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2 (1909) Die Immatrikulationen vom Wintersemester 1634 bis zum Sommersemester 1709
Entstehung
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EINLEITUNG.

A. Die Immatrikulationen.

I. Die Handschriften der Rectormatrikel und ihre Ausstattung. Die Namen der Stu-(lirenden, die vom Wintersemester 1634 bis zum Sommersemester 1709 bei der Universität zu Leipzigimmatrikulirt worden sind, finden sich eingetragen in die Matrikelbände B 8 und B 9.

1. Die Handschriften B 8. Die Immatrikulationen vom Wintersemester 1634 an sindin doppelter Ueberlieferung erhalten. Die eine Handschrift, B a von neuer Hand signirt, führt bis zumEnde des Sommersemesters 1676, die andere B a , ebenfalls von neuer Hand signirt B 8 b , enthältdie Einzeiclmungen bis zum Ende des Wintersemesters 1680. Beide Matrikelbände, jetzt im Archivder Universität aufbewahrt, habe ich in der Einleitung zum 1. Bande der jüngeren Matrikel S. xxxausführlich beschrieben. Auf eine Wiederholung des dort Gesagten kann daher hier verzichtet werden.

Die Ausstattung der Ueberschriften der Eintragungen für die einzelnen Rectorate ist An-fangs noch sehr reich. Die einzelnen Rectoren haben großen Werth darauf gelegt, das Verzeichnisder von ihnen unter die akademischen Bürger Aufgenommenen künstlerisch auszugestalten. Erstvom Wintersemester 1673 läßt dieses Streben nach. Die Immatrikulation, Anfangs ein wichtiger undfeierlicher Act, von dem in künstlerischer Weise ein schriftliches Zeugnis abgelegt werden sollte, wurdezu einer einfachen Registrirung, die, fortan von der Hand eines Schreibers vorgenommen, die persön-lichen Züge, die sie früher getragen hatte, verlor.

W. 1634 Rector Johannes Heintz. Die Semestereinleitung, in B 8 a die ganze Seite ein-nehmend, in barockem, reich mit Fruchtgewinden und Figuren geschmücktem, ovalem Rahmen.Rechts und links von dem Rahmen je eine weibliche Gestalt. Der Rahmen wird gekrönt von demWappen des Rectors. Schwarzer Ochsenkopf in weißem Feld. Auf dem Hehn offener Flug, weiß undschwarz getheilt mit verwechselten Farben. Das Ganze in schwarzer Federzeichnung unter Verwendungvon goldenen Linien. In B 8 b ebenfalls schwarze Federzeichnung, doch erheblich reicher ausgeführt.Das Wappen von einem Blumenkranz umgeben. Der Schluß der Semesterüberschrift befindet sichunter dem Rahmen, der den Anfang einschließt, in einer Cartouche zwischen zwei Postamenten, aufdenen weibliche Gestalten stehen, die sich an den Rahmen anlelmen.

Die Eintragungen nach den vier Nationen in 8 a chronologisch, in 8 b alphabetisch nach demVornamen geordnet. Am Schlüsse des Semesters wird die Zahl der im Semester und die Zahl derseit Eröffnung der Universität Inscribirten angegeben.

S. 1635 Rector ConradBeyer oder Bavarus. In B8" die Semesterüberschrift in schwar-zer Schrift, die Ränder der Buchstaben mit Goldfarbe nachgezogen. Der Ueberschrift gegenüber eingroßes Bildwerk, in Form eines dreitheiligen Epitaphs, zur Erinnerung an den im Jahre 1635 zwischendem Kaiser und Kursachsen abgeschlossenen Frieden zu Prag. In der Mitte des Epitaphs eingeklebtein colorirter Kupfer. Gekrönte weibliche Gestalt, alsRespublica Romana bezeichnet, auf demThrone sitzend, den linken Arm erhoben, die rechte Hand gelegt auf die Rechte des rechts von ihr