Druckschrift 
Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
Seite
133
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Dieser Eindruck kani in mein cherz, liebe Jette, wie ich Tie zuiil erstenl Akalesah, sprach und hörte. Ihr Ton, Ihre stimme, Ihr Beilehiilen, Ihre Äußerungen,alles, alles machte in meinein Jerze» eine bleibende Sensation nnd gebar in de»l-lelben Tmpffnduilgen, die ich vorher in der Art nie bei mir kenneu gelernt hatte.Ich trug sie iu einer Reihe von Iahren beständig mit mir herum; sieblieben das angenehme Tpiel meiner Phantasie, immer der Liebling meines cherzens.Tndlich hegte ich über das widrige Geschick; und die Vernunft, die bis hieher wieein hrenger Dater über mein kherz gewacht hatte, verband sich mit demselben müchwesterlicher Tintracht. Akit diesein Gesühls, mit einer von meinem cherzeu undmeiner Vernunft gleich stark gebilligten Vorliebe reiste ich nach der Gemarke" aberdort in den fremden Rreis gestellt, habe er, wie er fürchten müsse, nicht die Em-pfindungen, die er wünschte, ausgelöst. Um sich darüber zu vergewissern, schrieb eran sie und bat Roß, den langjährigen Ireund der Henriette, um ein Regleitschreiben.Aus diesem ersehen wir, daß der Verlobung noch viel ernstere Bindsrnisse entgegen-standen als seine Schüchternheit. Im cherbst ^800 hatte er dein freunde sein Berzausgeschüttet und seine triebe zu Henriette gestanden. Tr war aber damals, wie erglaubte, leicht erkrankt und wollte nur die völlige Genesung abwarten, um dann mitRoß hiuzureiten; aber aus den wenigen Tagen wurden Atonale: jAeffessor Güntherfand bei ^ritz dieselbe tückische Rrankheit, an der schon zwei seiner Brüder gestorbenwaren. Der folgende Brief von Roß an bsenrielte erklärt die Tache.

triebe, beste Ireundiu ! Diesen Tinschluß brachte mir mein guter, braver kvintgeus.Tchick ihn an Ietke," sagte er mit einem bekümmerten cherzsn,und schreib ihr,was dir zu Beruhigung meines Berzens gut deucbt." triebe Jette, ich habe diesen Tinschlußgelesen, und warum soll ich es Ihnen leugnen? kvintgens hat mich mit derganzen trage seines Berzens, mit dem Geheimnis seiner überschwenglichen Liebe zuIbneu bekannt gemacht. (D, er war so fröhlich, so selig in diesein überströmendenGefühls! Tr machte sich die reizendsten Bilder der seligsten Ankunft, und er kanntekein Glück auf der Trdeu, das mit dein Besitze der unvergleichlichen guten Ietta zuvergleichen wäre. Und ich stimmte ihm so mit voller Teele bei, bestätigte mit funkelndemAuge jede seiner Aussagen, freute mich so innig seiner triebe zu meiner unvergeßliche»Freundin und kannte keinen größeren kvunsch, als daß Jette ihm gut sein, ihn: ihreRand und ihr Berz schenken möchte. Ich will, sagte er am Schluß seiner Trzählung,icb will nun nach Duisburg gehen und mit aller Akacht in den Arzt dringen, michrecht bald gesund zu inachen, und dann will ich nach Gemarke eilen, um mein Glückvon der trefflicheil Jette zu erbitteil. Tr reiste ab lind ich überließ mich den seligstenGefühlen und den kühnsteil Hoffnungen. Ich wartete mit der brennendsten Ungeduldvon einem jdosttag zum andern aus einen Brief von kvintgens; ich wähnte ihn scholl

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