IX
den Medaillons ein anderer, reich belaubter Baum. Daran eine gleiche Tafel mit dem Hexameter:„ Dispellit virtute sua lethale venenum“.
Die Eintragungen sind derart geordnet, daß in jeder Nation erst die Iurati, dann die In-iurati, und zwar alphabetisch nach dem Vornamen geordnet, aufgeführt werden.
In B8 b fehlt jede Semesterüberschrift. Die Form der Eintragung ist dieselbe wie in deranderen Handschrift.
W. 1637 Rector Enoch Heiland. In beiden Handschriften völlig gleich. Einfache Ueber-schrift, schwarz. Die Immatrikulirten sind in den einzelnen Nationen nicht nach Iurati und Non Iuratigeschieden, sondern werden in chronologischer Folge der Einschreibung aufgeführt. Am Schlüsse:„Deo triuni pro feliciter transacto hoc Rector atu et a peste, bellicis calamitatibus et contributionumnovarum onere immuni sit laus, honor, gloria et gratiarum actio seculis infinitis, Amen.“
S. 1638 Rector Andreas Corvinus. In beiden Handschriften völlig gleich. FürdieUeber-schrift ist eine Seite frei gelassen, aber nicht ausgefüllt worden. Die Eintragungen sind nach Nationengeordnet vorgenommen worden, ohne daß die Iurati von den Iniurati getrennt worden sind, also inchronologischer Reihenfolge. Bei den Vereidigten ist der Zusatz „iuravit“ gemacht worden. Fehltder Zusatz, so handelt es sich um einen Unvereidigten.
W. 1638 Rector Johannes Heintz. In beiden Handschriften völlig gleich. Die Imma-trikulirten werden innerhalb jeder Nation in Iniurati und Iurati geschieden. Die Reihenfolge inner-halb jeder Gruppe ist durch den Tag der Einschreibung bestimmt.
S. 1639 Rector Andreas Rivinus. Unter der Semesterüberschrift in B8 a Brustbild desRectors in blauem, goldverziertem Rahmen. Das Gesicht breit, gesund gefärbt, leicht nach linksgewandt, umrahmt von langem, braunem Haupthaar, brauner Schnurrbart und ebensolcher breit ge-schnittener, voller Kinnbart. Der Rector ist bekleidet mit dem rothen, goldgestickten Rectormantel,über dem er einen breiten weißen Spitzenkragen trägt. Der rechte Arm ist zur Brust erhoben. Linksneben dem Kopf ein geraffter dunkelgrüner Vorhang, rechts in Brusthöhe ein Tisch, worauf die beidenUniversitätsscepter und das Statutenbuch der Universität liegen. Im Hintergründe an der WandGestell mit Büchern.
In B 8 b findet sich ebenfalls ein Brustbild des Rectors, wohl von einem andern Maler her-rührend. Das Gesicht erscheint wesentlich schmäler, das Haar reicher. Die rechte Hand ist auf dieBrust gelegt, während sich die linke auf ein Buch stützt, das auf einem mit grüner Decke belegtenTische steht. Rivinus trägt hier ein schwarzes Gewand und einen reichen weißen Spitzenkragen.Das Bild wird von einem schmalen Goldstreifen umrahmt. Am oberen Rande finden sich in AntiquaKapitale die Worte: „yftqm 0eov equ b si’/u“. Ueber dem Bilde: „Avv Qe cö IIuvtuvzoxqutoqi in AntiquaKapitale“ und Name und Titel des Rectors. Unter dem Bilde die Einleitung. Auf der Rückseite desBlattes eine dichterische Beigabe, in der sich der Rector gegen den Vorwurf der Eitelkeit vertheidigt,der gegen ihn wegen der Aufnahme seines Bildes in die Matrikel erhoben werden könnte, und aufdas Bild des Christian Pistorius von Westerburg zum S. 1539, wie auf die Schicksale diesesGelehrten hinweist.
„Ad Dominum Zoilum
Ringeris an bone Vir? quidni? quia pingeris (inquis,
MomeJ novo exemplo! falleris: hoc vetus est
Singulo enim Rector sic suevit ponere secloUrbe reformata quisque suam effigiem.
Atque is Saxo quidem sub Saxone Principe tutusInvita Invidia solus id ausus erat.
Anteriore aevo docet hoc Matricula factum,
Our non et liceat posteriori mihi?
DIE IÜNGERE MATRIKEL D. UNIV. LEIPZIG II. b