XIII
Barockrahmen. 1 ) Die Eintragungen sind innerhalb jeder Nation in Iurati und Non Iurati geschiedenund in jeder Abtheilung chronologisch geordnet. In B8 b gleich, nur daß hier der Rahmen, in demdas Wappen erscheint, reicher ausgeführt ist.
S. 1647 Rector Johannes Iliilsemann. In beiden Handschriften völlig gleich. Nachder Ueberschrift folgen die Eintragungen, innerhalb der Nationen, ohne Trennung der Iurati von denIniurati, nach dem Vornamen alphabetisch geordnet. Die Iurati sind als solche durch den Zusatz„iuravit“ kenntlich gemacht.
W. 1647 Rector Samuel Mosbach. In beiden Handschriften gleich. Nach der eine ganzeSeite füllenden schmucklosen Ueberschrift folgen die Eintragungen, innerhalb der Nationen ohneTrennung der Iurati von den Non Iurati, chronologisch geordnet. Die Iurati sind als solche besondersbezeichnet.
S. 1648 Rector Johannes Ittig. In beiden Handschriften die Ueberschrift sehr kurz,in B8 b von Schnörkeln umgeben, die mit der Feder gezeichnet worden sind. Bei den Eintragungensind innerhalb der Nationen die Iurati und Iniurati von einander geschieden. Die Ordnung, in derdie Namen eingetragen sind, folgt der Zeit der Immatrikulation.
W. 1648 Rector Johannes Hoppe. In beiden Handschriften gleich. Ordnung der Ein-tragungen wie im W. 1647.
S. 1649 Rector Gottfried Schlüter. In beiden Handschriften ohne Ueberschrift.Eine Seite dafür frei gelassen, aber nicht ausgefüllt. Die Form der Eintragungen wie im W. 1647.
W. 1649 Rector Johannes Born. In B8 a keine Einleitung. Die Form der Eintragungenwie im S. 1648. In B8 b die Semesterüberschrift in goldnem Barockrahmen, an den unten ein vonhellviolettem Rahmen umgebenes Medaillon angellängt ist. In diesem Medaillon befindet sich dasWappen des Rectors. In blauem Schild ein goldner Springbrunnen. Auf dem Helm gekrönteweibliche Puppe, deren Kleidung quadrirt gold und blau, zwischen Büffelhörnern, getheilt blauund gold in verwechselten Farben. Wappendecken gold und blau. Die Form der Eintragungenwie in B 8 a .
S. 1650 Rector Georg Tobias Schwendendörffer. In beiden Handschriften kunstlose,eine ganze Seite füllende Ueberschrift. Die Form der Eintragungen wie im S. 1648.
W. 1650 Rector Christoph Preibisius. Zum Namen und zu den Würden des Rectorsist der Zusatz gemacht worden: „ Qui ab Academia condita intra 21^1 annos primus Rectorumd. 1. Mart. Ao. 1651 placide obiit“. Die Einleitung zum Semester in B8 a in Form eines von einemreich verzierten, bunten Barockrahmen umgebenen zweigetheilten Epitaphs, das oben von einer offenenMuschel gekrönt wird, vor der ein Licht brennt, unten in einer Sanduhr seinen Abschluß erhält, aufder ein bekränzter Todtenschädel liegt. In dem oberen Theile, umgeben von einem goldnen Rahmen,das Wappen des Rectors. In weiß und schwarz getlieiltem Schild nach rechts aufrecht schreitenderrothgezüngter, doppeltgeschwäuzter goldner Löwe, in den Pranken eine heraldische doppelte goldneLilie haltend. Auf gekröntem Helm, zwischen offenem Adlerflug, wachsend der Löwe wie im Schild.Die Wappendeckeu schwarz und silber. In dem unteren größeren Theile des Epitaphs die Semester-überschrift. In B 8 b füllt die Semesterüberschrift die ganze Seite. In der Mitte wird sie getheiltdurch das Brustbild des Rectors in einem ovalen goldnen Rahmen. Das Bild, auf braunem Grund, zeigtden Rector, angethan mit dem rotlien, goldgestickten Rectormautel und einem einfachen weißen Hals-kragen. In der Rechten, die zur Höhe der Brust erhoben ist, hält er die rothe Rectormütze. Das Gesicht,ein wenig nach links gewandt, von lang herabfallendem, in der Mitte gescheiteltem, braunem Haarumgeben, mit ergrautem Schnurr- und Kinnbart, auffallend durch die Hakennase und tiefe Faltenam Mund, ist das eines alten Mannes. Preibisius war, wie die Semesterüberschrift angiebt: „ aetatis
*) Siehe Seite xi.