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2 (1909) Die Immatrikulationen vom Wintersemester 1634 bis zum Sommersemester 1709
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gelöscht zu betrachten war, ist ein Vermerk zu seinem Namen gesetzt worden. Der Relegation aufbeschränkte Zeit wurde in der Regel nicht mehr Erwähnung gethan.

V. Die Frequenz der Universität. Welche Schwierigkeiten der Aufgabe, die Zahlder Inscriptionen zu berechnen, entgegenstehen, habe ich bereits dargelegt. 1 ) Die I. Tabelle amSchlüsse dieser Einleitung giebt eine Uebersicht über die Iuscriptionen, die aus den vier Nationenin jedem Semester stattgefunden haben, führt in der vorletzten Columne für jedes Semesterdie Gesammtzahl der Non Iurati, der später Vereidigten (Serius Iurati) und der sofort Vereidigten,und in der letzten Columne die Gesammtzahl der Vereidigten überhaupt an, die im heutigen Sinnedes Wortes als Studenten angesehen werden können. Da die Rectoren an dieser Dreitheilung seitS. 1674 nicht mehr regelmäßig fest gehalten, sondern bis W. 1689 überwiegend die Eingetragenenin die beiden Gruppen der Depositi und Iurati getrennt haben, um später zur Dreitheilung wiederzurückzukehren, so lassen sich, wie schon bemerkt worden ist, die später Vereidigten für eine Reihevon Jahren von den sofort beim Eintritt in die Universität Vereidigten nicht scheiden. Es sind danndie später Vereidigten erst als Serius Iurati, dann nochmals als Iurati gezählt, also zweimal in denListen aufgeführt worden.

Von fünf zu fünf Jahren gerechnet, ergeben sich folgende Inscriptionsziffern:

W.1634

S. 1639

Iniurati

1009

Iurati

437

Jakresdurchschn.der inscr. Iurati

87,4

W. 1639

S. 1644

687

358

71,6

W. 1644

S. 1649

1449

1002

200,4

W. 1649

S. 1654

2375

1372

272,4

W. 1654

S. 1659

2361

1176

235,2

W. 1659

S. 1664

2072

1210

242

W. 1664

S. 1669

1404

1280

256

W.1669

S. 1674

1332

1486

297,2

W.1674

S. 1679

1570

2026

405,2

W. 1679

S. 1684

1173

1642

328,4

W. 1684

S. 1689

1434

2158

431,6

W. 1689

S. 1694

884

2425

485

W. 1694

S. 1699

664

2380

476

W. 1699

S. 1704

684

2298

459,6

W. 1704

S. 1709

344

2027

405,4

Zusammen:

19442

23271

Die Zahl der Non Iurati steigt danach vom ersten Jahrfünft, mit einer Unterbrechung imzweiten, in der Zeit vom W. 16491654 zu der außerordentlichen Höhe von 2375 und zu einemjährlichen Durchschnitt von 475 an. Alsdann setzt ein Rückgang ein, der nur in den Jakrfiinftenvon W. 16751679 und W. 1684S. 1689 aufgehalten wird, seit W. 1689 aber rasch zunimmt.Die Zahl derer, die sofort bei ihrer Inscription oder später vereidigt wurden, erhob sich nach denschweren Zeiten des dreißigjährigen Krieges von einem jährlichen Durchschnitte von 87,4 Studirendenin stetigem, von nur geringen Schwankungen begleitetem Anwachsen, bis sie, im Jahrfünft W. 1689S. 1694, einen Jahresdurchschnitt von 485 erreichte. Alsdann erfolgt wieder ein Rückgang.

Nimmt man mit Eulenburg 2 ) eine l 3 / 4 jährige Aufenthaltsdauer für den Studirenden an, sowürden in Leipzig am 15. October 1636: 236, am 15. October 1646: 330, am 15. October 1656:

0 Die Matrikel der Universität Leipzig I, p. lxiv und Die jüngere Matrikel der Universität Leipzig I, p. liv.

2 ) Ueber die Frequenz der deutschen Universitäten in den Jalirb. für Nationalökonomie und Statistik

(Jena 1897) XIII. 488.