XVI
W. 1656 Rector David Schwertner. In beiden Handschriften ohne Ueberschrift. DieImmatrikulirten werden innerhalb jeder Nation in Iurati und Depositi geschieden. Die Reihenfolgein den einzelnen Gruppen nach der Zeit der Inscription. Die Thüringer, an Zahl 18, sind als einebesondere Nation von den Meißnern getrennt worden.
S. 1657 Rector Gottfried Schlüter. In beiden Handschriften ohne Ueberschrift. Inner-halb jeder Nation Eintlieiluug in Iurati und Iniurati. Jede Gruppe alphabetisch nach dem Vor-namen geordnet.
W. 1658 Rector Paul Wagner. In B8 a Ueberschrift kalligraphisch, von Schnörkeln, diemit der Feder gezogen sind, umgeben, eine Seite füllend. Innerhalb jeder Nation Eintheilung in Iuratiund Iniurati. Reihenfolge in jeder Gruppe chronologisch. In B8' ) Einleitung zum Semester in derForm eines dreigetheilten Epitaphs. In dem mittleren Theil zwischen zwei Pilastern Brustbild desRectors auf braunem Grund in goldnem Rahmen. Das Gesicht, umgeben von lang herabfallendem,in der Mitte gescheiteltem, gelocktem, braunem Haar, ein wenig nach links gewandt, mit starken Augen-brauen, dünnem, an den Enden aufwärts gedrehtem Schnurrbärtchen und kleinem Bärtchen unter derUnterlippe. Angethan ist der Rector mit schwarzem Rock, über die linke Schulter ist ein schwarzerMantel geworfen, der den linken Arm verbirgt. Ueber dem Rock breiter weißer Kragen. Die rechteHand, aus bauschiger weißer Manschette hervorragend, ist bis zum Kragen erhoben, und hält dieweiße runde Quaste, in der das Band endet, das den Kragen zusammenhält. An dem Pilaster zurLinken steht eine Frauengestalt in blauem Gewand, zwei Theile einer geborstenen Marmorsäuletragend, an dem Pilaster zur Rechten eine andere weibliche Gestalt in gelbem Ober- und rothem,flatterndem Untergewande, dem Bilde des Rectors zuschreitend, mit der erhobenen, stark verzeich-neten rechten Hand aus einem Krage Wasser in eine offene, von der linken Hand gehaltenen Schalegießend. Die Pilaster tragen einen Architrav. Auf diesem sitzen zur Linken eine Iustitia mit Wageund Schwert, zur Rechten eine Veritas mit dem Spiegel in der linken und einer Schlange in derrechten Hand, beide mit rothem Ober- und blauem Untergewand. Zwischen ihnen, über dem Bildedes Rectors, auf braunem Grunde in Barockrahmen das Wappen des Rectors. Auf weißem Schild einMann in rothem Gewand, mit nackten Beinen, auf grünem Rasen stehend, in der Rechten das erhobeneSchwert, in der Linken die Wage haltend. Auf dem gekrönten Helm dieselbe Figur, wie im Schild,stehend. Die Wappendecken weiß und roth. In dem unteren Theile des Epitaphs in einem reichengoldnen Rahmen mit goldner Schrift auf schwarzem Grund die Semesterüberschrift. Die Eintragungenwie in B 8 a .
S. 1658 Rector Leonhard Belir o. Ursinus. In beiden Handschriften ohne Ueberschrift.Innerhalb jeder Nation zwei Abtheilungen, „Iurarunt“ und „Non iurarunt“. Jede Abtheilung istalphabetisch nach dem Vornamen geordnet.
W. 1658 Rector Johannes Preibisius. In B8 a , eine ganze Seite füllend, das Brustbilddes Rectors auf braunem Grund in ovalem, von grauen Barockornamenten umgebenem, goldnemRahmen. Das Gesicht, umrahmt von lang herabfallendem, in der Mitte gescheiteltem, braunem Haar,ist etwas nach links gewandt. Der Rector ist angethan mit einem schwarzen Gewand und trägt einenweißen Kragen, die linke, von einer weißen Manschette umgebene Hand ist zur Brust erhoben. Ueberdem Bilde in grüner Blattumrahmung und Strahlenkranz: „Jesus“. Der Rahmen des Porträts ruht aufeinem altarartigen Unterbau. Darin Cartouche, worin auf schwarzem Grunde in goldner Schrift dieSemesterüberschrift. Links und rechts von dem .Bilde, auf dem Unterbau stehen Putten mit Lorbeer-zweigen in den Händen. Bei den Eintragungen sind innerhalb jeder Nation zwei Gruppen unter denUeberschriften „ Iurarunt“ und „Non iurarunt“ gebildet worden. Die Reihenfolge der Inscribirtenist mit Ausnahme der meißnischen und bayrischen Nation alphabetisch. In B8 b füllt die Ueberschrift,umgeben von einem gelben, mit rosa Ornamenten verzierten Rahmen, eine ganze Seite. Oben schließt