demselben einen großen Tinfluß aus, Schon im Tlternhause in dem frommen Sinnder Stillen im Lande erzogen, wurde er darin bestärkt durch den Aufenthalt bei deinKastor Henke in Anisburg, zu dem ihn feine «Litern in Pension gaben, und der eintreuer freund Tersteegens war. Später mit Tollellbusch und Hasenkamp eng be-freundet, benutzte er feine Reisen, um auch ihre freunde in Süddeutschland persönlichkennen zu lernen.
Tr war der jüngere Bruder von Henriette Taroline Siebel, zu der wir nunwieder zurückkehren. Also auch sie stand vom Tlternhause her den „Stillen im Lande"nahe. Auf einer Reise nach Duisburg zum Besuch ihrer kranken Großmutter undTante lernte sie den ersten Rektor Hasenkamp kennen, und bald wurde der mit ihremHause eng befreundet. Mitte Juli 177-1 ritt er Lavater nach Mülheim am Rheinentgegen. Am Ich. begleitete mich, sagt er in seiner Reisebeschreibung, Kastor Mülleretwa eine Viertelstunde, von dem Dorfe IDichlinghausen bis zur Gemarke. So kamich endlich zu Herrn Siebel, meinem wohltätigen freunde, mit dessen j?serd ichmeinem Lavater nach Mülheim entgegeneilt. Über Tisch redete ich mit Hrau Siebel,meiner auserwählten Schwester in Thristo, über die Rrast der Fürbitte aus Anlaßeines erschrecklichen Traumes. Mir kamen überein, daß man bei einein außerordent-lichen Traume nicht nachlässig sein, sondern daher Stoß zum Gebete nehmen sollte;vermittelst dies Gebetes und der Fürbitte könnte manches Unglück verhütet werdeil.Hm vorübergehen besuchte Hasenkamp auch die Brüder Tvertsen „meine stillen Hreunde".Herr Siebel begleitete ihn dann nach Elberfeld.
An Hrau Siebel und ihren Bruder Ljossmann hat Tollenbusch in der letztenZeit seines Duisburger Ausenthalts mehrere seiner wertvollsten Briese und Aussätzegerichtet. Aus ihre Veranlassung wurde auch im Hrühjahr 1783 ein gleichgesinnterjunger Theologe als Lehrer ihrer beiden ältesten Rinder in ihr Haus berufen. Tswar Thonlas Mizenmann, geboreil den 2. Bovember 1?5fl im MürttembergischenLudwigsburg. Tr war zwei Hahre bei Siebels. Aus Beranlassung des bekannteilPhilosophen Hr. Heinr. Hacobi siedelte er im Sommer 1785 zu ihm nach jdempelsortbei Düsseldorf über; er war schon schwerkrank und verließ das chaus anfangs 1787,um iil Mülheim am Rhein bei Dr. Medskind LH'ilung zu suchen, aber nach 5 Mochenerlag er der heimtückischen Rrankheit und starb am 22. Hebr. 1787 an der Auszehrung.
Hil der Siebeischen Hamilie war er so geschätzt, daß sich Abschristen vonBriefen, Aussätzen und Liedern von chenriettens Hand bis ans den heutigen Tagerhalteil haben. Mie sehr Hrau Siebel sich um seinen Seelenzustand bekümmerte,sehen wir aus einem Briese an ihren Bruder, in dein sie schreibt:
„Dr. Tollsnbusch war gesteril und vorgestern (Sommer 1783) hier. Unsereerste Arbeit wird sein, etile Arbeit vom inwendigen Menschen und vom Zustande
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