Druckschrift 
Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
Seite
59
Einzelbild herunterladen
 

und Protokolle wurden NN einen verwahrsameu Ort gebracht, 2lber auch die Ein-wohner verliefen seit dein (herbst (678, lange ehe die Kauzosen herankainen, hausen-weise die Stadt, zuerst die Professoren der Universität, In der Duisburger Thronikheißt es - Die Universität war gleichsam nach Alörs als einem neutralen dem Prinzenvon (Uranien zugehörigen Ort gesinchtet. Am (q. 2lpril beriet man im Rate darüber,ob man der Bürgerschaft anraten solle, sich zu verlausen oder zu bleiben; aber manstellte es einein jeden anHeim; auf eigene Gefahr zu handeln; unterdessen solle maneinen bequemen Alaun oder Geistlichen in derStadt aussuchen, der die ankommendenGrdres empfinge und den in der Nähe sich aufhaltenden Bürgermeistern oder Rats-personen (sie bielten sich im Walde oder im Alörfischen versteckt) sofort zustellte, damitsie sich zusammentun und nach Gelegenheit der Sache Rat schaffen könnten. Am29. Juni (679 ward der Kiede geschloffen; aber bis zun: Kbrnar (680 trieben dieim kölnischen in Renß, Zons, Linn und Urdingen stehenden Kauzosen Kontributionenund Brandschatzungen ein.

Darnach verliefen mehrere Jahre ohne große Staatsaffairen, aber im Innernherrschte viel streit, hauptsächlich handelte es sich darum, in welcher Weise dasnötige Geld aufgebracht werden solle. Die Gemeinde und die Sechzehner verlangtendie Erhebung einer Schätzung, die früher nur in außerordentlichen Killen, jetzt aberbei den im Kriege aufgenommenen großen Schulden und bei den von der Regierungzur Unterhaltung der Truppen eingeforderten hohen Kontributionen fast regelmäßigjährlich einmal, bisweilen sogar mehrmals erhoben wurde, und zwar zum (Oten Pfennig,manchmal auch zum öten Pfennig vom hundert des Besitzes. Der Rat wollte dieAccise verdoppeln; das war ein bequemes Alittel und traf die Besitzenden nicht be-sonders hart, und meistens wußte er feiuen Willen durchzusetzen; aber dabei müssensich doch mehrere Alitglisder recht mißliebig gemacbt haben. Drei derselben wurden(688 am (0. August nicht wiedergewählt und (Heinrich Wintgens zum (. Bürger-meister gemacht, (Die ernstlich die Sache aufgefaßt wurde, ersieht man daraus, daßder gewesene Bürgermeister (Hendrik Keller, weil er wegen Krankheit ans (Haus ge-fesselt war, sein Dotnm schriftlich einsandte.

Also noch nicht Zs> Jahre alt, trat Heinrich Wintgens an die spitze der Stadt;gleich nach seinein Regierungsantritt hatte er vielfach Gelegenheit, die Würde desAmtes zu üben. Alan befand sich in einein neueil Kriege, den Ludwig XIV. vomZaune gebrochen hatte. Am 2q. September (688 sandte er an den Kaiser dieKriegserklärung und besetzte Alainz, Trier, Bonn und die kölnischen Städte bis nachRheinberg hinab; wobei die Truppen das Land brandschatzten und plünderten, so daßdie Bewohner wieder Hanfeilweise in die Wälder flohen. Doch diesmal war derKriegsverlauf für deu Biederrheiu günstiger. Kiedrich III. von Brandenburg hatte

s?