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1 (1909) Die Immatrikulationen vom Wintersemester 1559 bis zum Sommersemester 1634
Entstehung
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und die von den evangelischen Universitäten im 17. Jahrhundert gegen ihn beschlossenen MaßregelnRücksicht nimmt. Sie schiebt nach dem zweiten Punkt des Gelöbnisses folgendes ein:

Tertio : Me detestabilem illam, quae hactenus Euangelicas Germaniae Academias quasdampervasit, labem, Pennalismum, ex animo exeeraturum neque ad ea, quae secum fert fovenda, resus-citanda, quicquam agendo vel patiendo aut contulisse aut collaturum esse, et quem simile quid moliriintellexero, quemve Sei'enissimorum Principum aut Academiarum confoederatorum edictis contravenirescivero, indicaturum, vestitu etiam honesto et studiosum bonarum literarum decente esse usurum.Nach diesem Zusatze folgen als 4. 5. und 6. Punkt die Punkte, die in dem Eide von 1579 an 3. 4. und5. Stelle stehen. Getilgt sind in dem Zusatze, der in B8 b fehlt, nachträglich die Worte:aut contulisseaut. Der Eid, daß man sich des Pennalisnms nicht schuldig gemacht habe, wurde also später nichtmehr verlangt. Nur für die Zukunft sollte man sich der Unsitte enthalten. Dem Eid gegenüber schönesSchwurblatt: Christus am Kreuze. Rechts vom Kreuze der schwarz und weiß getheilte, mit zweigekreuzten rothen Schwertern belegte Schild des Erzmarschalls, links der sächsische Schild, dreischwarze und drei goldne Balken wechselnd, mit dem grünen Rautenschrägbalken. Unter denSchilden je ein aufrecht gestelltes silbernes Scepter. Das rechte zeigt über dem Griff einen Schildmit goldnem Adler in rothem Felde, am untern Ende noch ein Wappen, dessen Farben aber durchVerwischen unkenntlich geworden sind. Das linke Scepter hat über dem Griff einen Schild, gold,durch vier schwarze Balken gespalten, und einen andern mit zwei goldnen übereinander gestelltenLeoparden in rothem Felde. Am unteren Ende des Scepters befindet sich ein Schild, das einenschwarzen Löwen in silbernem Felde zeigt.

Die Eintragungen beginnt mit dem S. 1627 der Rector Johannes Behm. In beiden Hand-schriften die Semesterüberschrift in reicher architektonischer Umrahmung, goldne Antiqua Kapitaleauf schwarzem Grunde. Darunter in Cartouche: Christum lieb haben ist besser denn alles Wissen.Ephes. im S. Kapitel. Ueber der Semesterinschrift das Wappen des Rectors. Schild roth, daringoldnes Mühlrad. Auf dem Helm stehend, Justitia mit Schwert und Wage. Wappendecken gold undroth. Die Eintragungen inB 8 a in zwei Columneu, von Linien umrahmt, zeigen eine andere Anordnung,als sie bisher üblich war. Erst kommen Qui iurarunt, dann Qui non iurarunt der vier Nationen.Die Vereidigten, wie die Nichtvereidigten sind dabei nicht nach der Zeit der Immatrikulation, sonderninnerhalb jeder Nation nach dem Vornamen geordnet. In B 8 b dagegen hat man in alter Weisechronologisch die Immatrikulirten, Iurati und Non Iurati, nach der Zeit der Immatrikulation durch-einander, aufgezeichnet.

W. 1627 Rector Franz Kest. In beiden Handschriften gleich. Die Semesterüberschrift inreich geschmücktem Rahmen, an den auf der einen Seite die Justitia mit Wage und Schwert, auf derandern Seite eine weibliche Gestalt, einen Kranz und eine Palme haltend, sich aulehnt. Oben dasWappen Kests. Natürlicher Hirsch, nach rechts springend, in rothem Feld. Auf dem gekrönten Helmwachsend, geflügelter Engel, in jeder Hand eine Hirschgeweihstange in natürlicher Farbe haltend.Die Wappendecken roth und gold. Die Eintragungen verschieden angeordnet in beiden Handschriftenwie im Semester vorher.

S. 1628 Rector Wilhelm Schmuck. In beiden Handschriften gleich. Schwarze Feder-zeichnung. Name des Rectors und Würde in ovalem Rahmen. Die folgenden Worte:perscripti suntin album inclytae Lipsiensis academiae iuxta seriem quatuor nationum, quorum nomina sequunturauf einem Vorhang, der zwischen zwei Säulen ausgespannt ist, auf denen weibliche Figuren stehen.Als Zeichner nennt sich Martin Christenius a Jcgerndorff Silesius, ein Student, der im Sommer 1628immatrikulirt wurde. Die Eintragungen in alter Weise, Iurati und Non Iurati nach der Zeit derInscription geordnet.

W. 1628 Rector Johannes Zeidler. In beiden Handschriften gleich. Die Semesterüber-schrift in reich verziertem, figurengeschmückteni Rahmen. Darunter Zeidlers Wappen. Schild quadrirt.