sicli in gleicher Umrahmung ein Medaillon an, in dem sich das Wappen des Rectors befindet.*) DieForm der Eintragungen wie in B 8 \
S. 1659 Rector Johannes Michaelis. In B8 a fehlt die Ueberschrift. Die Eintragungenin zwei Gruppen unter den Ueberschriften „Depositi“ und „Ex aliis Academiis venerunt, qui Dipsiaeiurarunt“. Wer unter den Deponirten vereidigt worden war, ist durch ein „iuravit“ bezeichnetworden. Die Depositi sind chronologisch, die Iurati alphabetisch nach dem Vornamen geordnet. InB8 11 fehlt ebenfalls die Ueberschrift, findet sich aber, die ganze Seite füllend, das Brustbild desRectors in einem einfachen ovalen gelben, zumTheil vergoldeten Rahmen. Das Gesicht, etwas nachlinks gewandt, umgeben von lang herabfallendem, leicht ergrautem, lockigem Haar, mit Schnurr- undspitzem Kinnbart, von martialischem Aussehen. Angethan ist der Rector mit schwarzem Gewand,filier dem er einen breiten weißen Kragen trägt. Die Brust schmücken zwei gohlne Gnadenkettenmit anhängenden Porträtmedaillons. Den Hintergrund bildet ein dunkelgrüner Vorhang. Auf dereinen Seite gerafl't, läßt er ein Gestell mit ctikettirten Flaschen und Gefäßen und einen Tisch sehen,auf dem Instrumente und ein aufgeschlagenes Buch mit Abbildungen von Pflanzen liegen. Amunteren Tlieile des Bildes das Wappen des Rectors. In rothein Schild drei silberne Mauerzinnen.Auf gekröntem Helm silberner Adlerflug, getheilt durch rothen, mit drei silbernen Zinnen belegtenBalken. Die Form der Eintragungen wie in B8 a . In jeder Nation werden unterschieden „ Depositi “und „Extranei“. Letztere sind die auf andern Universitäten Deponirten, die in Leipzig vereidigtwurden. Die Anordnung ist durchweg chronologisch.
W. 1659 Rector Martin Geier. In B8 a auf eingeklebtem Pergamentblatt großes barockesEpitaph in gelbem, goldverziertem Rahmen. Im mittleren Theile auf schwarzem Grunde die Semester-überschrift in goldner Schrift. Rechts und links davon je zwei ovale Medaillons mit farbigen Bildernin gelbem Rahmen über einander. Links oben ein Leuchtthurm an Stadt und Hafen, darüber: „Salustantillo publica constat“. Darunter ein See, umgeben von grünen Ufern. Von links hält eine aus denWolken kommende Hand ein Ruder ins Wasser. Im Hintergründe ein Schifter im Nachen. Ueberdem Bilde liest man: „Sibi conscia recti“. Rechts oben eine Stadt am Meere. Im Hintergründe feuer-speiender Berg, darüber: „Tanto conspectius“. Darunter Medaillon mit dem Bilde eines Bauernhofsund einer Mühle. Darüber im Bilde ein Bund Schlüssel hängend. Ueber dem Medaillon: „ Non omniapossumus omnes“. In dem oberen, giebelartigen Theile des Epitaphs ein Medaillon mit dem Bilde einerWindmühle, darüber: „Adspirante Deo“. In dem unteren Theile, unter der Semesterüberschrift, einMedaillon mit Erdball zwischen Sonne und Mond, darüber: „ Acceptum communicat orbi“. Die Ein-tragungen sind nach Nationen, innerhalb der Nationen nach Iurati und Non Iurati geordnet. DieReihenfolge in den einzelnen Grupppen ist chronologisch.
In B8 b findet sich ein Kupfer mit Brustbild des Rectors auf weißer Seide, auf ein Perga-mentblatt geklebt, in gemaltem Barockrahmen mit figürlichem Schmuck. Der Rahmen wird von zweikannelirten Pilastern links und rechts eingeschlossen. Ueber dem Bilde: „Martinus Geier Lipsiensis, jsanctae Theologiae Doctor et Professor publicus etc. \ per purum anagr. \ Pro Christo Pietas, mitisub pectore fulgens \ es sat luce: Dei Gloria in ore sonas. a Ueber den Capitälen der PilasterBibelsprüche und religiöse Embleme, ebenso an den Postamenten. Unterm linken Postament: „SubSerenissimi Electoris Saxoniae Privilegiis“, unterm rechten: „Christoph Spetner ping., JohannesDürr sculpebat“. Die Form der Eintragungen etwas anders als in B8 a . Hier wird zuerst eineGruppe ohne Zusatz angeführt. Es sind dies die schon früher deponirten Iurati. Dann folgen dieLeipziger Depositi und Iurati und zuletzt die „Non compleverunt “, also die Iuiurati. Die Namen sindin jeder einzelnen Gruppe einer jeden Nation alphabetisch nach dem Vornamen geordnet.
*) Siehe Seite sv.
DIE IÜNGERE MATRIKEL D. UNIV. LEIPZIG II. C