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Geschichte der Familie Wintgens von Wintgenshof zu Duissern bei Duisburg : im Auftrage Julius und Ludwig Wintgens
Entstehung
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tigung 5er Wahlen ttnd das Recht vorbehalten, an die stelle des erwählten zweitenBürgermeisters nitd eines erwählten Ratsherrn einen andern zu festen. Wintzenszeigte bei der Verhandlung keinen besonderen Tifer; denn als er deswegen zumzweiten Alale nach Klieve reisen sollte, wollte er nicht, aber er wnrde von seinemAustrage nicht entbnnden. f648 wnrde anstallender Weise kein Wintzens in dieGemeindevertretung, weder in den Rat noch in das Sechzehner Tollegium, gewählt,cheinrich Wiittgens aber wnrde ans unbekanntem Grunde von dein gewesenen Bürger -meister Raab schwer beleidigt und körperlich angegriffen. Dieser wnrde darauf vomGericht verurteilt, sich in die cherberge zu begeben, d. h. bei einem von der Gemeindedazu bestellten Wirt als Gefangener aus seine Rosten zu leben. Aber Raab verließdas Raus und brach somit die chaftung; infolgedessen wurde er für meineidig erklärtund bei der Ratswahl übergangen und wegen der Beleidigung des Heinrich Wintzenszu -Ol> Goldgulden verurteilt; indessen Raab bezahlte nicht und erreichte in späterenIahren von einem ihm mehr wohlgesinnten Rate eine bedeutende Herabsetzungder Strafe.

Die Entrüstung über Raab hatte gewiß dazu beigetragen, daß cheinrichWintzens OO und lchbl wieder znm Sechzehner gewählt wurde; aber er sah ostenbarin der dermaligen Vertretung keinen ihm passenden Wirkungskreis. Obwohl im Augnstgewählt, erschien er erst im Februar zur Vereidigung. Tätiger war er im eigenenInteresse. Tr brachte mit seilten Znnftgsnossen eine Klage beim Rate darüber ein,daß ihnen für die in der Stadt gefertigten Laken eben so viel Angelder auferlegtwürden, wie für die von auswärts hereingebrachten.

Diese Klage wurde berücksichtigt und die Accise herabgesetzt. Im nächstenJahre aber tat das Zunftamt unter seiner Leitung einen schritt, den der Rat nachdamaligen Verhältnissen nicht dnlden oder verzeihen konnte. Der Schultheiß wolltedas Amt zwingen, einen Lakenbereitsr aufzunehmen, der des Diebstahls überführt war.Das ging gegen die Thre der Zunftgeuossen. Sie wandten sich deshalb zunächst anden Rat, fandeit aber bei ihm keilte rechte Unterstützung. Darauf trugen ste bei derRegierung ans Bestätigung und Trneuerung ihrer Zunftrolle an, die natürlich nurAufnahme von solchen gestattete, die ehrlich geboren und gelebt hatten. DerRegierung war nichts lieber, als zur Tinmischnng in die städtischen verhältnisteberufen zu werden, der Rat und die Sechzehner auf nichts eifersüchtiger als aufdie Wahrung ihrer städtischen Selbständigkeit. Als daher die Regierung ihrerseitsdie Rolle bestätigte, fuchtelt sie dies rückgängig zu machen. Ts gab einen sieben-jäbriaen schweren Krieg: Schultheiß, Regierung, Landtag, sogar die Geistlichelt wurdenzur Friedensvermittelung herbeigerufen; alles ohne Trfolg. Trst der Sturz desStadtregiments machte dein Streit eilt Tnde.

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