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1 (1909) Die Immatrikulationen vom Wintersemester 1559 bis zum Sommersemester 1634
Entstehung
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bestimmende Einflüsse darzulegen. Audi bin ich mir dessen wohl bewußt gewesen, daß eine solcheBearbeitung eine unendlich zeitraubende und mühselige Aufgabe voll Entsagung darstelle, die fürden Herausgeber wenig Befriedigung in sich trägt und auf noch weniger Anerkennung bei andernrechnen kann. Doch glaubte ich, daß es angesichts der großen Wichtigkeit, die die LeipzigerUniversitätsmatrikel nicht blos für die Geschichte der altehrwürdigen Hochschule, sondern auch für dieGelehrten- und Familiengeschichte, wie für die Geschichte des geistigen Lebens Sachsens und ganzDeutschlands besitzt, in jedem Falle besser sei, die Matrikel, wenn auch in der verkürzten Form einesRegisters, der Benutzung zu erschließen, als mit Rücksicht auf die Höhe der Druckkosten auf ihreHerausgabe ganz zu verzichten.

Lediglich um eine Verwechselung mit dem in dem Codex diplomaticus veröffentlichten älterenTeile der Matrikel zu vermeiden, mußte für die Fortsetzung ein anderer Titel gewählt werden. Ichhabe sie als die jüngere Matrikel bezeichnet.

Ueber die Handschriften, die Ausstattung und Form der Semestereintragungen, über dieAnzahl der in jedem Semester Inscribirten, der Non Iurati oder Depositi, wie der der Iurati oderPromittentes, über die Anzahl der in jedem Jahre Promovirten, über die Rectoren, die die Immatri-kulationen vorgenommen haben, über die Decane der philosophischen Facultät, unter denen promovirtworden ist, über alle diese Fragen, über die sich der Leser aus dem Abdruck der Matrikel sofortselbst hätte unterrichten können, mußten die Einleitungen zu den einzelnen Bänden und die beigefügtenstatistischen Tabellen ausführlicher Auskunft geben. Doch habe ich mich dabei auf das unumgänglichNothwendige beschränkt und nur das angeführt, was der Benutzer des Registers, dem der Einblick indie Matrikel selbst versagt ist, von ihr zu wissen verlangen kann. Von einer Darlegung desPromotionswesens, von einer eingehenden Behandlung der Ergebnisse des statistischen Materialshabe ich Abstand genommen, da ich darüber in der demnächst erscheinenden Geschichte derUniversität Leipzig zu berichten haben werde.

Bei der großen Menge der zu verzeichnenden Personen- und Ortsnamen erwies sich eineTheilung nach Zeitabschnitten nothwendig. Die Theilung in drei Bände, von denen der erste die Zeitvom W. 1559 bis S. 1634, der zweite die vom W. 1634 bis S. 1709, der dritte die vom W. 1709 bisS. 1809 umfaßt, ist durch kein einschneidendes Ereignis in der Geschichte der Hochschule, durchkeinen wichtigen Wechsel in der Form der Immatrikulation, sondern lediglich durch die Rücksichtauf den Umfang bestimmt worden. Wie die ältere Matrikel von 14091559 etwas über 40000 Im-matrikulationen anführt, so entfällt auf jeden der drei Bände der jüngeren Matrikel eine ungefährgleich große Anzahl.

Aufs engste schließt sich die jüngere Matrikel in den für die Herausgabe befolgten Grund-sätzen, in der Anordnung des Druckes und in der Orthographie dem Registerbande der älterenMatrikel an, dessen Anlage wieder durch das für den Codex diplomaticus Saxoniae regiae festgesetzteSchema bedingt war. Nur insofern liegt ein Unterschied vor, als eine Trennung in ein Personen- undOrtsregister stattgefunden hat, die sich für die ältere Zeit, wo der Familienname häufig durch dendes Geburtsortes ersetzt wurde, nicht empfahl.

Im Personenregister sind die Immatrikulirten nach dem Familiennamen streng alphabetischgeordnet. Gingen die Lesarten der beiden völlig gleichwerthigen Handschriften, die wir von der