VI
sitzenden, mit Krönungsornat bekleideten Kaisers Ferdinand II. und auf die Rechte des links von ihrsitzenden Kurfürsten Johann Georg I., der mit Kurfürstenhut und Hermelinkragen angethan ist. Dierechten Hände der beiden Herrscher sind auf das Haupt einer zu Füßen der Respublica Romana insitzender Stellung ruhenden, als „Pax“ bezeichneten weiblichen Gestalt gelegt, die das mit einemLorbeerkranz geschmückte Haupt in den Schoß der Respublica Romana gelegt hat und in der Rechteneinen Lorbeerkranz hält. Ueber dem Kaiser liest man: „ CAJE SAR plantat“, darunter „ CLEMENTIA “,über dem Kurfürsten: „SAXO rigat “, unter ihm: „IUSTITIA“. Der Kaiser hält in der linken Handein mit goldenen Münzen gefülltes Gefäß, auf dessen Rand man die Worte liest: „PRO MERITO “,während des Kurfürsten Linke das Kurschwert und eine Wage umfaßt. Ueber der Respublica RomanaGott, segnend, in einem von Wolken umrahmten Strahlenkränze. Darunter: „DEUS det incrementum“.Ueber den Figuren in Fractur gedruckt: „ Des II. Römischen Reichs von GOTT eingesegnete Frie-dens- Copulation“.
Im oberen Theil des Epitaphiums, der von einem barocken Rahmen umgeben ist, links undrechts je eine brennende antike Lampe und je eine rauchende Bombe. Dazwischen die Inschrift:„Nulla Salus Bello \ PACEM te poscimus omnes. \ ovx ocpsXog noh-jwv: tj eiqrjvtj eQwtsivq.“Den unteren Theil des Epitaphs bildet eine Cartouche in reichem Barockrahmen.
„IMov i Süßmost: eiQi]v)j atij rj anoorl],
Elqigq rgiSsv, eXmg xai %dqga hjaovg.
Pax amissa est nunc diuturna clade redemta'.
Seu stet seu non stet: Iesus pax nostra salusque .“
Den colorirten Kupfer rahmen Pilaster ein, die den oberen Theil des Epitaphs tragen. Andem Pilaster links, vom Beschauer aus gesehen, steht eine weibliche Figur in grünem Ober- undrothem Untergewande und rothem Mantel, die Linke gestützt auf einen schwarzen Anker, und auf derzur Höhe der Brust erhobenen rechten Hand einen verkappten Falken haltend. An dem Pilasterrechts steht eine weibliche Gestalt in rothem Ober-, gelbem Untergewande und blauem Mantel inder zur Brust erhobenen rechten Hand einen Spiegel, in der herabhängenden linken Hand eineSchlange haltend, die sich um den Arm rollt. Unter dem Kupfer liest man die geschriebenen Worte:„Gabler aeri incidii“ und „F. F. invent. Rivino“.
In B8 b fehlt das Bildwerk. Die Semesterüberschrift schwarz, die Ränder der Buchstabenmit Goldfarbe nachgezogen. Ueber der Ueberschrift:
,,/thg {tshg eiQl/rtjv, jzöXegov xai xl^ag uXaXxe.
JSo aaov uXry&siuv, zbäs qtj/m aXrfluu AziPUnter der Ueberschrift neben einander folgende Yerse:
,, Ov glj [iÜqvug&ou 'I/ fiij fiuQvaaO-cu uvuyxtj,ßeX'tSQür eiQijVtj xai ueixtjg tov noXigow:
EvyogsO- siQiji’ijr: Somuvti ro hcpog uv suj,
rovg xai ayQovg noXitn noXmiiQ&iog Ifi' bXu&Qsvr'^g.
"Ilmog röi,’ KaiaciQ, ruihgSs ytvun v Xvtjxog.
' Eßvyuyv naquOov &sbg w geza zuaSe fisQigvug:
’Eil/g saoeizai mcaaiv upTiavmg anäv.
Non est bellandum, nisi sit bellare necesse.
Pax, iniusta licet, potior redimendaque magno.
Optamus pacem. Mutentur falcibus enses,
Vomere vertat agros, urbes qui verterat ante,
Factus ut est Caesar, sic fiat Suecus amicusNos Deus exhilara, passos atrocia tandem:
Tandem finis erit cunctorum et pausa malorum.“