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2 (1909) Die Immatrikulationen vom Wintersemester 1634 bis zum Sommersemester 1709
Entstehung
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In B8 b ist die Semestereinleitung ebenfalls mit bunten Scidenfäden auf weiße Seide gestickt,die ein ganzes lergamcntblatt deckt. Die Stickerei zeigt inmitten eines kreisrunden Blätterkranzesdas Wappen des Rectors wie in B8. Links vom AVappen stehen die Buchstaben G. T., rechts S. D.und die Jahreszahl 1636. Ueber und unter dem Kranze sehr schöne gestickte Blumen,

Die Eintragungen sind in B8 chronologisch geordnet.

W. 1636 Rector Johannes Zeidler. Die Semesterüberschrift befindet sich in einem inschwarzer Federzeichnung ausgeführten Bildwerk, als deren Künstler sich Martinas GhristeniusIacgcrndorfensis Silesius nennt. Die schwarzen Linien sind vielfach an den Rändern mit goldenerKarbe nachgezogen worden. Den oberen Theil des Bildwerkes bildet ein zwischen je zwei barockenSäulenpaarcn ausgespannter Vorhang. An jedem Säulenpaar steht ein Krieger in classischer Ge-wandung mit Hellebarde. Auf dem Vorhang liest man die Semesterüberschrift. Ueber dem Vorhängein ovalem Kranze das Wappen Zeidlers b ), links davonPax, weibliche Gestalt mit Zweig und Taube,rechtsJustitia, weibliche Gestalt mit Schwert und Wage, beide Figuren in leidenschaftlicher Bewegung.Ueber dem AVappen ein Spruchband mit den Worten:Ah! utinam nostro redeant PAX IURA-que seclo!

Der untere Theil des Epitaphs wird von drei Medaillons in barocker Umrahmung gebildet.In der Mitte sehr fein ausgeführtes Bild von Leipzig aus der Vogelperspcctive. Deutlich erkennbarsind die Straßenzüge und die wichtigsten Gebäude. Auf dem Marktplatze und in den Straßen bemerktman zahlreiche Menschen. Der Feind, der die Vorstädte besetzt hält, beschießt aus den in der Grim-maischen Vorstadt angelegten Batterien das Grimmaische Thor und den ihm zunächst liegendenStadttheil. In den Gräben am Thor ist das angreifende schwedische Fußvolk mit den Vertheidigernin ein Handgemenge gerathen. In dem Medaillon links davon liest man: Taliter infesto cingebat \milite muros | LIPSIAD UM Suecus PAN | NER et esse suis \ In manibus certo persua \ sus saxamovebat cuncta, minas omnes \ ignivomosque globos, in dem Medaillon rechts:Ast Ter sanctaTRIAS | nostram haut capta | rier urbem j Passa est, divina mente \ manuque tegens. \ Protegathanc posthac quoque fortiter atque periclis \ Eripiet cunctis haec \ benedicta TRIAS. Unter demBilde der belagerten Stadt liest man in Fractur-Goldschrift auf schwarzem Grunde die Worte:Das von den Schwedischen General Johann Bannern | belagerte, aber Gottlob nicht eroberteLeipzigk.

In B 8 b die Semesterüberschrift in einem rohen, mit bunten, barocken Zierraten geschmückten,gelben Rahmen. Darunter das Zeidlersche Wappen.

Die Eintragungen der Kamen in beiden Handschriften nicht alphabetisch, sondern Iuratiund Non Iurati durch einander, offenbar in chronologischer Ordnung aufgeführt.

S. 1637 Rector Johannes Michaelis. In B8 a schönes, die ganze Seite füllendes Bild-werk in Farben. Drei Medaillons in reich verzierten goldenen Rahmen über einander und mit einanderverbunden. Im obersten ein sehr fein ausgeführtes Bild der Stadt Leipzig, von der Anhöhe desjetzigen Napolconsteines aufgenommen, mit der UnterschriftLipsia. Darunter das Wappen desRectors, drei silberne Mauerzinnen in rothem Felde. Auf dem gekrönten Helm offener Flug, gctheiltsilher, roth, silber, AVappendecken rotli und Silber. Im mittleren Medaillon der Name und Titel desRectors in goldener Schrift auf schwarzem Grunde. In dem unteren Medaillon eine Landschaft, rechtsein Bergwerk, ein Tagbau, in dem man Bergleute bei der Arbeit sieht, links Mühle und Schmiede,in denen das gebrochene Gestein verarbeitet wird. Im Hintergründe ein Thal mit Fluß, umgebenvon waldigen Höhen und Felsen. Darunter liest man den Hexameter:Arti spagyricac vitam dantviscera terrae. Links von den beiden oberen Medaillons ein dürrer Baum, am Stamm und inden Aesten schwarze Schlangen. Am Baum hängt eine schwarze, gelb geränderte Tafel, worauf ingoldener Schrift der Hexameter steht:Emoritur quidquid conspurcant atra venena. Rechts von

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D Siehe I, p. xxxi.