Das Archiv des Hauses Stubenberg.
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als Aussteller oder als Empfänger oder endlich als Zeugenerscheinen; dagegen hat er Urkunden, aus denen Beziehungenzu verwandten und verschwägerten Familien ersichtlich wer-den, sowie auch vieles an Urkunden, in denen Besitzverhält-nisse der Familie gestreift werden, beiseite gelassen, fallsnicht ausdrücklich der Name Stubenberg genannt wird.Man wird da, um nur einen Fall aus der älteren Zeit zunennen, die Verwandtschaft mit dem Hause Weißenegger oderden Portias nicht herauslinden können. So ist es ersichtlich,daß auf solcher Grundlage weder der genealogische Aufbaudes Stubenbergschen Hauses gemacht, noch auch dessen Be-sitzstand in den einzelnen Phasen festgestellt werden kann.Und daher kommt es, daß der von Wurzbach aufgestellteStammbaum selbst für jene Zeiten unglaublich falsch undlückenhaft ist, in denen er sich innerhalb der von Pratobe-vera mitgeteilten Urkunden und Regesten bewegt. Es hättenda schon für die älteren Zeiten — von den Stadeckern,Landeseren und Neidbergern zu schweigen — die HäuserPernegg, Pögl, Pettau und andere berücksichtigt werdenmüssen. So also werden diese Wartingerverzeichnisse auchheute noch ihre Dienste zu leisten vermögen. 1
Diese vom Stubenbergschen Hause dem Joanneums-archiv übergebenen Urkunden bilden den Grundstock derjetzigen Stubenbergschen Archivbestände.
Die Sammeltätigkeit des Erzherzogs Johann setzte dervon ihm ins Leben gerufene historische Verein für Steier-mark fort, und ihm ist es zu danken, daß im Jahre 1860dieser Korporation „Urkunden, Akten und andere Archivaliendie Familie Stubenberg betreffend“ durch den Grafen Wolf-gang von Stubenberg zu Kapfenberg geschenkweise über-lassen wurden. 2 Über die Menge dieser Archivalien und ihrenInhalt spricht sich der Rechenschaftsbericht des historischenVereines nicht aus und in dem leider stark skartierten Vereins-archiv war hierüber auch nichts zu finden.
Wir werden uns kaum irren, wenn wir in dieser wieder-holten Übergabe archivalischen Stoffes, der inhaltlich ja auch
1 Ein Zweifel bestimmt micli noch, welches der beiden Wartinger-verzeichnisse das chronologische oder das nicht chronologische zum Ab-drucke kommen sollte. Wir hatten uns anfangs für das erste entschieden,da aber das letztere das eigentliche Ubergabsverzeichnis ist und sonacheinen amtlichen Charakter trägt, haben wir uns schließlich für das zweiteentscheiden müssen, diesem aber die Nummer des Pratobeveraverzeich-nisses beigegeben.
2 Mitth. des hist. Vereins X, S. 27.