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2 (1909) Die Immatrikulationen vom Wintersemester 1634 bis zum Sommersemester 1709
Entstehung
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Darunter:Tandem Psalm 37 v. 37. Die Einzeichnungen in beiden Handschriften einfach, schwarz.Uoblich wird es, den Vornamen und die Ortsangabe in Antiqua, den Familiennamen in Fractur zugeben. Die Reihenfolge der Eintragungen ist chronologisch.

W. 1G35 Rector Samuel Mosbach. In B8 a Bildwerk in Form eines barocken dreigetheiltenEpitaphs. Im mittleren Theile, der von zwei grünen korinthischen Säulen mit blauer Basis und blauemKapital eingeschlossen wird, die Semesterüberschrift, goldumrahmt. An der Säule links, vom Be-schauer aus gesehen, steht ein Krieger in antiker Gewandung, das Schwert in der Hand, an derSäule rechts ein Söldner des dreißigjährigen Krieges, eine violette Fahne haltend. Den oberen Tlieildes Epitaphs bildet ein giebelartiger Aufsatz. Im Giebel ein Geschütz, rechts und links davon Fässer,gefüllt mit Kanonenkugeln, daneben Soldaten, ferner eine Putte und ein Soldat, letzterer in der 'Prachtdes dreißigjährigen Krieges, beide, Gewehre abfeuernd, und rauchende Bomben. Der Giebel selbstist gekrönt von dem Wappen des Rectors. In weißem Schild ein blauer, von einer blauen Schlangeumwundener, nach unten gerichteter Pfeil. Auf dem Helm der Pfeil, wie im Schild, und links undrechts davon weiß und blau getheilte flatternde Bänder. Das Wappen wird gehalten von zweigeflügelten, auf den Schrägseiten des Giebels sitzenden Frauengestalten, von denen die eine einenSpiegel, die andere eine Säule oder ein Rohr in der andern Hand emporhebt. Unter dem Wappen einBand mit der Legende:Inter arma silent leges. Im untern Theile des Epitaphs drei sitzende weib-liche Gestalten, die mit Schwert und Wage, mathematischen und musikalischen Instrumenten dieWissenschaften versinnbildlichen. Darunter in goldener Umrahmung:

Exule omne bonum nec Lex \ sub Marte nec aequum,

Quippe ubi bella tument, omnia iura silent.

Die Namen alphabetisch nach dem Vornamen eingetragen. Bei jedem Namen ist das n. i.oder i. vermerkt.

In B8 b ist eine Seite für die Uebcrschrift frei gelassen, aber nicht ausgefüllt worden. Vonden Inunatrikulirten sind nur die Iurati durch ein hinzugesetztesI hervorgehoben.

S. 1G36 Rector Georg Tobias Schwendendörffer. In B8 a kunstvolles Bildwerk aufweißer, auf das Pergament geklebter Seide, zum Tlieil in bunten Seidenfäden gestickt, zum Tlieilgemalt. In der Mitte in grünem Blattrahmen das Bild des Rectors mit bunten Seidenfäden gestickt,hier und da gemalt. Ausdrucksvoller Kopf mit braunem Schnurr- und Kuebelbart, das dichte brauneHaupthaar an den Schläfen ins Gesicht gekämmt, die Schultern bedeckt mit reich gesticktem, weißemSpitzenkragen. Unter dem Bilde des Rectors die Semesterüberschrift, zum Theil in schwarzer Seidegestickt, zum Theil mit schwarzer Farbe gemalt, die Buchstaben von Goldfäden eingefaßt. Unterder Semesterüberschrift das Wappen des Rectors, quadrirt. Das erste und dritte Feld, durch eineLinie schräg rechts getheilt, oben roth unten weiß, darin je ein springendes Roß, gegeneinander ge-wendet, weiß und rot geteilt. Das zweite und vierte Feld, durch eine Linie schräg links geteilt, obenschwarz, unten gold, darin gegen einander gewendet, je ein aufrecht stehender, doppcltgeschwänztcrund rothgeziingter Löwe, gold und schwarz getheilt, in den Pranken einen silbernen Stab haltend, andessen oberem Ende sich eiii siebeneckiger silberner Stern befindet. Auf dem Hehn wachsend, goldnerLöwe, roth gezüugt mit silberner Krone, in den Pranken einen silbernen Stab haltend, auf den einsiebeneckiger silberner Stern gesteckt ist, zwischen offenem Flug, rechts schwarz und gold, linksSilber und roth getheilt. Die Wappendecken rechts schwarz und gold, links roth und weiß. Das Bilddes Rectors, die Ueberschrift des Semesters und das Wappen befinden sich in drei, von grünenKränzen umschlossenen Medaillons. Rechts und links davon je ein Baum mit grünen Blättern. Anden Stamm gelehnt je eine weibliche Gestalt, links Justitia mit Schwert und Wage, rechts Concordiamit einem Zweige in der Hand, auf dem zwei Tauben sitzen. Die Eintragungen sind derart geordnet,daß unter jeder Nation erst die Vereidigten, dann die Unvereidigten nach dem Vornamen alphabetischangeführt werden.