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Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
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Tr verheiratet sich dann ain 22. Juli 1751 zum 5. Male und zwar mitAgneta Smit, Mitwe von Leven ans Bimwegen. Über sie wird weiter nichts be-richtet, als daß sie 1746 noch lebte. <0b das Schicksal ihr erspart hat, den völligenVermögeusversall ihres Kaufes zu sehen, wissen wir nicht. Nämlich im Zahre 1?51sand seine Gewandtheit keinen Zlusweg mehr ans den Verlegenheiten. Mie er esversucht hat, ersehen wir ans einem Bericht, der den Akten des Oanziger Archivsentnommen ist. 9

Oer 60 jährige Bürgermeister Hriedhoff klagte 1751 bitterlich bei König Hriedrchdem Großen, daß sein ältester Sohn Johann Christoph, dem er selbst an Maren undMechseln gegen 100000 Taler vorgestreckt habe, jüngst in Oanzig, wo er am7. Februar 1741 das Bürgerrecht ans einen Kaufmann erworben hatte, mit Hinter-lassung eines großen Kreditwesens gestorben sei, die Mitwe Adelgunde Oorothee geb.Lämmel aber Geld und Maren beiseite gebracht habe nnd sich nicht entblöde, dieGläubiger an ihn zu verweisen. Oer König schrieb deswegen am 2st. März anOanzig, desgleichen Keinrich Friedhofs von Berlin aus am 17. April. Beide schreibenwurden denn Oanziger Rat am 26. April durch deu p0ivußischen Residenten Reimerübergeben. Friedhofs behauptete in seiner Tingabe, er habe gleich nach dem Todeseines Sohnes durch eine Tstasette dein damaligen jKeußischen Residenten Magenseideine Vollmacht nebst einer hypothekarischen verschreibling seines Sohnes vom50. Alärz 1746 über 60000 Gulden übersandt, damit er die Versiegelung nndVerzeichnung des Nachlasses veranlasse. Oa der Resident aber inzwischen ver-storben sei, habe der Oanziger jsträsidierende Bürgermeister Bedenken getragen, dervon dessen Mitwe ihm eingereichten Vollmacht zu entsprechen. Infolgedessen habedie Mitwe seines Sohnes Maren, Kandlungsbücher, Silberwerk und andere Mobilienmit Mise ihrer Mutter und Geschwister heimlich beiseite schaffen können, und er selbstbabe daher, obwohl das vermögen seines Sohnes zur Befriedigung aller Gläubigersicber ausgereicht hätte, bei seiner Ankunft in Oanzig nichts vorgesunden nnd sei bei-nahe aänzlicb ruiniert, zumal er auch viele Mechsel des Sohnes unterschrieben babe.

Oie Maren seines Sohnes, soweit sie ihm bekannt seien, berechnete er aus16 172 A. 29 gr. und beantragte im übrige» die eidliche Vernehmung der beidenKandlungsbedienten seines Sohnes.

Oas Oanziger rechtstädtische Gericht stellte jedoch fest, das Hriedhoff baldnach dem Ableben seines Sohnes Tnde 1750 nach Oanzig gekommen war und sicheine geraume Zeit dort aufgehalten hatte, ohne irgend sine Klage gegen die Mitwevorzubringen, vielmehr habe er die meist auswärtigen Gläubiger seines Sohnes auseinige Monate gl vertrösten gesucht und mehrere Mechsel wirklich bezahlt. Auch habe

') Freundliche Mitteilung des Herrn Or. Foly an, Königl. Stauts-Archiv zu Vanzig.