zeitig eine starke Besatzung nach Köln geworfen nnd stellte bei Duisburg ein Beervon fg—s3000 Dtann ans, das die Franzosen ans den kölnischen Städten verlrieb.Teitdenl spielte sich der bis sbstr dauernde Krieg am Gberrbein nnd an dein belgischenFestungsgürtel ab, während man in Duisburg den gewöhnlichen Geschäften nachging.
In feinem ersten Kegierungsjahre also hatte Bürgermeister Mintgens vieleschwierige Geschäfte zu bewältigen; um Tinquartierung möglichst feru zu halten,unternahm er manche Reise; Kranke und Blessierte mußten verpflegt, viele einquartierteTruppen untergebracht, die Ttadt in bessern Verteidigungszustand gesetzt werden. 9
Auch deu Kurfürsten selbst samt seiner Gemahlin hatte er zu empfangen undzu bewirten. To schwierig, wie heutzutage ein kaiserlicher Besuch, war die deichedamals nicht; aber er hat auch keinen Grden bekommen.
Indessen es gab doch allerlei zu besorgen. Zwei Toustabels erschienen vorher,um den Meg zu besehen. Die Ttraße von Mesel den Rhein hinaus, trat an derRuhr, am Aakersähr, ins Duisburger Gebiet. Dort wurde das paar von der ge-samten Bürgerschaft und der Iunggesellenkompagnie in Mehr und Masten eingeholt;unterdessen zogen die Duisserschen die Glocken. Mo der Kurfürst untergebracht wurde,und wie es ihm dort erging, wird nicht gesagt; es wird nur mitgeteilt, daß Zimmer-leute zuvor Pserdekrippeu zurecht gemacht hätten, und daß 9 Karren Brennholz unddie Pserdekrippeu aus des Fürsten Bos gefahren seien; und daß am 20. Juni dasreformierte Tonsistorium eiligst zusammenberusen wäre und beschlossen hätte, am fol-genden Tage den Kurfürsten durch den Pastor Johannes v. Doerth und zwei Deputierteaus den Ältesten zu bewillkommnen, ihm Gottes Schutz und Tegen anzuwünschenund ihm die Kirche zu empfehlen. Meiter wird noch hinzugefügt, daß die Büraerfröhlich gewesen wären und 8 Tonnen Bier verzehrt hätten, die Junggesellen für sichaußerdem 3 Tonnen. Die Berren des Rats erhielten für ihre Anwesenheit beimTin- und Auszuge se ein Ratszeichen. Bach glücklich vollbrachtem Auszug verzehrtensie gemeinsam den Betrag, der sich nur auf f2 Daler f8 Ttüber belies. Allerdingslieferte der gewesene Bürgermeister Gastwirt Luvken noch eine andere Rechnuna ein,die sich wesentlich mit aus dieses Ereignis bezog (die Herren liebten es, ihre Gastereienin den Rechnungen ein wenig zu verstecken) und in der es hieß.' Tin edler Magistratmit den Herren Techzehnern haben wegen ihrer vielfältig gehabten Mühe lind Billetierunqanstatt ihre Präsenten zu nehmen, ein Glas Mein getrunken, was sich beläuft aus32 Daler 2 Ttüber.
Damals sind bei Jan Peters geholt 23 Bäring, jeder 2Vs Ttüber, sacits Daler 27V? Ttüber, und bei paus Derich für ( Daler Meißbrod.
'1 gu diesem Kriege wurde (c. 10» Jahre nach der Erfindung) für deu Thür (Wächter) auf dem Turm„ein Fehrkiker (Fernrohr) augeschafft, kostete 2 Daler."
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