Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
Seite
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selbst gewisse große Eigenschaften sonst reißender Thicrc demMenschen empfiehlt, so kann ich nm so mehr hier ausrufen,seid standhaft wie Kunkel, gleichgültig bei dem Gespötte derThoren, wie dieser Antiquarins war, so wird man euch, Men-schen, wenn ihr weniger trinkt, vielleicht als die Epiktetc undScnceas eurer Kirchspiele, noch lange kennen. Ich lasse hierden standhaften Kunkel, und wende mich nun zu dem witzigen.Ja, meine Herren, Kunkel hatte wirklich Witz, zwar nicht vondem ganz feinen, so wie ihn Kästner schreibt, oder Reich inLeipzig gerne verlegt, aber doch immer Witz; eine Gabe, seinenrohen Vorrath von Begriffen unter gewisse Classen zu bringen,und mit dem groben Band einer zuweilen ekelhaften Ähnlichkeitzwei und zwei immer zusammen zu kuppeln, diese besaß er ineinem sehr hohen Grade. Smrrilische Briefe und eine Biblio-thek der elenden Scribcntcn hätte er schreiben können, und erhat wirklich so viel in der Materie gesprochen, als 6 Stückeaustragen. Daß lrunons ein Klotz *) heißt, hat er mit Bnr-mann und Wilckcn zugleich gesehen, ohne einen oder den anderngelesen zu haben. Ich bedaurc nichts mehr, als daß wir diesenMann zu einer Zeit verloren haben, die er sich so sehr zu über-leben wünschte. Die kriegerische Kritik war sein Favoritdisconrs,und er gab wirklich nach dem Krieg die kriegerischen politischen

') Christian Adolf Klotz (17381777), 1762- 1763 Pro-fessor in Böttingen, bekannt durch seine literarischen Fehdenmit Lcssing und Burmann, Professor zu Amsterdam (17141778).