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Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
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nach dein Tode zu schreiben; die Veranlassung dazu ist kvizeninailil." Er war inschwere dlnsechtlingen wegen der Fortdauer nach dein Tode geraten, nnd Tollenbiischschrieb im chinblick ans ihil i»i Jahre eiiien dlnfsatz: Tchristlehre vom in-

wendigen Renschen.

Zu beachten ist, wie Iran Giebel sich gewissermaßen als Gebnrtsbelserinbei dieser Arbeit ansiebt, indeiil sie schreibt!Unsere erste Arbeit wird sein." AlsIvizenmann abging, wurden seine beiden Zöglinge natürlich zu chasenkamp nachDuisburg geschickt. Näher als alle Genannten trat der Tiebelseben Familie GottsriedAAniken; er beiratete die ältere Tochter Utaria I. vei seiner ersten Lekanntschast mit derspätern Schwiegermutter schreibt er von ihr:

Ich kann euch nicht sagen, wie viel Liebe nnd Güte nur im chause des cherrnGiebel erwiesen ist, wie viel Dank ich diesen lieben beuten schuldig bin. UtadameGiebel ist eine der verständigsten, christlichsteil, vortrefflichsten grauen, die ich jekennen gelernt habe. Ts ist da nichts von selbsterwählter Geistlichkeit nnd Demut,aber auch nichts, worüber sich ein verständiger und billiger Ukensch ärgern könnte.

Und als sie starb, schrieb er.- Tie gehörte in ihren: Rreise zu dein Talz derTrde, zu den: Licht der kvelt in eineiil Akaße, wie das wenige ihres gleichen sind.Anch verdanke ich ihr vieles, das nimmer vergeht; viele frohe, interessante, un-vergeßliche Freuden und Ttunden. Und besonders gehört sie zu den wenigen Personen,in denen ich in meineil früheren Iahreil die heilige Tache des Thristentnms in einerkvahrheit der Empfindungen, in einem Licht der Erkenntnis, in einer Verständigkeitdes Verhaltens sah, die für mein ganzes Lebeil einen unschätzbaren Eindruck auf michgemacht hat.

In den letzten Iahreil war sie oft leidend; sösZ den 2. Juni schreibt sie:Ulit meiner Gesundheit gehts gut; ich bin aber lahm, der rechte Alß ist an-geschwollen nnd das hindert mich, gegen den Gichtschmerz in demselben das vadzu gebrauchen. Ulit Günther (dem Duisburger Arzt) bin ich seit dem ss. Ukai inbeständiger Torrespondenz. Indes kommt die chülfe ebensowenig von Günther alsvon kvollbrecht Farmer Arzt), sondern mittelbar von Gott. Ts ist ihm ein Leichtes,den böseil ^ zu heilen und mir mehr Gesundheit nnd Ttärke zu geben. Ist diessein kville nicht, so gibt er nach seiner großeil Güte gewiß noch etwas besseres:Einen immer fröhlichen, heiteren Tinn, eine lebendige choffnnng und eine nnentweglicheGeduld; das sind die großen Dinge, die ich zu habeil wünsche und er reichlichgeben kann.

Die Ehe war nicht glücklich. Man sieht nicht ganz klar in der Sache; aber Selbständigkeit des Charakters,Kinderlosigkeit, Mangel an körperlicher Beschäftigung haben wohl dazu beigetragen, das; sie in einekrankhafte Melancholie verfiel. Davon wurde sie wieder geheilt, trennte sich aber ;S22 ganz von ihremGatten und siedelte nach Neuwied über, wo sie starb.

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