die unscrm Jonas Kunkel einen kleinen Dienst erweisen wollte?Nur so viel Nachruhm, als man gewöhnlich demjenigen ertheilt,von dem man sagt: Er war doch eine gute Haut; wennauch dieser Nachruhm nicht langer dauerte, als eine Studenten-gcneration. Ewigkeit verlangte Jonas Kunkel nicht einmal je-mals im Scherz; wie viele Federn unter 3 tauscndcn würdensie ihm auch gewähren können? Er hatte in dieser Zcitlichkeiteine solche Stellung genommen, daß sein verwegenster Wunschselten ein halbes Jahr voraus ging, und seine entfernteste Er-innerung nicht viel länger hinter drein. Also ich bin sein Freundgewesen, und er war der »reinige, wenn er sonst nichts zu thunhatte; könnte ich diese kleine Collecte nicht selbst für ihn heben?Kein Geld, meine Herren, nicht einmal eine Thräne, jenesbraucht Er nicht mehr, und auf diese hat er in seinem ganzenLeben nicht viel gehalten. Ich meine nur etwas leidlichere Ge-sinnungen von seinem Charakter, und wenn ich nur so viel her-aus kriege, als guter Narr und ehrliche Haut ohngefährzusammen beträgt, so will ich es an seinen Aschcnkrug hinlegenund kein Wort mehr sagen. So ging ich vom Unwillen zumEntschluß über.
Der Mann, lieber Leser, mit dessen Charakter ich dichetwas genauer bekannt machen will, war kein Gelehrter, we-nigstens hat er keine von den 9 Musen jemals mit Wissen er-kannt; auch nicht vom Adel, pbz'sico gewiß nicht, Befördererder Wissenschaften im eigentlichen Verstände war er auch nicht,ohnerachtet er es als Büchcrtrödler doch noch mehr war, als der