Die Berlin-Stettin» Eisenbahn. 11
kenswerth sind vorzüglich die am Marktplatze. DasFabrikwesen der Stadt ist von großer Bedeutung.Vor dem neuen Thore sind die Fabriken für Stahl-und Eisenwaaeen. Eine halbe Stunde von Neustadtist der Zainhammer, jetzt eine große Knochenbren-nerei und Knochenstampfmühle, hier ist auch die schöneParthie des Wasserfalles der Schwärtze. Eine halbeStunde nördlich liegt der Kupferhammer, welcher1663 angelegt wurde. Es werden hier jährlich über3666 Centn er Kupfer und 1Z66 — 2666 Centner Zinkverarbeitet. Gegen einen kleinen Betrag für die Kassedes Wittwenfonds, wird dem Besucher die ganze Einrich-tung detaillirt. Eine Achtel Meile von hier liegt derhöchst sehenswerthe Eisenhammer. Drei ViertelMeilen von der Stadt bei dem Dorfe Heegermühleist das große Messingwerk, bereits 1697 vom Kur-fürsten Friedrich III. angelegt, eine der größten Fa-briken dieser Art; es werden hier jährlich über 3666Centner Messing bearbeitet, die dem Staate einen Ge-winn von '12666 Thaler verschaffen. Hieran schließensich, die bedeutende Papiermühlen zu Spechtshausenund Wolfswinkel mit dazu gehörigen Stampfham-mermühlen, und eine nicht minder sehenswerthe Stein-gutsabrik. Alle diese Punkte, wohin auch noch dieDörfer Chorinchen und .Lichterfelde (S. 17 :c.)gehören, werden zu Spaziergängen benutzt; wozu mansich auch der Wagen (für 1 bis 1^ Rthlr.) bedie-nen kann.
Die Heilquellen der Stadt sind schon aus altenZeiten her bekannt und wichtig und zeigen sich vorzüg-lich erfolgreich bei Gichtleiden, Hautausschlägen undHysterie. Das Bad erfreut sich deshalb auch einesnicht unbedeutenden Besuchs und hat wegen seiner ro-mantischen Lage ein doppeltes Interesse.