XXXIII
Mittelbau schmückt, eine schwarze Cartouclie, darin in Goldschrift „ Constantia“, unterm linken einegleiche Cartouclie mit der Inschrift „ Patientia Unter der Semesterüberschrift in der Mitte desRectors Wappen. Weißer Schild, darin zwei schwarze Rahen auf grünem Dreiberg, in den Schnäbelneinen mit einem Diamanten geschmückten Ring haltend. Aus dem mittleren Berg wachsen zwei blaueKornblumen. Auf dem gekrönten Helm schwarzer Rabe, einen Diamantring in der Kralle, im Schnabeleine blaue Kornblume haltend. Die Helmdecken blau und silber. Die Eintragungen in der altenForm, chronologisch, ohne Trennung der Iurati und Non Iurati.
W. 1630 Rector Christoph Preibisius. In beiden Handschriften die Eintragung einfachgehalten, in der alten Anordnung.
S. 1631 Rector Johannes Behm. Die Eintragung in beiden Handschriften einfach gehalten.Die Immatrikulirten wieder eingetheilt in „Qui iurarunt“ und „Qui non iurarunt“. In jeder Nationsind sie nach dem Vornamen alphabetisch geordnet.
W. 1631 Rector Johannes Hopfner. In beiden Handschriften gleich. Die Semesterüber-schrift in der Form eines barocken Epitaphs. In der Mitte der Text, Name und Würde des Rectorsu.s.w. Rechts an einem Pilaster Moses, links Christus. Ueber Moses liest man: „Johannes s. v. 17b vöfiog diu Mmoscog idöSr“, darunter: „Moses de me scripsit, Joh. s. v. Ip6“, über Christus: ,,o y/tQig xal}/ a)Jj&eiu Sta lyaov Xqi'gtov iysveto“, darunter: „Ego sum via veritas et vita, Joh. Up v. 6 U . Unter demText der Einleitung, zwischen den Postamenten der Pilaster, die den Text links und rechts abschließen,in einem von geflügelten Seejungfrauen umgebenen runden Medaillon das Wappen des Rectors, wiebei Heinrich Hopfner W. 1621. Die Iuscribirten werden in den beiden Gruppen „Qui iurarunt“ und„ Qui non iurarunt “ nach Nationen chronologisch, nicht alphabetisch angeführt.
S. 1632 Rector Georg Tobias Schwendendörffer. Die Eintragung in beiden Hand-schriften einfach. Die Inscribirten sind innerhalb der Nationen nach dem Vornamen alphabetischgeordnet, aber so, dass die Vereidigten und Nichtvereidigten nicht getrennt worden sind.
W. 1632 Rector Daniel Putscher. In beiden Handschriften füllt die Semesterüberschriftdie ganze Seite, ohne Schmuck. In B8 b unter der Ueberschrift eine Rose in schwarzer Federzeichnung.Die Inscribirten werden in zwei Gruppen „Qui iurarunt“ und „Qui non iurarunt “ nach den Nationenchronologisch, nicht alphabetisch aufgeführt.
S. 1633 Rector Philipp Müller. In B8 a großes, die ganze Seite füllendes Bildwerk inFarben. Links und rechts je ein Postament, auf dem sich eine Palme erhebt. Neben dem rechtenPostament steht eine bekleidete weibliche Gestalt, einenralmzweig in der Hand, den rechten Fuß auf eineblaue Kugel gestützt, zu ihren Füßen ein Löwe, neben dem linken Postament eine bekleidete weiblicheGestalt, eine Krone auf dem Haupte, betend, ein Lamm zu den Füßen. Die eine ist als Constantia,die andere als Patientia bezeichnet. In der Palmkrone rechts ein Kästchen, darauf die Inschrift:„vis et dolus“, in der Palmkrone links ein gleiches Kästchen mit der Inschrift: „Calumnia, Invidia “.Ueber dem Bildwerk ein Spruchband: „Psalm 10%: Auxilium meum a Domino, qui fecit coelum etterram“. Unter dem Spruchbande zwei geflügelte Putten, in Wolken schwebend, zwei gekreuzteScepter haltend, zwischen die ein geöffnetes Buch gebunden ist, Palmzweige in den anderen Händen.Unter den Putten zwischen den Kronen der Palmen Müllers Wappen. Schild roth, darin grüner Berg,auf diesem grünes Kleeblatt auf langem Stengel, umgeben von je einer weißen Blume. Auf dem Helmdie Blumen roth. Die Wappendecken roth und silber. In B8 b findet sich das Bildwerk in schwarzerFederzeichnung ausgeführt. Unter der Semesterüberschrift, die den Raum zwischen den Palmenfüllt, eine poetische Beigabe:
„ Quod post horribiles [!] Bellonae litisque tumultusSperatum intravit nostra carina vadum,
Ch'atia, Christe, tua est: Non XJrbcm exurere nostramHolkia vis potuit, Te prohibente nefas.
DIE IÜNGERE MATRIKEL D. UNIV. LEIPZIG I.
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