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ter eines Sterblichen kommen kann, wenn nmn Tadel desselbenfür wahr nnd Lob für Satyre halt, ein solcher Zustand ist mitdem des bekannten Epaminondas in der letzten Schlacht einerlei,von welchem die damaligen Feldschcrcr behaupteten, daß erallemal endlich hätte sterben müssen, man hätte nun den Speerherausziehen oder stecken lassen mögen. Auch dem Redner, derzur Vcrtheidigung einer solchen Person auftritt, ist es schwer,der Person recht beizukommcn. Denn was helfen ihm alleseine Bemühungen, wenn der Zuhörer noch immer freie Handbehält, sie zu erklären wie er will, und was helfen alle Versi-cherungen, seitdem Liscov') auf sein Wort versichert hat, Phi-lippi sei ein großer Mann gewesen. Es bleibt mir nur einWeg übrig, mich meinem Kunkel mit Anstand zu nähern, unddas ist, zu zeigen, daß dasjenige, was er that, und was jeder-mann weiß, daß er gethan hat, auch einer andern Erklärungfähig sei, und daß mehr die einmal durch ein Ohngefähr in denStrom gebrachte Laune eines flatterhaften Publikums, als eineabsolute Possirlichkeit des Mannes, allen seinen Handlungendieses zweifelhafte Licht ertheilt habe. Daß es oft in der Weltso gehe, sehen wir, (deuten Sie, meine Herren, dieses'Glcich-niß nicht eher, bis Sie es ganz gehört haben) an dem Esel; eineetwas burlesque Figur, wozu er nichts kann, und dabei das un-
') Christian Ludwig Liseov aus Wittenberg (1701—1760),Satyriker, richtete seine Angriffe hauptsächlich gegen den ProfessorPhilippi, der 1734 zu Güttingen den Freidenker herausgab.