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2 (1909) Die Immatrikulationen vom Wintersemester 1634 bis zum Sommersemester 1709
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wurden, stehen 892, den 11288 Iurati aus den 25 Jahren von W. 1684 S. 1709 1546 Promovirtegegenüber, das heißt in der ersten Periode haben 20,5 °/ 0 , in der zweiten nur 13,7 °/ 0 einenacademischen Grad erworben. Vergleichen wir insbesondere die Baccalariatsproraotionen mit derZahl der Inscriptionen, so stehen den 4345 Iurati der ersten Periode 480, den 11288 Iurati derzweiten 692 Baccalarien gegenüber, das heißt in der ersten Periode sind 11,05% der IuratiBaccalarien, in der letzten dagegen 6,1 % geworden. Das Verhältnis wiederholt sich bei denMagistern. In den ersten 25 Jahren der hier behandelten Zeit haben 9,9 °/ der Iurati die Magister-würde erlangt, in den letzten Jahren dagegen nur 7,5. Während aber in den ersten fünf Jahr-fünften von 480 Baccalarien 412 mithin 85,9 % zur Magisterwürde gelangteu, stehen in den letztenfünf Jahrfünften von W. 1684 bis S. 1709 den 692 Baccalarien 854 Magister gegenüber. Es hängtdies damit zusammen, daß die Zahl der Scholaren, die sich mit dem Baccalariat begnügten, immergeringer wurde, die weit überwiegende Mehrzahl die Magisterwürde erwarb und eine steigendeAnzahl beide Würden zusammen an demselben Tage erlangte.

5. Die Länge der Studienzeit ist nach dem Durchschnitt schwer zu berechnen, da wir invielen Fällen nicht darüber unterrichtet sind, wann mit den Studien begonnen wurde, ob der Promovirtesie nicht unterbrochen oder aber, ob er schon an einer andern Hochschule studirt hatte. Die Ergeb-nisse der Untersuchung sind daher für die einzelnen Semester, wie wir schon in der Einleitung zum1. Bande gesehen haben, außerordentlich schwankende. Mehrere Beispiele mögen dies erläutern.

Am 16. April 1653 wurden 13 Baccalarien promovirt:

Zobelius Thom. Frdr. Schneberg. Misn. n. 16 gr., iur. W. 1651.

Göringius Joh. Lips. n. S. 1639, iur. ?

Walther Abr. Ciza Misn. n. S. 1640, iur. 1651.

Schmidt Bernh. Cygnaeus n. S. 1645, iur. W. 1651.

Wecker Joh. Christoph. Dresden, n. S. 1645, iur. S. 1647.

Deuterich Joh. Heburgen. i. S. 1646.

Jacobi Joh. Weida Varisc. n. S. 1647, iur. 1651.

Töpfer Joh. Numburgen. i. S. 1649.

Friccius Hnr. Brunsviga Schöppensteten, n. S. 1649, iur. ?

Köler Christ. Bethania-Siles. n. W. 1649, iur?

Schmiedeil Joh. Lips. n. S. 1650, iur. ?

Matsperger Joh. Andr. Aug. Vindel. i. S. 1651.

Sauerbier Christoph. Ern. Sclileusinga Franc, i. W. 1651.

Wenn wir diejenigen ausscheiden, bei denen der Beginn der in Leipzig betriebenenStudien ungewiß bleibt, so erhalten wir ein durchschnittliches Studium von 4 5 Semestern. Vonden 16 Magistern, die am 27. Januar desselben Jahres ihre Würde davon trugen, waren zwei imS. 1650, einer im S. 1651, acht im W. 1652, drei im S. 1652, zwei im W. 1652, kurz vor derMagisterpromotion Baccalarien geworden. Es ergiebt dies für die Baccalarien eine weitereStudienzeit von 2 3 Semestern, zusammen ein academisches Studium von 68 Semestern.

Am 21. IV. 1674 wurden acht Baccalarien promovirt:

Stübelius Andr. Dresden, dp. W. 1661, iur. W. 1673.

Zobelius Enoch. Schneeberg. Misn. dp. S. 1668, i. W. 1672.

Mylius Nathan. Freireita Varisc. n. S. 1665, i. S. 1671.

Schilling Wolfg. Hnr. Grünberg. Misn. dp. S. 1666, i. W. 1672.

Thönnickern Joh. Dav. Jessena Sax. dp. S. 1667, i. W. 1672.

Ludwig Joacli. Christoph. Schlaiza Varisc. dp. S. 1669, i. W. 1672.

Freyberg Christoph. Bischoffswerden. Misn. dp. S. 1669, i. W. 1672.

Fibiger Joh. Adam Löbavia Lusat. dp. S. 1671, i. S. 1671.