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3 (1909) Die Immatrikulationen vom Wintersemester 1709 bis zum Sommersemester 1809
Entstehung
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B. Die Promotionen.

I. Die philosophische Facultiit. 1. Die Handschriften und ihre Ausstattung. DiePromotionsverzeiclmisse der philosophischen Facultät für die Zeit vom W. 1709 bis S. 1809 findensich zunächst in dem in der Einleitung zum zweiten Bande der jüngeren Matrikel beschriebenenfünften Bande der im Archiv der Facultät aufbewahrten Matrikel, der mit dem W. 1717 schließt. 1 )

Die Fortsetzung giebt eine andere Handschrift des Archivs der philosophischen Facultät,die die Promotionslisten bis S. 1766 einschließlich enthält.

Die Handschrift, die auf dem Rücken die neue Signatur B5 b trägt, 39 cm. hoch und25,5 cm. breit, ist in Holzdeckel gebunden, die mit Pergament überzogen sind. In der Mitte derVorderseite des Vorderdeckels, umrahmt von Renaissanceleisten, eingepreßt, das Bild Luthersmit der Unterschrift;Martinus Dwtherus. DarüberMatricula philosophiae , darunter die Jahres-zahl1719. Auf der Rückseite des Hinterdeckels dasselbe Bild des Reformators.

Auf zwei Papiervorsatzblätter folgen 139 Pergamentblätter von 37,8 cm. Höhe und24,3 cm. Breite, die bis zum S. 1757 nach den Seiten, im Ganzen 239, numerirt worden sind. ImAnfänge der Handschrift liegt ein Blatt mit folgender Bemerkung:Quum proh dolor! kiecc Uberinde a triginta amplius annis non continuatus , imo per multos annos singulari quodam fato e museonostro absens fuerit, saltem seriem Decanorum ab amplissimo ordine electorum, missa reliquorum mu-nerum recensione, meo sumtu continuari necessarium duxi : id quod etiam in posterum libenter faciam.Magistrorum ab eodem ordine creatorum catalogus in alio exstat libro. Lips. d. 5. Mail. 1798. Ioh.Geo. Eck. h. t. Decanus. 11

Geschrieben ist der ganze Band von Schreiberhand durchweg calligraphisch, bald inAntiqua Kapitale, bald in Fractur, bald in gewöhnlicher Cursive. Nicht selten haben die Einträgedas Aussehen eines Druckes oder eines Stiches. Häufig werden in einer Eintragung die ver-schiedensten Schriftformen angewandt. Die Folge ist, daß sie trotz der aufgewandten Mühe un-ruhig wirken. Die Einleitungen mit den Namen des Decans und der Beamten erscheinen in derForm einer Inschriftentafel oder eines Diploms, in dem die Länge der einzelnen Zeile nach künst-lerischen Gesichtspunkten wohl abgemessen ist. Besonders wurde der Name des Decans hervor-gehoben. Im W. 1735, W. 1737, W. 1738, W. 1739, W. 1743, W. 1744 und S. 1745 ist er inrother, im W. 1740 in blauer Farbe gegeben, im W. 1737 ist die Initiale des Namens mit Blatt-werk verziert. Auch sind die Ränder der schwarzen Buchstaben häufig mit goldener Farbenachgezogen, die großen Anfangsbuchstaben auch reich mit Schnörkeln versehen worden.

Der bildliche Schmuck tritt gegenüber den früheren Matrikeln sehr zurück. Zu W. 1712ist ein Kupfer eingeklebt. In ovalem, auf einem säulenartigen Untersatz stellendem Rahmen dasBild des Decans Job. Burchard Mencke. Auf dem Untersatze die Inschrift:Joh. BurclmrdusMenckenius J. U. D. lieg. Maj. Pol. Consil. et Historiographus Ilist. P. P. et Societ. Reg. Britann.Socius Nat. A. 1671 d. S. April. Das Medaillon ist in einen viereckigen Rahmen gestellt, vondessen oberem Theile ein auf der linken Seite geraffter Vorhang in schweren Falten herabfällt.Mencke ist in einem reichen, an der Brust geöffneten und das Spitzenchemisette zeigenden Staats-kleid, mit übergeworfenem Mantel und mit Allongeperriicke dargestellt.

Zu W. 1721 findet sich das Brustbild des Decans Lehmann in schwarzem, mit Goldleistenverziertem Rahmen, in Wasserfarben gemalt. Lelnnann sitzt an einem mit rother Decke bedecktenTisch, auf dem ein Barett liegt. Im Hintergründe eine Säule, deren oberer Tlieil von einem braunen

) Siehe Seite xxxvii.