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Suppl. 2 (1911) Archivregister von Wurmberg aus den Jahren 1498 und 1543 nebst einem Wurmberger Schloßinventar von 1525
Entstehung
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Von Prof. Dr. J. Loserth.

abwägt, wird Adelleicht den Verlust, man denke an die ver-lorenen Güter in Kärnten und Steiermark, höher einschätzenals den Gewinn, der noch übrig blieb und der aus Wurm-berg und Haus am Bacher bestand.

So schwere Verluste der Anschluß einer Linie desHauses Stubenberg an die Baumkircher auch gebracht hatte,auch die Söhne Hansens blieben im Bannkreise dieserFamilie, ja es gewann noch einige Jahrzehnte später denAnschein, als würden sie ganz in den ungarischen Magnaten-stand eintreten. Als Hans im Jahre 1480 gestorben war,übernahm sein Stiefbruder Friedrich — der Sohn Ursulas —die Vormundschaft über die zurückgelassenen Söhne Kasparund Balthasar. Spätestens im Jahre 1496 wurden sie alsgroßjährig erklärt, denn sie stellen schon selbständig Urkundenaus. Zwei Jahre später wird ihnen das väterliche Erbe: dieHerrschaft Wurmberg samt Zugehör übergehen. Mit derHerrschaft zugleich „die Briefe und Siegel“, die dazugehören,das ganze Archiv des Hauses, über das ein eigenes Registerangelegt und von den beiden Erben unterzeichnet wurde.Dieses Register ist noch erhalten und wird aus dem Originaldes steiermärkischen Landesarchivs unten vorgelegt. Wirunterlassen es hier, auf eine ins Einzelne gehende Wür-digung des historisch Bedeutsamen einzugehen, das in demRegister enthalten ist; so viel mag angedeutet werden: fürdie Geschichte des Stubenbergischen Hauses bietet es einigeErgänzungen zu den Materialien, die sonst bekannt sind.Wichtiger ist es für die Geschichte derer von Pettau, undfür diese Partien wird es seinerzeit von berufenerer Federbeurteilt werden, als es die meine ist. Schon jetzt mag manja in manchem Urkundenauszug, der unten mitgeteilt wird,eine Ergänzung der im steiermärkischen Urkundenbuch ent-haltenen Materialien finden.

Wir müssen ein ganzes Menschenalter überschlagen. EsAvar ein Verhängnis, daß die Träger der Wurmberger Liniedes Hauses Stubenberg insgesamt in frühen Jahren starben.Bedauerlich Avar es namentlich, daß der älteste Sohn Kaspars,Franz, der viele gute Anlagen hatte, schon 1541 starb. Erhinterließ einen Sohn Balthasar, für den nun der Großvatermütterlicherseits, Hans von Auersperg, und ein Vetter ausder Kapfenberger Linie, der uns als bedeutender Volkswirtbekannte Wolfgang, Herr von Stubenberg, die Vormund-schaft übernahmen. Dieser Zeit gehört das zweite der untenfolgenden Register an. Wenn man die beiden miteinander