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Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
Seite
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seines Btisfsohnes, des frosten zn Utrecht, Johann Leonhard kBintgens über; daOtto selber vier Rinder hatte, so ist anzunehmen, daß dieser es dnrch Rans, nichtdurch Schenkung erhalten hat; auffallend ist freilich, daß darüber im Gxpothekenbnchnichts angemerkt ist; dort findet sich Johann Leonhard als Eigentümer der Besitzungbezeichnet, zn der außer dem kBohnhaus, wie es dort heißt, eine Scheune, kBagen-remise, jcherde- und Rnhstall, Gofranm, Garten und Gartenhans an der Straße ge-hörte; dann folgt der Zusatz, daß sie dnrch Erbschaft an Geinrich IBintgens gefallensei. Bach diesem kBortlaut könnte man glauben, daß dieser den Besitz erst beim Todedes Drosten f78f angetreten habe; rechtlich mag das auch der Jall gewesen sein; abertatsächlich war der chosrat schon lange vorher im Besitz. Denn ans dem Jahre fccfwird berichtet, I chofrat IBintgens wird ans einer neuen stelle, wo noch kein Ransgestanden, sondern vorher Btallung gewesen ist, in dem nächstanstehenden Sommer nebendes Eigentümers Ganse ans der Oberstraße bauen, welche eine der vornehmsten Btraßenist. Die Taxe der Rankosten belief sich ans B 34 Btüber 4 pchg. Ts werden dasürbei der Regierung 358 rr 30 st 6V» HIg. sogenannte Baufreiheitsgelder beantragt.

Diese Bemerkung bezieht sich ans den auch fetzt noch stehenden mittleren Teildes Ganses mit dein Borsprnng und dein Tingang vom Garte» her; auch an derTreppe im Innern findet sich die kBintgensche Traube.

Ob nun das alte zn dein pAatz gehörige kBohnhaus gleich links vom Tor-eingang oder ans dein fdlatze des jetzigen ebenfalls städtischen Bachbarhanses gestandenhat, ist nicht ganz sicher; nach den alten Rarten scheint das letztere der ^all zn sein.

Das neuechans entsprach der würdevollen Btellnng des Besitzers; denn inzwischenwar der Gofrat Oberbürgermeister von Duisburg geworden. Anffallenderweise wissenwir weder, wie es ihm möglich war, während er eben noch bloßer Privatmann ge-wesen war, diese bedeutende Stellung zu erreichen, noch was er in der Zwischenzeit,seitdem er in Tleve examiniert war, und in den ersten Jahren seiner The getrieben bat.

Bein Tintritt in die neue Stellung ging nicht ohne Schwierigkeit vor sich. Inder Btadtrechnnng von f c üIbö werden als erste Utagistratsmitglieder der Oberbürger-meister Bchaumbnrg, der chosrat Boß als Bürgernleister, der Gofrat IBintgens alszweiter Bürgermeister aufgeführt, chofrat Lexendeeker als erster Bcheffe. sfür die dreiersten wird eine Bunune als Gesamtgehalt angegeben, ohne daß bestimmt würde, wasdein einzelnen zukomme. Das erklärt sich aus einer Bemerkung zn demselben Titelder Ausgabe im nächsten Jahre; da heißt es: Da wegen der Gerren Bürgermeisterund deren Gehälter einige Awistigkeit entstanden und die Bache unter sämtlichen cherrnBürgermeistern noch nicht reguliert ist, so kann die rechte Teilung der Gehälter ancholz und an Geld der in diese»! Jahre abgegangenen, bald angeordneten, bald wiederabg'gangensn und dann wieder angesetzten allen und neuen Bürgermeister nicht geschehen.

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