Druckschrift 
3 (1844)
Entstehung
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zuweilen gut dafür sein, daß wir Seele hätten. Kunkel trank;trinken wir nicht auch? Er verkaufte seine Bücher, ohne siegelesen zu haben; thun wir dieses nicht auch zuweilen? Wie?Ja, aber er prügelte seine Frau? seltsames Argument gegen dasDasein einer Seele! Haben dieses nicht große Männer vor ihmgethan? Ich will nur den einzigen Dechant Swift nennen, deinvielleicht der witzige Lamettric selbst seine Seele nicht streitigmachen würde. Ich übergehe die Borthcile, die ich selbst ausdiesem Argument gegen meine Gegner ziehen könnte. Habenwohl je die Naturgeschichtschreiber bei dem unvernünftige» Viehso etwas als Uneinigkeit in der Ehe bemerkt, zumal von Seitendes Männchens? Wenn ich also daraus schließen wollte, daßVernunft dazu gehört, seine Frau zu prügeln, so könnte esmir niemand verdenken, aber ich lasse diese Waffen stecken, undsage, wie Scipio einmal etwas Ähnliches bei einer ähnlichenGelegenheit sagte: kommt Freunde, laßt den Narren reden, wirwollen von etwas Andrem sprechen. Also nun, geliebte Mit-brüdcr, bei dieser Seele, deren Dasein wir nun erwiesen haben,fällt augenblicklich in die Augen eine beinah stoische Stand-hastigkeit, so eisern, als nur immer eine auf Grundsätze aufge-führte sein konnte. Sich immer gleich; Vcrläumdung, Geläch-ter, Schimpfen, nichts konnte ihn biegen; nie sich verleugnet,allzeit so fest Kunkel, als nur immer Cato Cato war; darauflebte er, und darauf starb er. Er hätte am rechten Orte Wun-der gethan. Hätte ich einen Wahlspruch für ihn zu wählen, somüßte es dieser sein: ü-> milri guo peüem ligam et terr-un mo-