XIV
suae 71“. An das Bild unten anschließend, in goldneni Rahmen auf blauem Grunde das Wappenwie in B 8 a . Die Eintragungen in beiden Handschriften wie im S. 1648.
S. 1651 Rector Johannes Michaelis. In beiden Handschriften gleich. Für die Ueber-schrift ist eine Seite frei gelassen, aber nicht ausgefüllt worden. Die Form der Eintragungen wieim S. 1648. Die Promittentes, hier als Stipulantes bezeichnet, werden den Iurantes zugezählt.
W. 1651 Rector Daniel H einrici. Wie im Semester vorher.
S. 1652 Rector Johannes Ittig. In beiden Handschriften gleich. Die Ueberschrift, dieganze Seite füllend, ist von kunstvollen, mit der Feder gemachten Schnörkeln umrahmt. Die Form derEintragungen wie im S. 1648.
W. 1652 Rector Johannes Philippi. In beiden Handschriften keine Ueberschrift. DieForm der Eintragungen wie im S. 1648.
S. 1653 Rector Johannes Hülsemann. In beiden Handschriften keine Ueberschrift. DieForm der Eintragungen wie im S. 1648.
W. 1653 Rector Hieronymus Kromayer. In beiden Haudschriftcn ohne Ueberschrift.Bei den Eintragungen sind innerhalb der Nationen die Iurati und Iniurati getrennt und sind die injeder Gruppe Eingetragenen nach dem Vornamen alphabetisch, wenn auch nicht immer genau,angeführt.
S. 1654 Rector Leonhard Behr o. Ursinus. In B8 a nur eine kurze Ueberschrift: „Inrectoratu Domini Leonhardi Ursini Eine Seite ist für eine größere Ueberschrift frei gelassen, abernicht ausgefüllt worden. In der Form der Eintragungen tritt eine erhebliche Aeuderung ein. Hatte manbisher nur zwischen den Iurati und Iniurati unterschieden, verlangte man von dem Iuratus, daß erseine Deposition durch ein Zeugnis nachweisen konnte, und fiel die Gruppe der Iniurati meist mit derder Depositi zusammen, so trennte Ursinus zum ersten Male die Iurati von den Depositi et iurati.Er unterschied eine Gruppe: „ Iurarunt . Qui ex aliis aeademicis ad nos venerunt“ und eine zweite:„Hic Depositi , quorum pars iuravit“. Die der ersten Gruppe Angehörigen hatten bereits an anderenUniversitäten deponirt, die Mitglieder der zweiten Gruppe deponirten in Leipzig. Einige von ihnen,die eidesmündig, also über 17 Jahre alt waren, hatten auch den Eid abgelegt. Zu ihren Namen istein „iuravit“ hinzugesetzt worden. Die Eintragungen der zu jeder Nation Gehörigen hat alphabetisch,nach dem Vornamen geordnet, stattgefunden. Am Schlüsse finden sich die Zahlenangaben für dieDepositi wie für die „Aliunde advenae“. Woher die letzteren kamen, an welchen Hochschulen siesich der Ceremonie der Deposition unterworfen hatten, wird leider nicht bemerkt. In B8 b findet sichals Einleitung zum Semester ein die Seite füllendes Bildwerk in der Form eines dreigetheiltenEpitaphs. Der mittlere Tlieil sollte die Semesterüberschrift aufnehmen, ist aber leer geblieben. Erwird rechts und links von je zwei weißen, dunkelgeäderten Marmorsäulen, die goldne Capitäletragen, begrenzt. An dem linken Säulenpaar steht Salomo, das Scepter in der Linken, auf dem Kopfden gekrönten Turban, in hellrotkem, durch eine weiße Schärpe gegürtetem Gewand, einen gold-gestickten Mantel über den Schultern, in blauen, goldverzierten Stiefeln, an dem rechten SäulenpaarCyrus, auf dem Haupt den gekrönten Turban, in blauem, von gelber Schärpe zusammengehaltenemGewand, in rothem Mantel, rothen eng anliegenden Beinkleidern und gelben, mit Gold gesticktenStiefeln, in der Hand ein Scepter. Die beiden Säulenpaare tragen einen vergoldeten Architrav. Andiesem befinden sich über den Figuren schwarze Cartouchen, die in goldner Antiqua Kapitale dieNamen Salomon und Cyrus enthalten. Eine andere Cartouclie über dem leeren Mittelfeld trägt dieAufschrift: „ Serenabit “. Ueber dem Architrav-erhebt sich ein barocker Giebel. Auf der schrägenSeite links sitzt eine weibliche Gestalt, einen Kranz auf dem Haupt, mit der Rechten auf dem Schoßein Gefäß mit einer cactusähnlichen Pflanze haltend, in der Linken Blumen, auf der schrägen Seiterechts eine weibliche Gestalt desgleichen, Blumen in der rechten Hand, ein Gefäß mit rothen Tulpenmit der Linken auf dem Schoße haltend. Der Giebel ist in der Mitte offen. Darin eingelassen in