Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
219
Einzelbild herunterladen
 

219

zog aber zugleich aus Respekt gegen den Geist seines gnädig-sten Hrn. Vaters den Hut mit einer tiefen Verbeugung ab.Sehen Sie, so gchts den Leuten zuweilen unversehens, dieglauben, sie könnten mit Nachahmen auskommen. So etwashätte Hr. Cckhof in seinem zwölften Jahre nicht gethan undnicht thun können. Aber dafür kriegte auch Hr. Smith da-mals den Namen Nonsiour Ilamlot ab, den man ihm nunwieder vergessen hat.

De» Tod der jüngcrn Mamsell Ackermann habe ich ineinem englischen Blatte vor einigen Monaten nicht ohne diegrößte Bewegung gelesen. Ist das nicht traurig, mein lieberB. ? Ich mag es nicht über mich nehmen, zu untersuchen,welcher englischen Schauspielerin sie hätte gleich werden kön-nen: jetzt wäre es ein trauriges Geschäft, und allemal würdees ein schweres gewesen sein. Bon ihrem Alter ist keine da,die das wäre, was sie war, und die zwei oder drei der älte-ren, die sie jetzt übertreffen, hätte sie unter gleichen Umständenvielleicht in ihrem acht und zwanzigsten Jahre alle übertroffen.Sic hat uns indessen gezeigt, was wir in Deutschland mitunfern Treibhäuschcn ausrichten können. Wie wenn nun un-sere Pflanzen erst gar die Sonne hätten, die sie in Englandhaben, wo sie noch außerdem vor dem Strahl sicher sind, fürden bis jetzt in Deutschland noch kein Franklin ") einen Ablei-ter gefunden hat, obgleich manche Stadt und manches Städt-

') Benjamin Franklin, geb. 17l)ö. gest. 17SV.