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3 (1909) Die Immatrikulationen vom Wintersemester 1709 bis zum Sommersemester 1809
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der verschiedenen Nationen folgendermaßen dar. Von 1802 inscribirten Promittentes warenMeißner 925, Sachsen 306, Bayern 211 und Polen 450, oder in Procenten ausgedrückt Meißner 48,Sachsen 16, Bayern 11,2 und Polen 23,8 °/ 0 . In dem folgenden Jahrfünft W. 1714 S. 1719wurden 1993 Promittentes in die Matrikel eingetragen. Davon fielen auf die Meißner 958, aufdie Sachsen 344, auf die Bayern 195 und auf die Polen 496, oder in Procenten ausgedrückt aufdie Meißner 48, auf die Sachsen 17, auf die Bayern 10 und auf die Polen 25°/ 0 . Im Verhältnis zuden anderen Nationen sind die Meißner an Zahl etwas zurückgegangen. Rechnet man ihnen fürden Kurkreis von den Sachsen noch etwa 6 und für die Lausitz von den Polen 10 °/ 0 zu, so wirdman zur Annahme von ungefähr 64 °/ 0 Landeskinder gelangen. Offenbar ist die Zahl der Fremdenim Verhältnis zu den Einheimischen im 18. Jahrhundert trotz der (iriindung neuer Universitätenin den evangelischen Theilen des Reiches wieder gewachsen. Die außerordentlich günstigegeographische Lage der Stadt Leipzig an den großen Verkehrswegen, die vom Westen nach demOsten, vom Süden nach dem Norden führten, machte ihre alte Anziehungskraft geltend. Schondurch seinen Handel war Leipzig weithin bekannt, und die Beziehungen, die seine rührigeKaufmannschaft zu allen großen Handelsplätzen Europas hatte, veranlaßten so Manchen geradehierher seine Schritte zu lenken. Aus allen Ländern Europas strömten Studirende ihm zu. Großist die Zahl der Russen, Balten, Polen und Ungarn, aber auch aus der Türkei, aus England,Frankreich, Italien und den nordischen Staaten recrutirte die Leipziger Studentenschaft. Selbstvom Cap der Guten Hoffnung, von den Antillen, aus Nordamerika wie von Ostindien habenStudirende deutscher Herkunft sich hier immatrikuliren lassen. Dazu kam, daß das studentischeTreiben in einer Stadt mit einer reichen und gebildeten Bürgerschaft viel von der ihm ursprünglichanhaftenden Roheit verlor, daß der Leipziger Student sich im 18. Jahrhundert durch eine gewisseUrbanität der Sitten auszuzeichnen begann, die ihn von dem absichtlich gezeigten derben Gebührender Angehörigen kleinstädtischer Hochschulen unterschied. Die Zahl der Adeligen, der aus-ländischen, wie der kursächsischen wuchs daher sehr erheblich an. Dazu kam endlich, da ß nicht mehr,wie noch im 17. Jahrhundert, die confessionellen Gegensätze auf den Besuch der Universitäteneinwirkten. Wenn auch langsam, so wuchs doch im Zeitalter der Aufklärung die Zahl derKatholiken, die aus Süddeutschland und aus Oesterreich nach dem protestantischen Leipzigkamen, um sich hier den academischen Studien zu widmen.

w.

1709-

-S. 1714

dp.

432 dp. et

w.

1714-

-S. 1719

342

w.

1719-

-S. 1724

dp.

221

w.

1724-

-S. 1729

119

AV.

1729-

-S. 1734

73

AV.

1734-

-S. 1739

52

AV.

1739-

-S. 1744

76

AV.

1744-

-S. 1749

83

AV.

1749 -

-S. 1754

85

AV.

1754-

-S. 1759

71

AV.

1759-

- S. 17 64

125

AV.

1764-

-S. 1769

111

AV.

1769-

-S. 1774

196

W.

1774

-S. 1779

194

AV.

1779

-S. 1784

201

W.

1784-

-S. 1789

142

prom. u. prom.

1992

Jahresdurchschnittder Prom.

398,4

1993

398,3

idp. u. i.

1971

394,2

2097

419,4

1955

391,0

1830

366,0

1925

385,0

1786

357,2

1767

353,4

1414

282,8

1786

357,2

1971

394,2

1799

359,8

1843

368,6

1917

383,4

1858

371,6