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Suppl. 2 (1911) Archivregister von Wurmberg aus den Jahren 1498 und 1543 nebst einem Wurmberger Schloßinventar von 1525
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Das Archiv des Hauses Stubenberg.

vergleicht, wird man finden, daß fast der ganze Inhalt desersten in den des zweiten aufgegangen ist; daß sich indiesem mehr findet, ist begreiflich: Das „Mehr“ umfaßtdie Zeit Kaspars mit seinen Erfolgen, die ja nicht sehrbedeutend sind, und seinen Absichten, die um so größerwaren. Schmerzvoll berührt es den Historiker, daß soviele „Pünkel“ oder Bündel von Akten und Korrespon-denzen, die sich in dem Archive befanden und hier nurganz summarisch erwähnt sind, spurlos verloren gegangensind. So befanden sich im „Trüchel E“ : „Mer etliche copeyenvon heiratbriefen. verzichten, etlich Sendschreiben und andermehr copeyen zusainmenpunden.“ Im Trüchel F: „Nur etlichpapierene copeyen zusammenpunden. “ Manche Stücke fTrü-chel H, Nr. 119) waren zerrissen, daß sie nicht mehr zulesen sind. Besonders ist die sogenannte ungarische Korre-spondenz zu erwähnen, von der sich nichts erhalten hat.Wenn man bedenkt, daß die ganze Tendenz der WurmbergerLinie seit den Tagen Baumkirchers dahin gerichtet ist, inUngarn festen Fuß zu fassen und daß diese Tendenz kurzvor der Mohäcser Katastrophe zum Sieg gelangt war, sowird man den Verlust von Schriften bedauern, die sich imTrüchel J befanden: Allerley alt copeyen und abschriftenetlicher königlicher brief von dem ungarischen kunig undsunsten viel Sendschreiben, auch ander mer abschriften . . .

Zur Beurteilung des Inhaltes und Wertes des zweitenWurmbergischen Registers — des von 1543 — muß nichtnur das vom 4. Juli 14(37 1 und jenes vom 18. Mai 1498, 2 3sondern auch das Urkundenverzeichnis Friedrichs von Stuben-berg und jenes vom Jahre 1504' zum Vergleich heran-gezogen werden. 4 Ist das erste seinem überwiegenden Beständenach Material aus dem Archive der Herren von Pettau, soist dieses ein Stubenberg-Wurmbergisches Archiv im engerenSinne. Man hat hierzulande seitens hervorragender Forscherdie Meinung ausgesprochen, daß das Haus Stubenberg-Wurm-berg die Archivalien, die es bis 1629 besaß, bei seinerEmigration mit in die Fremde genommen und daß sie dannbeim Absterben des Wurmberger Astes verloren gegangenseien. Da ist es denn von Wert, ein Inventar des Hauses

1 Das Archiv des Hauses Stubenberg. Veröffentlichungen, XXII,S. 77—86.

2 S. unten S. 11—26.

3 Veröffentlichungen, XXII, 86—90.

* Ebd., 90—106.