stellt man die Zahlen der Iurati und der Iniurati Gebliebenen zusammen, so ergiebt sich inden einzelnen Jahrfünften ein erheblicher Unterschied. Sehen wir von den ersten Jahren V. 1559his W. 1561 ab, für die die Angaben der Iniurati noch unsicher sind, so bilden die Iniurati Anfangsnur die Minderheit. W.1569 —S.1574 ist das Verhältnis 69,4: 430,6, W. 1589 — S. 1594 157,6:409,4, W. 1604 — S. 1609 schon 252,6: 321,2. Im W. 1619 — S. 1624 übersteigt die Zahl derNon Iurati bereits die Zahl der Iurati. Das Verhältnis ist 380,4 : 296, im folgenden Jahrfünft 384:273,8, im letzten 310,4:181,2. Die Zahl derer, die nicht zur Vereidigung kamen, also nicht Actustudentes gewesen sind, ist ständig gewachsen. Sie erreicht sogar in der schweren Zeit des dreißig-jährigen Krieges, in der die Zahl der Studirenden zumal an den durch Kriegsnöthe heimgesuchten
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