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2 (1909) Die Immatrikulationen vom Wintersemester 1634 bis zum Sommersemester 1709
Entstehung
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XXXVII
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XXXVII

W. 1648 Decan Leonhard Ursinus o. Behr. Beigegeben ein großes, die ganze Seitefüllendes farbiges Bild. Offene Landschaft, im Hintergründe Palmen, Gebüsch und ein Fluß, amHorizont Berge, in der Ebene Kälber und ein Bär. Im Vordergründe eine Palme, links davon einKalb, rechts davon ein Bär, beide grasend. Darunter die Worte:Esaiae XI. v. 7: vitulus et ursuspascentes simul Darunter zwischen zwei musicirenden Engeln in barocker Umrahmung das Wappendes Decans auf hellrosa Grund.Q

S. 1649 Decan Philipp Müller. Am Schlüsse der Eintragungen die Distichen:

Quantum concessit tua feci gratia, Christe,

Ut potiar potu, tu quoque, Christe, iuva.

Spes infida, vale! valeat quoque gratia mundi!

Quem deludatis, quaerite tunc alium.

W. 1649 Decan Friedrich Leibnitz. Als Beigabe das Brustbild des Decans in schmalemGoldrahmeu. Das Gesicht von gesunder, röthlicher Farbe, umgeben von lockigem, braunem Haupt-haar, hohe Stirn, dürftiger brauner Schnurr- und Kinnbart. Angetlian ist der Decan mit schwarzemGewand und breitem, weißem Spitzenkragen. Die Hände sind von weißen Spitzenmanschettenumgeben. Die Linke ruht auf der Brust, die Beeilte umfaßt ein Buch. Im Hintergründe eineSäule, daran das Alter des DecansA. Aet. LII. Am Schlüsse der Eintragungen ein die Jahres-zahl enthaltendes Distichon:

OMI nor Isto anno responset In Igne Iehova!

SVe CIs eX Vrbe In Vita VlanDa Via est.

S. 1650 Decan Christian Friedrich FrancKenstein. Der Einleitung des Semestersist ein großes, die ganze Seite füllendes Bildwerk in barockem Goldrahmen beigegeben. Links steilaufsteigender Berg, am Abhange Apollo, im Kreise der neun Musen sitzend. Auf dem Berge der blaugeflügelte, weiße Pegasus, springend. Darüber in goldner Schrift:tlUE X/U'XIK AKOA. VomFelsen herab ergießt sich die kastalische Quelle. Hinter dem Felsen geht die Sonne auf. Rechts vondem Felsen eine weite, von Bergen begrenzte Ebene. Die Strahlen der aufgehenden Sonne vertreibendas dunkle Gewölk und die Vögel der Nacht und zwingen die wilden Thiere, in den Höhlen derBerge eine Zuflucht zu suchen. Im Vordergründe sieht man einen pflügenden Bauer und einenim Weinberge arbeitenden Winzer. Unter dem Bilde in goldner Schrift auf schwarzem Grunde:

Septentrionis dira monstra disjicitAurora , pacis et caballinum catisFontem Deabus reddit, o pax aurea.

Pietati cultrix, proprium musis bonumManeto semper propriumque LipsiaeA

In besonderer Umrahmung oben am Bilde das Wappen des Decans. In rothem Schilde einsilberner Pelikan in goldnein Neste, seine Jungen nährend. Auf dem gekrönten Helm offenerFlug, getheilt Silber und rotli mit verwechselten Farben.

W. 1653 Decan Johannes Preibisius. Der Semestereinleitung ist das farbige Brust-bild des Decans in goldenem Barockrahmen beigegeben. Der Kopf, umgeben von reichem, gelocktem,braunem Haar, ist leicht nach links gewandt, Schnurr- und Kinnbart dunkel. Gewand schwarz,weißer Spitzenkragen und weiße Manschetten. Die rechte Hand ist zur Brust erhoben. Unter demBilde das Wappen des Decans auf rosa Grund in goldenem Rahmen. * 2 )

S. 1655 Decan Philipp Müller. Am Schlüsse der Eintragungen ein Distichon:

Quam dederas vitam, mihi ferme est, Christe, peracta:

Ut vivam tecum, da bene posse mori.

) Siehe Seite xv zu 1G54.

2 ) Siehe Seite xxxvi zu W. US47.