XXXVI
S. 1644 Decan Hieronymus Kromeyer. Am Schlüsse der Eintragung ein Helm mitheruntergelassenem Visir, geschmückt mit bunten Straußenfedern. Dem Visir fliegen goldeneBienen zu.
S. 1645 Decan Gottfried Schlüter. Beigegeben ist das Wappen des Decans. Ingoldenem Schild drei schwarze heraldische Lilien. Auf dem Helm schwarz und gold gestreifterWulst. Darauf zwischen zwei Hörnern, getheilt schwarz und gold in verwechselten Farben, eineschwarze heraldische Lilie. Wappendecken schwarz und gold. Der Schild auf hellrosa, mit dunkel-rosa Rankenwerk durchzogenem Grund. Das Ganze in barockem Rahmen.
S. 1646 Decan Johannes Strauch. Schwarze Federzeichnung. In einem von Löwenrechts und links gehaltenen Rahmen: „ Arbos tarda venit factura nepotibus umbram“.
S. 1647 Decan Andreas Rivinus. Die Semestereinleitung in einem ovalen Rahmen,links und rechts davon stehend zwei Figuren. Links reich geschmückte Frauengestalt in rothemUnter- und blauem Obergewand und gelbem Leibchen, einen Spiegel in der rechten und einegekrönte Schlange in der linken Hand. Hinter der Figur eine Palme, in dem Wipfel des Baumesein braunes Kästchen, daran in goldener Schrift: „vis, fraus, invidia, calumnia “. Darüber, aus denWolken hervorgestreckt, eine segnende Hand. Rechts von der Inschriftentafel eine weißgekleideteFrauengestalt ohne Schmuck, in der rechten ein Herz, in der linken Hand zwei weiße Taubenhaltend. Hinter ihr ein blühender Baum, auf den aus einer darüber schwebenden Wolke Blitzeherabzucken. Das ganze Bildwerk erhebt sich auf einem barocken Untersatz. Auf diesem befindetsich unter der Frauengestalt links eine Cartouche mit der Inschrift: „ Estote prudentes sicut ser-pentes“, unter der Frauengestalt rechts eine solche mit der Inschrift: „Et simplices sicut columbae“.In der Mitte des Untersatzes das Wappen des Rivinus.*)
W. 1647 Decan Johannes Preibisius. Beigegeben ist der Semestereinleitung dasWappen des Decans auf rosa Grund, eingefaßt von einem barocken gelb und blauen, oben undunten mit geflügelten Engelsköpfen geschmückten Rahmen. Der Schild getheilt Silber und schwarz,darin ein goldener, doppelt geschwänzter, rotli geziingtor, gekrönter nach rechts schreitender Löwe,der in der linken Pranke eine goldene heraldische Lilie hält. Auf dem gekrönten Helm zwischenoffenem, schwarzem Flug derselbe Löwe wie im Schild, wachsend.
S. 1648 Decan Friedrich Rappolt. Ein großes, farbiges Bildwerk am Schlüsse derEintragungen weist auf die Segnungen des endlich geschlossenen Friedens im Reiche hin. OffeneLandschaft, im Hintergründe Wald und Berge, im Vordergrund Aecker, rechts ein pflügenderBauer, links zwei Priester in classischer Gewandung, einem Altar, worauf eine Herme steht, sichnähernd, Kränze in der Hand. In der Mitte des Vordergrundes ein Altar mit Henne, über dieeine aus Wolken hervorgestreckte Hand einen Kranz hält. In dem Kranze die Worte: „Coronapacis“. Am Fuße des Altars die Worte: „Hie belli terminus esto“. Unter dem Bilde in einerCartouche:
„Composuit longum Pax Oßenburgica bellum,
Cum finem caperet functio nostra suum.
Propria Germanis Pax haec sit, propria Musis,
Servet et ingenium Terminus iste vetus.
M. Frid. Pappolt.“
Unter der Semesterinschrift in Umrahmung Rappolts Wappen. In blauem Schild schwarzer Rabemit erhobenen Flügeln, nach rechts über einen grünen Hügel schreitend. Auf dem Helm blau undgold gestreifter "Wulst. Darüber grüner Hügel mit dem Raben wie im Schild. Die Wappendeckenrechts blau und gold, links schwarz und gold.
') Siehe Seite xxxm zu S. 1635.