Vorhang verhüllt wird, der, in breiten Falten herabhängend, den Hintergrund bildet. Der Decanträgt schwarze Allongeperrücke und einen schwarzen Saninietniantel, dessen doppelter Kragen voneiner breiten, aus abwechselnd grauen und weißen Dreiecken von Pelzwerk zusammengesetzten Kanteumsäumt wird. Die linke Hand ruht auf dem Barett, während der rechte Arm unter dem Mantel ver-borgen bleibt. Der Mantel, am Halse geöffnet, läßt eine weiße Halsbinde sehen. Durch zwei blaueBänder ist unten am Bildrahmen das AVappen des Decans befestigt. Schild, getheilt durch aufsteigendegeschweifte Spitze. In den beiden oberen Feldern, gegen einander gekehrt, je ein goldener aufrechtschreitender, rotli gezüngter und doppelt geschwänzter Löwe. In der Spitze auf rothem Grundeein naturfarbener gepanzerter Krieger, mit beiden Händen ein Schwert schwingend. Auf demgekrönten Helm wachsend der gepanzerte Krieger. Die AA r appendecken rechts schwarz und gelb,links rotli und Silber. Endlich findet sich zu S. 1743 das in AA'asserfarben gemalte, von einem goldnenRahmen umgebene Bild Christian Gottlieb Jöchers. Jöcherin halber Figur, angethan mit schwar-zem Rock, weißem Halstuch und weißen Spitzenbäffchen und mit übergeworfenem Mantel, trägteine große weiße Allongeperrücke. Das Gesicht ist ein wenig nach rechts gewandt, die rechteHand, docirend, erhoben. Hinter der Figur links eine Säule, rechts ein rother A 7 orhang. Zwischenbeiden hindurch Blick auf eine Bibliothek. Unter dem Bilde in reicher Umrahmung auf schwarzemGrunde Jöchers AVappen. Schild quadrirt. Im ersten und vierten Felde je eine goldene Krone aufsilbernem Grund, im zweiten und dritten Feld goldner und blauer Schach. Auf dem gekröntenHelm wachsend, ein Mann in blauem Gewand und mit blauem Hut, in der Rechten haltendeine auf die rechte Schulter gelegte blaue Stange, die in eine zweizinkige goldene Hacke ausläuft.Die AA r appendecken blau und gold
Neu treten im 18. Jahrhundert am Schlüsse der Eintragungen Ornamente aus vielfachverschlungenen, mit der Feder gezeichneten schwarzen Linien und ALgnetten mit pflanzlichem oderfigürlichem Schmuck auf. So finden wir am Ende des AA r . 1734 eine Vignette, zusammengesetztaus Palmen und Blättern mit zwei Tauben, zu AA r . 1735 einen Lorbeer- und einen Palmenzweiggekreuzt, zu S. 1738 eine fliegende Putte, in jeder Hand einen Zweig haltend, zu AAL 1738 einePalme zwischen je zwei Bäumchen und zwei AA r einstöcken, zu AA r . 1739 eine Minerva, in derRechten einen Speer haltend, sitzend in barocker Umrahmung, zwischen blumengefüllten Füll-hörnern, zu AV 1743 eine dreisaitige Lyra, dahinter gekreuzt zwei Lorbeerzweige, Der Zeichnernennt sich auf dem unteren Th eile der Lyra nach den Anfangsbuchstaben seiner Vor- und seinesFamiliennamens J. C. S. Darunter steht die Jahreszahl 1745, ein Beweis, daß die Eintragung erstzwei Jahre nach abgelaufenem Decanat geschah. Am Schlüsse des AV. 1745 finden wir in schwarzerFederzeichnung einen von einer Lilie gekrönten Obelisk, dessen Spitze mit Bandschleifen undBlumen geschmückt ist. Links und rechts am Fuße des Obelisken je ein Vogel mit Zweig imSchnabel. AA r eitere fein ausgeführte Schluß Vignetten in schwarzer Federzeichnung finden sich zuS. 1746, AAL 1746, AV. 1749, S. 1752, AAL 1754, S. und AAL 1756, S. und AAL 1757, S. und AAL 1758.Zu der Rococovignette am Schlüsse des S. 1759 nennt sich der Zeichner: „Sor. Joh. GotfriedBodinus SS. Theol. stud. Francohusa Schivarzeburgieus“. Die Eintragungen des AAL 1759 schließenmit einer hübschen ALgnette. Eine gekrönte Büste auf Postament, am Fuße des PostamentsBücher und eine Leyer, links und rechts Lorbeerzweige, die Umrahmung bildend. Zeichner: If. W.Am Schlüsse von S. 1760 sehr fein ausgeführt, ein Merkur, einen sich bäumenden Pegasus zügelnd,zu AAL 1760 Muschelornament, zu S. 1761 fein ausgeführte Rose mit Knospe an blattgeschmücktemStil, zu S. 1764 Meermuschel mit reich gekraustem Rand, daraus ein AA T asserstrahl emporspringend.
Mit dem S. 1766 schließt der Band der philosophischen Matrikel, der mit 1718 eingesetzthatte. Der Decan des AVintersemestcrs Carl Andreas Bel und seine nächsten Nachfolger habenes unterlassen, ihren Bericht über die Promotionen einzutragen. Den ersten Anstoß zu derVersäumnis mag der Umstand gegeben haben, daß der letzte Band der Matrikel aus dem